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Parasitenkontrolle bei der Rinderaufzucht

- 09.08.2025
Eine starke Wurmbelastung bei jungen Rindern kann zu schlechteren Tageszunahmen oder schwerwiegenden Erkrankungen führen. Entwurmungsmittel sollten wegen zunehmenden Resistenzen und möglicher negativer Umweltwirkungen sparsam eingesetzt werden.
Eine starke Wurmbelastung bei jungen Rindern kann zu schlechteren Tageszunahmen oder schwerwiegenden Erkrankungen führen. Entwurmungsmittel sind eine mögliche Lösung, aber wegen zunehmenden Resistenzen und möglicher negativer Umweltwirkungen sollte der Einsatz möglichst sparsam und gut überlegt erfolgen. Ein alternativer Lösungsansatz kann ein angepasstes Weidemanagement sein. Um eine starke Infektion zu vermeiden, sollten die Tiere frühestens nach sieben Wochen wieder die gleiche Weide nutzen.
Grund für diese Massnahme ist der Lebenszyklus der Würmer. Die Larven werden beim Grasen aufgenommen und ihre Eier gelangen über den Kot der Rinder wieder auf die Weide. Sieben Tage nach Weidestart ist die Wurmbelastung meist noch tief. Nach zwei Wochen steigt sie an und sinkt wetterabhängig bis Woche sieben oder acht auf ein Niveau, das starke Neuinfektionen verhindern kann.
Darum wird empfohlen, jeweils sieben Tage lang die gleiche Weide zu nutzen und dann erst nach sieben Wochen zurückzukehren. Um diese Dauer einzuhalten, können grössere Flächen unterteilt oder eine Mähnutzung eingebaut werden. Auch eine Beweidung durch Pferde, Milch- oder Galtkühe kommt infrage. Im Frühling oder Herbst kann die Weidezeit auch verlängert werden, da die Kälte die Entwicklung der Würmer hemmt… .


