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FBN veröffentlicht Positionspapier zur tiergerechten Ferkelaufzucht
Wissenschaftliche Empfehlungen für vitale Ferkel, mehr Tierwohl und eine zukunftsfähige Schweinehaltung.

- 22.08.2026
Das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) hat ein neues Positionspapier zur tiergerechten Aufzucht von Ferkeln veröffentlicht.
Unter dem Titel „Tiergerechte Aufzucht von Ferkeln“ fasst das Papier aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen und formuliert Empfehlungen für Praxis, Beratung und Politik.
Nach dem Positionspapier zur Kälberaufzucht nimmt das FBN damit erneut eine besonders sensible frühe Lebensphase von Nutztieren in den Blick.
Die ersten Lebenstage und Lebenswochen sind entscheidend für Überleben, Gesundheit und langfristige Entwicklung der Ferkel.
Dennoch verenden unter konventionellen wie ökologischen Haltungsbedingungen durchschnittlich 10 bis 25 Prozent der lebend geborenen Ferkel bis zum Absetzen. Das entspricht etwa zwei bis vier Tieren pro Wurf.
Das Positionspapier zeigt zentrale Ansatzpunkte für eine tiergerechtere Aufzucht auf. Dazu gehören eine frühe und ausreichende Versorgung mit Kolostrum und Milch, eine bedarfsgerechte Ernährung von Sau und Ferkeln sowie Wärme, Hygiene und stressarme Haltungsbedingungen.
Auch natürliche Verhaltensweisen wie Nestbau, Bewegungsfreiheit und frühe soziale Kontakte sollten stärker ermöglicht werden.
Aus Sicht des FBN muss zudem die Zucht stärker auf Vitalität, Mütterlichkeit, komplikationslose Geburten und Immunkompetenz ausgerichtet werden. Nicht die weitere Steigerung der Zahl geborener Ferkel sollte im Vordergrund stehen, sondern das Ziel, mehr vitale Ferkel erfolgreich aufzuziehen.
Auch belastende Routineeingriffe sollten durch geeignete Maßnahmen in Haltung, Management und Zucht weiter reduziert werden.
Die Autorinnen und Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine tiergerechte Ferkelaufzucht Veränderungen in Haltung, Fütterung, Management und Zucht erfordert. Die damit verbundenen Maßnahmen seien eine wichtige Investition in Tiergesundheit, Tierwohl und die Zukunftsfähigkeit der Schweinehaltung.
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Hier die Schlussbetrachtung des 18-seitigen „FBN-Positionspapier Ferkel“:
Dieses Positionspapier beleuchtet die zentralen Anforderungen an eine tiergerechte Ferkelaufzucht auch für den interessierten Laien und formulierte Empfehlungen für Praxis, Beratung und Politik.
In der Aufzucht von Ferkeln werden die Grundlagen für die weitere Entwicklung, Gesundheit und spätere Leistungsfähigkeit der Tiere gelegt. Gleichzeitig besteht in vielen Bereichen der Aufzucht weiterhin Verbesserungspotenzial. Insbesondere die ersten Lebenstage sind entscheidend für Überleben, Gesundheit und langfristige Entwicklung der Ferkel. Eine ausreichende Kolostrumund Milchversorgung, stressarme Haltungsbedingungen sowie eine angepasste Fütterung der Sauen und Ferkel bilden die Grundlage für robuste und widerstandsfähige Tiere. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen zudem, dass die Förderung natürlicher Verhaltensweisen, wie freie Abferkelung, Nestbau und frühe Sozialisierung, sowie die frühe graduelle Einführung von Zufütterung das Tierwohl nachhaltig verbessert und die Stressresilienz stärkt. Auch die Weiterentwicklung der Zucht hin zu stärkerer Mütterlichkeit, Verringerung von Komplikationen bei der Geburt, Vitalität und Immunkompetenz der Tiere ist ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige Ferkelaufzucht. Der Verzicht auf belastende Routineeingriffe sowie die Verbesserung der Haltungsumwelt erfordern jedoch erhebliche Anpassungen in Praxis und Infrastruktur. Diese Maßnahmen bedeuten zunächst einen höheren wirtschaftlichen und organisatorischen Aufwand, stellen jedoch eine wichtige Investition in Nachhaltigkeit, Tiergesundheit, gesellschaftliche Akzeptanz und die Zukunftsfähigkeit der Schweinehaltung dar.
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Das vom FBN veröffentlicht Positionspapier zur tiergerechten Ferkelaufzucht finden Sie HIER



