"Metzger als größter Tierschützer Deutschlands": An Söders Ministerwahl macht sich Kritik breit

Ein Metzgermeister als Landwirtschaftsminister – die Personalie Alois Rainer bereitet Tierschützern Sorgen. Grund sind auch Söders markige Sprüche.

Tierschützer machen am Montag Aufnahmen öffentlich, die grausame Tierquälerei auf einem Schlachtbetrieb in Wassertrüdingen (Kreis Ansbach, siehe Kasten) mit versteckter Kamera dokumentieren: Lebende Legehennen, die zu Suppenhühnern verarbeitet werden sollen, werden von Mitarbeitern der Geflügelschlachthof Buckl Geflügel GmbH geschlagen, gewürgt und eingeklemmt.

Am selben Tag gibt CSU-Chef Markus Söder bekannt, dass Alois Rainer, ein gelernter Metzgermeister, der neue Bundesagrarminister wird. Natürlich besteht kein Zusammenhang zwischen den genannten Ereignissen. Doch die neue Personalie erscheint einigen Tierschützern in Zeiten immer neuer Tierhaltungsskandale unpassend.

"Ich finde es sehr traurig, dass ein Metzger das Landwirtschaftsministerium leitet", sagt Jan Pfeifer, Vorstandsvorsitzender von Aninova, der AZ – die Tierrechtsorganisation hat den am Montag bekannt gewordenen Schlachthof-Skandal im Kreis Ansbach aufgedeckt. "Der größte Tierschützer Deutschlands wird ein Metzger!" Er sei in diesem Amt zum Scheitern verurteilt… .

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