Tod durch Hundebussi

In der eiskalten Schnauze eines Hundes kann so manche mikroskopisch kleine, böse Überraschung lauern.

Verschmuste Tierhalter aufgepasst: Im Speichel von Hunden und Katzen lauern Keime, die Menschen gefährlich werden können. Zur Übertragung braucht es noch nicht einmal einen Biss. In Einzelfällen reichte bereits ein feuchtes Küsschen, um eine tödliche Infektion zu triggern.

Eines ist sicher: Irgendwann geben wir alle den Löffel ab. Weniger absehbar ist das Wie. Denn es gibt eine schier unendliche Zahl an Wegen, die einen Menschen ins Grab bringen können – manche von ihnen außergewöhnlicher, verblüffender und bizarrer als andere. In der Kolumne »Unwahrscheinlich tödlich« stellen wir regelmäßig solche Fälle vor, von bissigen Menschen über giftige Reisbällchen bis hin zu lebensgefährlichem Sex.

Ich gestehe: Gelegentlich drücke ich meinen Katzen das eine oder andere Küsschen auf den Kopf. Wie viele andere, die mit Haustieren leben, habe ich eine enge Bindung zu »meinen« Samtpfoten aufgebaut. Bei aller Liebe gibt es aber auch Grenzen – etwa dort, wo die Vierbeiner ihre Zuneigung mit feuchten Bussis zeigen wollen. Meine Katzen gehören zum Glück eher zu den Nasenstupsern. Ich kenne jedoch Hunde, bei denen man sich vor Schlabberattacken kaum retten kann. Viele Halter nehmen das lächelnd hin, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was sich wohl in der Mundhöhle ihrer Lieblinge tummelt. Sie ahnen vermutlich nicht, dass die tierische Mundflora lebensgefährliche Keime enthält. Dazu zählt zum Beispiel das besonders bei Hunden verbreitete Bakterium Capnocytophaga canimorsus… .

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