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Tierarzt und Rinderexperte: "Es gibt keine Killerkühe"
Kuhattacken kommen schnell in die Schlagzeilen. DER STANDARD hat bei einem Tierarzt nachgefragt, wie gefährlich das Rindvieh tatsächlich ist.

- 28.07.2025
Strahlender Sonnenschein, fetzblauer Himmel, eine Familie schlendert fröhlich über eine saftig grüne Almwiese, und im Hintergrund sind ein paar Kühe apart drapiert. Mit Szenen wie diesen vermarktet die heimische Fremdenverkehrswirtschaft den Wanderurlaub in den Alpen – und das durchaus erfolgreich. Werbung mit Heidi-Romantik stößt jenen, die viel mit Rindern zu tun haben, freilich auch immer wieder sauer auf. Einer dieser Praktiker ist der Salzburger Tierarzt Karl Traintinger. "Die Tiere sind keine Statisten in der Landschaft", sagt er. In der Werbung werde ein Bild der Rinderhaltung transportiert, welches mit der Realität oft wenig zu tun habe.
Karl Traintinger (68) war, bis er Ende 2022 in den Ruhestand trat, jahrzehntelang im Flachgauer Lamprechtshausen als Tierarzt tätig. Mit rund 190.000 Tonnen Milch pro Jahr ist der Flachgau der milchstärkste Bezirk in Österreich, also quasi der Heimatbezirk der "Butterhirsche". Entsprechend viel Erfahrung hat Traintinger mit Kühen, Stieren und Kälbern. Heute ist er vor allem als Herausgeber der Kulturplattform Dorfzeitung bekannt.
Um zumindest Unfälle mit den Hörnern zu vermeiden, habe man begonnen, die Hörner abzuschneiden. Inzwischen gebe es auch hornlose Züchtungen. Einzelne Bioverbände würden dies allerdings ablehnen und auf Rindern mit Hörnern bestehen. Wobei auch hornlose Rinder allein schon aufgrund ihrer Masse gefährlich werden können…. .


