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Zoonose Parapockenviren: Nachweis eines Orf-Virus (Sequenzierung von 595 Bp des „B2L-open reading frames“).
So konnte die Verdachtsdiagnose einer Orf-Infektion (Ecthyma contagiosum) bestätigt werden.

- 07.08.2025
Das Orf-Virus gehört zu den Parapockenviren. Es kommt weltweit vor, sein natürliches Reservoir sind Schafe und Ziegen. Durch direkten oder indirekten Kontakt mit betroffenen Tieren kann es zu einer Infektion beim Menschen kommen. Es kommt zu infektiösen Ulzerationen, die bei immunkompetenten Patienten meist nach wenigen Wochen.
Fazit für die Praxis
Der Fall der hier vorgestellten Patientin verdeutlicht, wie wichtig eine spezifische Anamnese ist, um anschließend die zielführende Diagnostik einzuleiten und so zur richtigen Diagnose zu kommen.
Der Nachweis eine Parapockenvirusinfektion erfolgt mithilfe von Hautabstrichen. Für das Labor ist relevant, dass die Verdachtsdiagnose explizit genannt wird, damit ggf. eine Weiterleitung der Probe an spezialisierte Labore erfolgen kann.
Eine antiseptische Lokaltherapie ist in der Regel ausreichend, und Komplikationen, beispielsweise bakterielle Superinfektionen, sind selten.
Bei beruflicher Exposition sollte eine Meldung an die zuständige Berufsgenossenschaft erfolgen… .


