Die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) unterstützt die wissenschaftliche Untersuchung „Biopsychosoziale Belastungen im öffentlichen Veterinärdienst“. Nach unserer ersten Veröffentlichung hat sich die Initiatorin, Dr. Edyta Ebrahimpour, persönlich bei der AVA bedankt und weitere Informationen zur Verfügung gestellt. Die Befragung richtet sich an amtliche Tierärztinnen und Tierärzte, amtliche Fach- und Fleischassistenten sowie praktizierende Tierärzte mit amtlichen Aufgaben. Eine Teilnahme ist voraussichtlich noch bis Mitte Januar 2027 möglich.

Öffentlicher Veterinärdienst unter Druck: AVA unterstützt wissenschaftliche Befragung

Nicht nur die Tierärzte stehen unter Druck

Wissenschaftliche Befragung zu den Arbeitsbedingungen im öffentlichen Veterinärdienst: Unterschiedliche Berufsgruppen sind zur Teilnahme eingeladen.

Die Aufgaben des öffentlichen Veterinärdienstes sind anspruchsvoll und vielfältig: Tiergesundheit, Tierseuchenbekämpfung, Tierschutz, Lebensmittelüberwachung und Verbraucherschutz verlangen täglich fachlich fundierte Entscheidungen.

Hinzu kommen steigende gesellschaftliche Erwartungen, zunehmende Bürokratie, personelle Engpässe und nicht selten erhebliche Konfliktsituationen.

Dabei wird häufig übersehen, dass die Erfüllung amtlicher Aufgaben auf der Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen beruht.

Genau hier setzt die wissenschaftliche Untersuchung an.

Wissenschaftliche Erfassung beruflicher Belastungen

Die interdisziplinäre Initiative untersucht unter anderem:

-psychosoziale Arbeitsbelastungen

-institutionelle und strukturelle Rahmenbedingungen

-berufstypische Belastungssituationen

-moralischen Stress und Rollenkonflikte

-berufliche Souveränität und Wohlbefinden

Zum Einsatz kommen wissenschaftlich etablierte Erhebungsinstrumente, darunter der COPSOQ-Fragebogen, ergänzt durch spezifische Fragen zum öffentlichen Veterinärdienst.

Die wissenschaftliche Zusammenarbeit umfasst Fachleute der Freien Universität Berlin, der Veterinärmedizinischen Universität Wien sowie aus Psychiatrie und Psychotherapie.

Persönliche Rückmeldung an die AVA

Nach Veröffentlichung unseres ersten Beitrags schrieb uns die Initiatorin Dr. Edyta Ebrahimpour:

„Es geht u.a. auch um den Dialog bzw. die Kommunikation miteinander.“

Sie betont, dass an der Ausführung amtlicher Aufgaben nicht immer ausschließlich amtliche Tierärzte beteiligt sind. Deshalb wurden bewusst unterschiedliche Berufsgruppen in die Befragung einbezogen.

Darüber hinaus sind Informationsveranstaltungen vor Ort und online vorgesehen, bei denen Fragen zur Untersuchung unmittelbar beantwortet werden können.

AVA unterstützt die Initiative

Aus Sicht der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es wichtig, die tatsächlichen Arbeitsbedingungen im öffentlichen Veterinärdienst wissenschaftlich zu erfassen.

Denn nur wenn Belastungen, strukturelle Defizite und berufliche Konflikte sichtbar werden, lassen sich nachhaltige Verbesserungen entwickeln.

Ein leistungsfähiger öffentlicher Veterinärdienst ist unverzichtbar für Tiergesundheit, Tierschutz, Lebensmittelsicherheit und eine verantwortungsvolle Nutztierhaltung.

Die AVA ruft deshalb alle angesprochenen Berufsgruppen zur Teilnahme auf.

Die Befragung erfolgt anonym und freiwillig. Die Bearbeitung dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

Direkt zur deutschsprachigen Befragung:

Der Link soll nach Angaben der Initiatorin voraussichtlich bis Mitte Januar 2027 aktiv bleiben.

AVA-Fazit:

Wer die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Veterinärdienst verbessern möchte, muss zunächst wissen, wo die tatsächlichen Belastungen liegen. Wissenschaftlich belastbare Daten können dazu beitragen, Probleme sichtbar zu machen und fundierte Verbesserungen anzustoßen.

Jede Stimme zählt!!

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