Rufen Sie uns an: +49 (0) 2551-78 78
Tularämie (Hasenpest) bei 3 Hasen im Landkreis Wolfenbüttel nachgewiesen und auch im LK Biberach (BW)
So gefährlich sind die Bakterien auch für Mensch und Haustier. Der Landkreis Wolfenbüttel erklärt, wie man einer Infektion vorbeugen kann.

- 18.06.2025
Im Landkreis Wolfenbüttel gibt es derzeit drei bestätigte Fälle von Hasenpest (Tularämie). Alle drei Fälle sind im nördlichen Landkreisgebiet aufgetreten. Die Krankheit ist vor allem für Hasen gefährlich, da sie besonders empfänglich für diese bakterielle Erkrankung sind. Darüber hinaus können sich Kaninchen und Nagetiere wie Ratten oder Mäuse, aber auch Wildwiederkäuer und Fleischfresser infizieren. Für Haus- und Nutztiere spiele die Erkrankung eine untergeordnete Rolle, teilt der Landkreis Wolfenbüttel mit. Auch Menschen können sich mit Tularämie anstecken und schwere Krankheitsverläufe erleiden. Veterinäramt und Gesundheitsamt klären über die Krankheit und Schutzmaßnahmen auf.
Um einer Infektion vorzubeugen, sollte der ungeschützte Kontakt zu Wildtieren oder Kadavern von Wildtieren vermieden und Haustiere, insbesondere Hunde, von diesen ferngehalten werden, da auch diese, wenn auch sehr selten und mild, erkranken und die Krankheit auf den Menschen übertragen können. Privatpersonen, die einen verendeten Hasen oder ein Kaninchen auffinden oder Tieren mit mangelndem Fluchtverhalten begegnen, sollten sich an die Revierleitung wenden oder die Veterinärabteilung (05331/846542 oder veterinaeramt@lk-wf.de) informieren – die Tiere aber nicht berühren.
Schutzmaßnahmen vor allem beim Umgang mit Wildtieren
Auch wenn Untersuchungen des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) auf ein geringes Vorkommen der Tularämie in Niedersachsen hindeuten, sollten beim Umgang mit bestimmten Wildtieren dennoch Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, da der Mensch sehr empfänglich für die Erkrankung sei. Besonders gefährdet seien Menschen, die beruflich engen Kontakt zu Wildtieren hätten – zum Beispiel Jäger. Um einer Infektion vorzubeugen, sollte der ungeschützte Kontakt zu auffälligen Wildtieren oder Kadavern von Wildtieren vermieden werden. Es sollten beim Umgang Einmalhandschuhe sowie eine Atemschutzmaske (FFP2/FFP3) getragen werden. Das Fleisch von Hasen und Kaninchen sollte vor dem Verzehr gut durchgegart werden – durch Hitze werde der Erreger zuverlässig abgetötet.
Kontakt von Haustieren zu Wildtieren vermeiden
Da auch Haustiere wie Hunde und Katzen erkranken und die Krankheit somit auch weiter auf den Menschen übertragen können, sollten sie keinen Kontakt zu Feldhasen und Wildkaninchen haben. Hundehaltern wird empfohlen, ihre Hunde an der Leine zu führen, da ein Kontakt mit Kadavern und infizierten Tieren unbedingt zu vermeiden ist.
Auch wurde die Hasenpest aktuell im Landkreis Biberach (BW) nachgewiesen.


