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Die Logos zur Tierhaltung sollten zusammengeführt werden
Thema: Die staatliche Tierhaltungskennzeichnung verzögert sich – das klingt nach der Fortsetzung einer unendlichen Geschichte, aber: Nun gibt es die Chance für eine praktikable Lösung.

- 07.06.2025
Sie ist wichtig für Verbraucher, um sich orientieren zu können, und sie ist wichtig beim Umbau der Nutztierhaltung in Richtung mehr Tierwohl: die staatliche und verpflichtende Kennzeichnung von Fleisch, die über die unterschiedlichen Haltungsstandards im Stall Auskunft gibt. Seit Jahren gibt es dazu Pläne, seit 2023 sogar ein Gesetz – aber das Projekt kommt nicht voran.
Nun soll die Einführung des staatlichen Tierhaltungslogos – das zunächst nur für Schweinefleisch Gültigkeit hat – verschoben werden, vom 1. August 2025 auf den 1. März 2026. Ist das die Fortsetzung einer unendlichen Geschichte?
Nein. Es ist richtig, das Logo zu reformieren. Zu realitätsfern waren bislang die detaillierten Bestimmungen, die mit dem Label je nach auszuweisender Haltungsstufe verbunden waren. Das hätte nicht nur Landwirte verzweifeln lassen, sondern auch die Behörden, die die entsprechenden Stallsysteme zu genehmigen haben.
„Das ITW-System mit dem staatlichen Logo in Einklang zu setzen, wäre eine ideale Lösung.“
Die Verschiebung sollte genutzt werden, um das etablierte privatwirtschaftliche Logo der Initiative Tierwohl (ITW) mit dem des Staates in eins zu setzen. Das würde nicht nur Konsumenten helfen, den Durchblick zu behalten, sondern auch die Weiterentwicklung der Tierhaltung voranbringen.
Denn: Es geht nicht nur darum, geringfügig voneinander abweichende Kriterien zu harmonisieren. Es geht auch darum, Landwirten Ausgleichszahlungen für höhere Tierwohl-Kosten zu ermöglichen. Ihre Investitionen in neue oder umgebaute Ställe müssen sich rechnen.
Deshalb: Das ITW-System mit dem staatlichen Logo in Einklang zu setzen, wäre eine ideale Lösung. Jetzt gibt es die Chance dazu. Sie darf nicht verpasst werden… .


