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Katastrophenprävention im Nutztierstall
Egal ob Feuer oder Überschwemmung – im Katastrophenfall sollte man gut vorbereitet sein. Was sollte man beachten, damit alle Tiere sicher aus dem Stall kommen?

- 11.06.2025
Damit Nutztiere bei Katastrophen wie Stallbrand oder Überschwemmung im Falle eines Falles sicher und wohlbehalten aus ihren Stallungen herauskommen, sollten vorab erstellte Pläne existieren.
Um Tierhaltungen gegenüber katastrophalen Ereignissen zu wappnen, die einen Austrieb der gehaltenen Tiere notwendig machen, sind eine Reihe von größtenteils organisatorischen Maßnahmen zur Katastrophenprävention an landwirtschaftlichen Betrieben direkt umsetzbar, sofern dafür konkrete Strukturen und Pläne existieren.
Doch hier besteht tatsächlich ein großer Bedarf bei der Erstellung von Tierrettungskonzepten und bei der Unterstützung von fachfremden Personen (z. B. Feuerwehren) beim tiergerechten Handling im Notfall. Hier ist entscheidend, dass sich Betriebsleiter*innen präventiv Gedanken zur Tierrettung machen, um im Ernstfall schnell und zielgerichtet handeln zu können.
Es ist weder bekannt, wie oft landwirtschaftliche Tierhaltungen von Großschadensereignissen betroffen sind, noch wie groß die verursachten Schäden oder wie viele Tiere pro Jahr betroffen sind – entsprechende bundesweite Statistiken existieren nicht. Unterschiedliche Datenerhebungen aus verschiedenen Bereichen wie Feuerwehren, Versicherungen, Polizei und Ämter lassen sich schlecht vergleichen und ergeben einen lückenhaften Flickenteppich. Eine umfangreiche Auswertung der verfügbaren Daten in den Niederlanden ergab, dass etwa 0,5% der landwirtschaftlichen Tierhaltungen pro Jahr einen Brandfall haben – ohne Aussagekraft darüber, ob Tiere dabei zu Schaden kamen
Generell gesprochen, kann in Bezug auf die Risikobewertung von Schadensereignissen laut Gerichtsurteil des OVG Münster (10A 363/86) vom 11.12.1987 wie folgt argumentiert werden: „Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.“… .


