Österreich: Fehlender Nachwuchs bei Tierärzten

Die Maul- und Klauenseuche wirft derzeit ein Schlaglicht auf ein Nachwuchsproblem in den Tierarztpraxen. Am Samstag ist Welt-Tierarzttag und anlässlich dessen wird jetzt gewarnt: Die Bekämpfung solcher Seuchen könnte gefährdet sein.

Tierärztinnen und Tierärzte tragen dazu bei, Seuchen einzudämmen, weil sie Untersuchungen durchführen und entsprechende Diagnosen stellen. Wie der jetzige Ausbruch der Maul- und Klauenseuche zeigt, könnte das schon bald zur Herausforderung werden. Vor allem am Land gibt es zu wenig Tierärzte.

Tierärztekammer: „Bürokratiewahnsinn“

Immer weniger Junge wollen den Beruf ergreifen, sagt Andreas Jerzö, Präsident der Tierärztekammer in Oberösterreich: „Das Hauptproblem ist bei uns, dass der Bürokratieaufwand und die Dokumentsations-verpflichtungen uns viel Arbeitszeit kosten, die eigentlich unnötig sind.“ Besonders zugespitzt hat sich die Lage in den Großtierpraxen.

Weiblich dominierter Beruf

Tierärzte arbeiten oft am Wochenende oder rücken in der Nacht zu Notfällen aus. Immer mehr wollen aber fixe Arbeitszeiten. „Wir sind überwiegend weiblich, also wir haben 85 Prozent Tierärztinnen. Wir haben halt andere Arbeitszeitvorstellungen, als es der Freiberuf erfordert“, so Jerzö.

Die Tierärztekammer fordert außerdem zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen. Von 15.000 Bewerberinnen und Bewerbern werden aktuell 230 für das Studium zugelassen.

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