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Tierischer Faktencheck: "Wissenschaft braucht mehr Relevanz in der Politik"
Aufgrund öffentlicher und vor allem politischer Debatten um die Rückkehr des Wolfes braucht es dringend fundierte, wissenschaftliche Lösungen.

- 12.08.2025
Böse Zungen könnten behaupten, dass die Tierschutzvereine sowieso keine andere Meinung gelten lassen als die eigene, aber wenn sie auf wissenschaftlichen Studien und Lösungen basiert, ist das Gegenüber nun einmal entkräftet.
Dies ist auch bei der ewigen Wolfsdebatte Thema, denn alle begrüßenden Ansätze der letzten Jahre werden politisch meist mit Angst und Hetzte kommentiert. Warum? Weil der Wolf für ein paar wenige "unangenehm" ist? Der Wold Wide Fund for Nature (WWF) punktet mit einem völlig neutralen und wissenschaftlich bestätigten Faktencheck zum Isegrim.
„Statt Ängste zu schüren und die sinnlose Abschuss-Politik zu intensivieren, müssen die Bundesländer endlich wissenschaftlich gedeckte Lösungen verfolgen. Das heißt: fundiertes Monitoring und Herdenschutz, der an die jeweiligen Bedingungen in der Region angepasst wird“ (Christian PichlerWWF-Experte).
Sachlich und bewiesen
Genügend Beispiele aus anderen Ländern haben schon längst bewiesen, dass fachgerechter Herdenschutz wirkt. In der Schweiz beispielsweise konnte die Zahl der gerissenen Nutztiere pro Wolf um 87 Prozent verhindert werden. Wirksam und nachhaltig wäre auch bei uns die Anstellung von Hirten, ausgebildete Herdenschutzhunde und Elektrozäune eine Offensive, die auch ökologisch einen großen Mehrwert hätte.
Traurige Bilanz:
Trotz ihrer Wichtigkeit für die heimischen Ökosysteme sind Abschüsse die häufigste Todesursache für Wölfe in Österreich. Allein heuer wurden bereits acht Wölfe per Verordnung getötet. Im Jahr 2024 waren es 13 Tiere. Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2024 zwei Tiere geschossen, obwohl dort mit 209 Rudeln und 46 Paaren rund 30-mal mehr Wölfe mit fixem Revier leben als in Österreich
Abschuss-Politik nicht rechtens
Auch wenn es die Politiker irgendwie geschafft haben, den Schutzstatus des Wolfes in Österreich Mitte Juli herabzustufen, wird eines gern vergessen: Er darf "nur" geschossen werden, wenn der Erhaltungszustand der Art günstig ist. Bei neun Rudeln im ganzen Land ist es nur offensichtlich, dass dieses Kriterium für den Abschuss NICHT erfüllt wird…. .


