| Das Angebot an schlachtreifen Tieren blieb umfangreich, regional wurde weiterhin von Überhängen berichtet. Auch nach der Preiskorrektur auf 1,60 €/kg SG (-10 ct/kg) zeigte sich die Nachfrage verhalten. Vom Fleischmarkt kamen zwar leichte Entlastungsimpulse, diese reichten jedoch nicht aus, um eine ausgeglichene Marktlage herzustellen. Weitere kurzfristige Preisanpassungen werden zunächst nicht erwartet, vielmehr setzten die Marktteilnehmer auf eine allmähliche Beruhigung in den kommenden Wochen. Kurz vor Weihnachten präsentierte sich der Markt zeitweise etwas ausgeglichener. Die Schlachtzahlen erreichten den Jahreshöchststand, während die durchschnittlichen Schlachtgewichte Woche für Woche zurückgingen. Regional bestanden zwar noch kleinere Überhänge, insgesamt wurde die Marktlage jedoch mehrheitlich als ausgeglichen beschrieben. In der letzten vollen Schlachtwoche vor den Feiertagen ließ die Nachfrage nach Schlachtschweinen jedoch bereits nach. Mit dem Abschluss des Weihnachtsgeschäfts und dem Beginn der Betriebsferien wurden die Schlachtaktivitäten spürbar reduziert. Der Januar 2026 begann marktüblich erneut unter Druck. Die kurzen Schlachtwochen rund um den Jahreswechsel führten dazu, dass sich Angebotsüberhänge zunächst erneut bemerkbar machten. Zwar waren vor den Feiertagen viele Tiere der Schlachtung zugeführt worden und die Schlachtgewichte konnten deutlich gesenkt werden, dennoch wirkten die eingeschränkten Schlachtkapazitäten belastend. Zusätzlich sorgten sinkende Preise in zahlreichen europäischen Ländern für Druck im innereuropäischen Handel. Das insgesamt bereits niedrige Preisniveau wirkte zwar leicht stützend, dennoch blieb der Markt zum Jahresauftakt angespannt. Im weiteren Verlauf des Januars zeigten sich jedoch erste Anzeichen einer Stabilisierung. Weiterhin standen zwar umfangreiche Schweinezahlen zur Schlachtung an, gleichzeitig wurde aber zunehmend von einer Angleichung von Angebot und Nachfrage berichtet. Die durchschnittlichen Schlachtgewichte gingen erneut zurück, was auf eine beginnende Entspannung hindeutete. Belastend wirkte weiterhin der Verbleib größerer Mengen spanischen Schweinefleischs im EU-Markt. Da von weiteren Preissenkungen keine Belebung der Vermarktung erwartet wurde, blieb der empfohlene Vereinigungspreis zuletzt unverändert bei 1,45 €/kg Schlachtgewicht. Europaweit zeigte sich der Schlachtschweinemarkt Ende Januar 2026 zunehmend stabilisiert. In den meisten Ländern konnten die Angebotsüberhänge überwiegend abgebaut werden, auch wenn regional noch einige Wochen bis zur vollständigen Entlastung erwartet werden. Entsprechend rechnen die Marktteilnehmer größtenteils mit unveränderten Preisentwicklungen. In Summe blieb der Schlachtschweinemarkt zum Jahreswechsel 2025/26 angespannt. Trotz erster Stabilisierungstendenzen im Januar verhinderten umfangreiche Angebotsmengen und der eingeschränkte Schlachtrhythmus eine nachhaltige Entlastung. Das niedrige Preisniveau wirkte zwar stützend, ließ jedoch keine spürbare Belebung der Vermarktung zu. Europaweit zeichnen sich zunehmend ruhigere Marktverhältnisse ab, dennoch dürfte der vollständige Abbau des Angebotsdrucks noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Erzeugerpreise für Bio-Schweine stabilisieren sich auf einem hohen