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Brandenburg übernimmt zum Jahreswechsel den Vorsitz der Agrarministerkonferenz (AMK). Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt will dabei insbesondere die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2028 sowie verlässliche düngerechtliche Rahmenbedingungen auf Bundes- und EU-Ebene in den Mittelpunkt stellen. Damit fallen in die Brandenburger Vorsitzzeit wichtige agrarpolitische Weichenstellungen für die kommenden Jahre.
Brandenburg übernimmt 2027 Vorsitz der Agrarministerkonferenz

- 25.09.2026
Mit dem Jahreswechsel übernimmt Brandenburg den Vorsitz der Agrarministerkonferenz (AMK). Zum Abschluss der Herbstkonferenz in Bayern wurde der Staffelstab symbolisch an Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt übergeben.
In der Agrarministerkonferenz stimmen sich die für Landwirtschaft zuständigen Ministerinnen, Minister und Senatoren der Länder untereinander sowie mit dem Bund über zentrale Fragen der Agrar- und Forstpolitik ab.
GAP ab 2028 wird zum zentralen Thema
Einen Schwerpunkt ihres Vorsitzes sieht Mittelstädt in der Vorbereitung auf die nächste Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union ab 2028. Die derzeitige GAP-Förderperiode läuft bis 2027. MLEUV
Die Diskussion ist bereits in vollem Gang. Dabei geht es unter anderem um die zukünftige Ausgestaltung der Direktzahlungen, die Förderung des ländlichen Raums und die Frage, wie unterschiedliche Betriebsstrukturen innerhalb Europas berücksichtigt werden.
Gerade die ostdeutschen Länder sehen bei den bisherigen Überlegungen zur Kappung und Degression von Direktzahlungen erhebliche Auswirkungen auf ihre oftmals größeren Agrarbetriebe. Brandenburg hat sich hierzu gemeinsam mit anderen ostdeutschen Ländern bereits mehrfach positioniert.
Düngerecht ebenfalls auf der Agenda
Als weiteres wichtiges Arbeitsfeld nennt Mittelstädt verlässliche düngerechtliche Regelungen auf Bundes- und EU-Ebene. Das Düngerecht gehörte bereits zu den zentralen Themen der Herbst-AMK 2026. MLEUV
Für die landwirtschaftlichen Betriebe ist dies von erheblicher praktischer Bedeutung: Änderungen der gesetzlichen Vorgaben wirken sich unmittelbar auf Betriebsführung, Dokumentation, Nährstoffmanagement und Investitionsentscheidungen aus.
AVA meint
Die Agrarministerkonferenz mag auf den ersten Blick weit von der täglichen Arbeit in Stall und Praxis entfernt erscheinen. Tatsächlich werden dort jedoch wichtige agrarpolitische Positionen zwischen Bund und Ländern abgestimmt, die später die Rahmenbedingungen landwirtschaftlicher Betriebe mitprägen.
Mit GAP ab 2028, Düngerecht und Zukunft der Tierhaltung stehen Themen auf der politischen Agenda, die Landwirtschaft und betreuende Tierärzteschaft unmittelbar oder mittelbar betreffen. Die AVA wird die entsprechenden Entwicklungen weiter verfolgen.
Quelle: dpa/Proplanta sowie Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, September 2026.












