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Radar Bulletin August 2026
Im Radar Bulletin werden Informationen zur internationalen Lage und Ausbreitung der bedeutendsten Tierseuchen,
die für Deutschland und die Schweiz relevant sind, zusammengestellt und bewertet. Das Radar Bulletin wird vom
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Loeffler
Institut (FLI) erstellt. Hier die deutsche Ausgabe des Radar Bulletins

- 10.09.2026
Radar Bulletin August 2026
Afrikanische Schweinepest (ASP) – Europa:
ASP-Hausschweine:
In Deutschland kam es innerhalb des Berichtszeitraum zu keinem weiteren Ausbruch in einer Hausschweinehaltung. Die Anzahl der Ausbrüche bei Hausschweinen hat sich in diesem Monat im Vergleich zum Vormonat halbiert. Rumänien war mit insgesamt 73 Ausbrüchen am stärksten betroffen. Die Meldungen betrafen überwiegend kleinere Betriebe mit weniger als 100 Tieren. Allerdings waren auch zwei größere Betriebe von Ausbrüchen betroffen. Aus Moldawien (9), Ungarn (5) und Polen (4) wurden etwas mehr Ausbrüche als in den vergangenen Monaten gemeldet. Auch in diesen Ländern betraf es vor allem kleinere Betriebe aber sowohl in Ungarn, als auch in Polen waren auch jeweils etwas größere Betriebe betroffen. In Bulgarien kam es in diesem Monat seit langem wieder zu einem Ausbruch in einem Hausschweinebetrieb. Dabei handelte es sich um einen kleinen Betrieb mit weniger als 50 Tieren, unweit der rumänischen Grenze.
ASP-Wildschweine - Europa:
Die Anzahl der ASP-Fälle bei Wildschweinen ist erneut deutlich zurückgegangen. Dieser rückläufige Trend war in den
einzelnen Ländern weitgehend einheitlich zu beobachten. Lediglich in Finnland stieg die Zahl der Fälle deutlich auf 23 an, nachdem dort im vergangenen Monat erstmals ASP-positive Wildschweine nachgewiesen worden waren. Im Berichtszeitraum wurde ein ASP-Virusnachweis zusätzlich außerhalb der eingerichteten infizierten Zone gemeldet. Das Virus wurde in Knochen verendeter Wildschweine nachgewiesen; der Fundort liegt rund 40 km westlich der bisherigen Zone. In Lettland (54) und auch in Polen (76) treten weiterhin im ganzen Land Wildschweinfälle auf.
Maul- und Klauenseuche (MKS) - Europa:
Erneut ist es in Griechenland (Lesbos) zu MKS-Ausbrüchen gekommen. Betroffen waren zwei Rinderund 18 Schaf- und Ziegenhaltungen. Alle Ausbrüche wurden durch den Serotyp SAT 1 verursacht. Auch in diesem Monat wurden aus der Republik Zypern sowie aus der Türkei keine weiteren Ausbrüche gemeldet. Für Deutschland besteht weiterhin ein bedeutendes Risiko einer erneuten Einschleppung besonders aus der Türkei, Israel und den nordafrikanischen Ländern Algerien, Ägypten, Libyen, Marokko und Tunesien. Tierhaltende sind zur strikten Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen aufgerufen, letztere können auch mit der «Rinder-Risikoampel» kostenlos und anonym überprüft werden.
Blauzungenkrankheit (BT):
Zur Verbreitung und Herkunft der derzeit in Deutschland nachgewiesenen Serotypen BTV-3 und -8 sowie der Stämme des letzteren, stellt das FLI detaillierte Informationen inklusive einer aktuellen Karte bereit. Im Berichtszeitraum wurde in den an die Schweiz angrenzenden Regionen Norditaliens ein neuer BTV- 4-Ausbruch bei Rindern in der Lombardei gemeldet; der nächstgelegene Ausbruch war etwa 115 km von der Schweizer Grenze entfernt (BENV). Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung der Wiederkäuer und Kameliden, deren Symptome meist nur bei Schafen und Rindern auftreten und denen der hämorrhagischen Krankheit (EHD) sehr ähnlich sind. Je nach Serotyp kann die Krankheit unterschiedlich verlaufen. Die Übertragung verläuft vektorbedingt durch Gnitzen der Gattung Culicoides... .





