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EU-Schlachtschweinemarkt: Beim Preis kaum Neues

- 03.08.2025
Die Schlachtschweinemärkte in Mittel- und Nordeuropa zeigen sich weiter unverändert. Angebot und Nachfrage sind auf niedrigem Niveau ausgeglichen, die Preise stehen still. Marktexperten sprechen von einem saisontypischen Szenario.
In den Urlaubsländern im Süden entwickeln sich die Märkte dagegen anders als für die Ferienzeit erwartet. Von den Urlauberströmen profitieren kann nur Italien. Hier stiegen die Preise weiter. In Spanien und Frankreich sind sie hingegen gefallen.
Hierzulande wurde der Leitpreis der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) am Mittwoch (30.7.) abermals bei 1,95 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) fixiert. Laut der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) passen das geringe Schlachtschweineangebot und die urlaubsbedingt impulslose Nachfrage annähernd zusammen. Auch der österreichische Verband landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) beließ seine Notierung konstant bei 1,92 Euro/kg SG. Der Warenstrom bewege sich druck- und zuglos durch die Wertschöpfungsstufen.
Die belgische Danis-Gruppe zahlt auch in der 31. Kalenderwoche konstant 1,340 Euro/kg Lebendgewicht (LG). Danish Crown (DC) legte den Auszahlungspreis für die 32. Kalenderwoche bei umgerechnet 1,80 Euro/kg SG und damit ebenfalls auf dem Niveau der Vorwoche fest. DC sieht den Markt immer noch von den Sommerferien geprägt, auch wenn die Ferienzeit in Nordeuropa in einer Woche ende. Zudem sorge Ware aus Südeuropa, etwa Schinken aus Italien, in Dänemark für Preisdruck. Im Geschäft mit Drittstaaten stünden die Preise für Tiefkühlprodukte unter Druck, nachdem die Kurse für den US-Dollar und den japanischen Yen in den zurückliegenden Monaten gefallen seien.
Schwieriger Markt in Asien
Am Marché du Porc Français verstärkte sich die Abwärtsbewegung des Schlachtschweinepreises. Dieser lag am Donnerstag bei 1,868 Euro/kg SG und damit 2,4 Cent niedriger als in der Vorwoche. Auch in Spanien sank der Schlachtschweinepreis weiter: An der Agrarbörse von Segovia wurde er am Donnerstag bei 1,76 Euro/kg LG festgelegt; das waren 2 Cent weniger als in der Woche davor. Marktexperten erklärten die Preisschwäche in Spanien primär mit den schwierigen Marktverhältnissen am asiatischen Markt.
In Italien setzten die Preise ihre Bergfahrt hingegen weiter fort. Für frei vermarktete Schlachtschweine mit einem Gewicht von 144 bis 152 Kilogramm einigte man sich am Donnerstag auf 1,839 Euro/kg LG, nach 1,796 Euro/kg LG in der Vorwoche. Vertragsschweine derselben Kategorie verteuerten sich ebenfalls um 4,3 Cent auf nun 1,975 Euro/kg LG.
EU-Durchschnittspreis etwas niedriger
Auf europäischer Ebene gab der Durchschnittspreis geringfügig nach. In der Woche zum 27. Juli wurden Schlachtschweine der Handelsklasse E im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten nach Angaben der EU-Kommission für 203,04 Euro/100 kg SG gehandelt; das waren 0,3% weniger als in der Woche zuvor. Das Vorjahresniveau wurde um 5,2% verfehlt.
Den mit 2,1% größten Preisabschlag meldete Dänemark, gefolgt von Portugal mit 1,6% und Spanien mit 1,4%. In Deutschland ließ der Preis um 0,3% nach, während er sich in den Niederlanden und Kroatien seitwärts bewegte. Aufwärtsbewegungen waren selten und schwach ausgeprägt. Die größten Preissteigerungen gab es in Polen mit 1,6% und Schweden mit 0,9%.... .