Niveau und lagen bundesweit im Dezember 2025 bei 4,79 €/kg SG für Schweine der Handelsklasse E frei Schlachtstätte. Zunehmend wird es eine Herausforderung für die Verarbeiter, Bio-Ware neben günstiger konventioneller Ware zu verkaufen. Das inländische Angebot an Bio-Schweinen bleibt weiterhin knapp und steigt nur langsam. Jedoch drängt kostengünstige EU-Ware aus Dänemark, den Niederlanden und Spanien auf den Markt, was sich negativ auf die Preisgestaltung bei EU-Bio-Betrieben auswirkt. Verbandsware dagegen bleibt stabil und gefragt. FERKEL: | Im Dezember 2025 zeigte sich der deutsche Ferkelmarkt überwiegend ausgeglichen. Ein mittleres Angebot traf auf eine weitgehend passende Nachfrage, sodass die Vermarktung insgesamt geordnet verlief. Marktteilnehmer beschrieben den Handel als normal laufend, insbesondere vertraglich gebundene Partien konnten weiterhin zügig platziert werden. Regional war für den Absatz freier Ferkelpartien jedoch teils ein erhöhter Vermarktungsaufwand erforderlich. Insgesamt stellte sich die Marktlage auf dem zuvor abgesenkten Preisniveau als relativ stabil dar. Gleichzeitig standen die Ferkelpreise weiterhin unter dem Einfluss der rückläufigen Schlachtschweinenotierungen. Um die Einstallbereitschaft der Mäster aufrechtzuerhalten, mussten die Preisempfehlungen angepasst werden. Der VEZG-Preis lag in KW 48 bei 40,00 €/Tier (-4 €/25 kg Ferkel), in Baden-Württemberg notierten die Ferkel bei 44,00 €/25 kg Ferkel (-4 €). Nach der Preiskorrektur verharrten die Notierungen auf dem niedrigeren Niveau. Die Erlöse blieben damit deutlich unter dem Vorjahresniveau, was die wirtschaftliche Situation der Ferkelerzeuger weiter belastete. Im Jahresdurchschnitt 2025 lagen die Ferkelpreise spürbar unter denen des Vorjahres. Zum Jahreswechsel setzte sich die ruhige Marktentwicklung zunächst fort. Die Vermarktung verlief auch im Januar 2026 überwiegend zügig, Angebot und Nachfrage standen sich vielerorts nahezu ausgeglichen gegenüber. Marktteilnehmer berichteten teils von einer leichten Belebung der Nachfrage, wenngleich regional weiterhin Unterschiede bestanden. Besonders im Süden Deutschlands gestaltete sich der Absatz zeitweise noch schleppend, während in anderen Regionen die Geschäfte reibungslos verliefen. Mit Blick auf den Jahresanfang wirkten jedoch die angespannten Verhältnisse am Schlachtschweinemarkt dämpfend. Durch die kurzen Schlachtwochen rund um die Feiertage und die daraus resultierenden Überhänge bei Schlachtschweinen fehlten vielerorts freie Stallplätze. Entsprechend gerieten die Ferkelpreise weiter unter Druck. Insgesamt präsentierte sich der Ferkelmarkt im Januar überwiegend ausgeglichen, allerdings auf deutlich niedrigerem Preisniveau. Marktbeteiligte rechnen kurzfristig eher mit leicht schwächeren Erlösen. Die Hoffnung der Ferkelerzeuger richtet sich auf eine Stabilisierung der Schlachtschweinemärkte und daraus resultierende positive Impulse für den Ferkelhandel im weiteren Verlauf des Winters. Die Versorgung mit Bio-Ferkeln ist weiterhin knapp. Inzwischen sind einige Landwirte motiviert in die Bio-Ferkelerzeugung einzusteigen. Es dürfte aber noch mindestens bis zum Sommer dauern, bis die ersten Bio-Ferkel aus diesen neuen Ställen auf den Markt kommen. Hier die Ferkel-Meldung | | | | | | | |