Mehr Aggressionen in der Tierarztpraxis: Konflikte in der Tierklinik (mit Video)

Wenn die Liebe zum Haustier eskaliert und Tierärztinnen und Tierärzte einem aggressiven und besserwisserischen Verhalten ihrer Klienten begegnen.

Mehr Aggressionen in der Tierarztpraxis: Konflikte in der Tierklinik-Wenn die Liebe zum Haustier eskaliert (mit Video)

Vermehrt begegnen Tierärztinnen und Tierärzte einem aggressiven und besserwisserischen Verhalten ihrer Klienten. Der Branchenverband verzeichnet eine spürbare Zunahme schwieriger Begegnungen mit «Frauchen» und «Herrchen» um 25 Prozent. Was steckt dahinter?

Thomas Baumgartner ist ein erfahrener Veterinär. Der Mitbesitzer einer der grössten Tierkliniken im Schweizer Mittelland hat schon viel erlebt. Und er hat vollstes Verständnis für eine enge, liebevolle Beziehung zwischen Mensch und Haustier. Aber was ihm und seinem Team vor ein paar Wochen passiert ist, hat jedes Mass an Nachsicht überschritten.

«Wir hatten einen sehr intensiven Patienten, einen 70 Kilo schweren Hund, den wir über drei Tage behandelt haben. Als klar wurde, dass wir ihn ins Tierspital Bern verlegen mussten, wurde es schwierig», erzählt Baumgartner. Der schwere Hund konnte nicht gehen, mehrere Angestellte der Tierklinik mussten beim Einladen in ein Auto helfen.

«Früher war der Tierarzt ein Beruf im Dorf oder in der nahen Umgebung. Man war hoch respektiert und hat die Tierbesitzer persönlich gekannt. Heute sind die Tierärztinnen und -ärzte in grossen Kliniken organisiert und eher in grösseren Ortschaften anzufinden», erklärt Roberto Mossi. Er ist selber Tierarzt in Bellinzona und Präsident der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte. «Das ist nicht besser oder schlechter. Es hat sich einfach geändert.»

Heftiger Shitstorm und Anzeige bei der Polizei… .

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