„Das Glas ist eher halb voll“ - Vogelsberger Landwirte mit Ernteergebnis zufrieden

Durchweg zufrieden sind die Landwirte im Vogelsbergkreis mit dem Ernteergebnis in diesem Jahr. Dies bilanzierte der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Volker Lein beim Erntegespräch in Alsfeld-Eudorf.

Eine große Erntemenge bedeutet aber nicht automatisch mehr Geld in den Kassen der Landwirte, denn gestiegene Erzeugerkosten müssen durch entsprechende Preise für Getreide ausgeglichen werden. Doch ob es in den nächsten Monaten höhere Preise geben wird, ist fraglich.

Nicht nur in Deutschland gab es gute Ernten, sondern auch weltweit. Deshalb sei keine größere Preissteigerung zu erwarten, erklärte Lothar George von der Raiffeisen-Waren Alsfeld-Kirchhain, die den Landwirten ihre Produkte abnimmt. George sah es als möglich an, dass vielleicht im Herbst der Preis für eine Tonne Getreide um 10 Euro steigen könne.

Vogelsberger Landwirte sind mit Ernteergebnis zufrieden

Nicht so positiv sieht Herbert Stürz von der Raiffeisen Vogelsberg eine mögliche Preisentwicklung. „Bis März, glaube ich, wird es nichts.“ Nicht nur die Entwicklung der Preise macht den Landwirten Sorge, sondern der um sich greifende Flächenverlust. Volker Lein (Homberg-Bleidenrod) sprach von 72 Hektar landwirtschaftlicher Fläche, die jeden Tag in Hessen verloren gehe. Da viele Landwirte nur Pächter seien und inzwischen auch „Heuschrecken“, also Investoren, unterwegs seien, werde es immer schwieriger für die Betriebe, die notwendige Fläche zu bekommen.

„Bis März, glaube ich, wird es nichts“, sagt Herbert Stürz, Raiffeisen Vogelsberg. Er glaubt nicht, dass die Preise für Getreide bald steigen.

 

Kreislandwirt Andreas Kornmann (Romrod-Zell), der sich der Schweinemast verschrieben hat, konnte über den aktuellen Fleischpreis nicht jubeln. „Wir haben keine schlechten Preise“, so Kornmann. Der Basispreis liege bei 1,95 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht, doch sei eine Preisentwicklung wie beim Rindfleisch nicht der Fall. Erfreulich dagegen sei der stabile Pro-Kopf-Verbrauch. Jedoch schwebe die Afrikanische Schweinepest als Damoklesschwert über den Landwirten. Somit gebe es ein gesteigertes Risiko. Deshalb geben sich viele Betriebe verhalten…. .

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