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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Die Regierung von Polen reagiert auf das MKS-Virus
Polen führt Grenzkontrollen mit Deutschland und der Slowakei ein
Polen führt Grenzkontrollen ein. Vorerst zu Deutschland und der Slowakei. Grund dafür ist der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in diesen Ländern. Das Landwirtschaftsministerium versichert, dass das MKS-Virus bisher auf polnischem Gebiet nicht nachgewiesen wurde.
“Wir haben heute gemeinsam mit Minister Siekierski beschlossen, dass wir die Kontrollen an den Grenzen zur Slowakei, aber auch zu Tschechien und Deutschland verstärken. Damit werden Transporte aus Regionen, die von der Maul- und Klauenseuche betroffen sind, nicht nach Polen hinein gelassen.“, sagte Donald Tusk auf einer Pressekonferenz.
Der Premierminister dankte dem Landwirtschaftsminister für die Maßnahmen, die man bereits im Vorfeld der EU in diese Richtung ergriff. „Wir kontrollieren die Grenze, vor allem zur Slowakei, weil dort die Bedrohung am größten ist“, sagte Tusk.
Der slowakische Landwirtschaftsminister Richard Takacz teilte am 21. März mit, dass Untersuchungen das Auftreten von drei Ausbrüchen der Maul- und Klauenseuche in einem landwirtschaftlichen Betrieb im Süden des Landes nahe der Grenze zu Ungarn bestätigt hätten.
Die Maul- und Klauenseuche ist eine hoch ansteckende und für Tiere gefährliche Viruserkrankung. Schafe, Ziegen, Schweine und Rinder sind besonders gefährdet. Im Falle eines Ausbruchs muss man alle Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben keulen. Auch in freier Wildbahn lebende Tiere kann das Virus angreifen.
In Polen gibt es noch keinen Virusvorfall
Für den Menschen ist die Maul- und Klauenseuche ungefährlich. Er kann sich jedoch durch direkten Kontakt mit dem kranken Tier und seinen Ausscheidungen sowie durch den Verzehr von nicht pasteurisierten Produkten infizierter Tiere anstecken.
Auf dem Gebiet Polens gibt es keinen MKS-Virus-Vorfall, versicherte das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung bereits am 29. März. Er verwies darauf, dass intensive Inspektionen der polnischen Behörden und Labortests das Vorhandensein des MKS-Virus auf polnischem Gebiet nicht nachgewiesen hätten.
In Polen stellte man den letzten Fall im Jahr 1971 fest. Die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) hat Polen als MKS-freies Land anerkannt.
Schweiz: Kanton Thurgau sieht sich bei Ausbruch einer Tierseuche gewappnet
Der Kanton Thurgau hat seine Vorkehrungen für den Fall eines Ausbruchs einer hochansteckenden Tierseuche in den vergangenen Jahren intensiviert. Dazu gehören regelmäßige Übungen des Veterinäramtes und des Zivilschutzes sowie neues Material zur Tierseuchenbekämpfung.
Der Kanton Thurgau beschaffte unter anderem mobile tierärztliche Kontrollstellen und Dekontaminationsschleusen, die bei einem Tierseuchenausbruch zum Einsatz kämen. Zudem sei ein neuer Fachstab zur Koordination von Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung eingerichtet worden.
All dies geht aus einer Antwort der Thurgauer Regierung auf eine Anfrage mehrerer SVP-Großratsmitglieder hervor. Darin stellten sie Fragen zum Thema, wie gut der Thurgau auf einen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) vorbereitet ist.
Die Regierung hielt fest, dass der Thurgau im schweizweiten Vergleich sehr gut aufgestellt sei. Sollten künftig MKS-Fälle in der Schweiz auftreten, stünden seitens Bund zudem innerhalb weniger Tage Impfstoffe zur Verfügung. Als vorbeugende Maßnahme gegen die MKS sind Impfstoffe hingegen verboten.
Die Schweiz ist gemäß dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) frei von MKS-Fällen. In der Slowakei und in Ungarn grassiert die Krankheit hingegen.
Österreich schliesst mehrere Grenzübergänge
In Österreich wurden deshalb vorsorglich mehrere Rinderschauen abgesagt, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Zudem sollen 24 Grenzübergange zu Ungarn und zur Slowakei vorläufig gesperrt werden.
Die MKS ist gemäss dem BLV eine der ansteckendsten Krankheiten bei Nutztieren. Ein Ausbruch kann bei Bauernbetrieben erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Denn wenn nur ein Tier erkrankt ist, müssen alle Klauentiere getötet werden. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich.
MKS-Tierseuche: Jägerschaft hat Früherkennungskompetenz
Die Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche in Ungarn und in der Slowakei sind ein Grund zur Besorgnis um die Wildtiere. Jagd Österreich ruft zur erhöhter Wachsamkeit auf.
Wien (OTS) -
Die Maul- und Klauenseuche kann auch Wildtiere wie Rehe, Wildschweine und Rotwild infizieren. Den Jägerinnen und Jägern kommt hierbei eine wichtige Früherkennungskompetenz zu, indem sie im Rahmen der Jagdausübung Wildtiere beobachten und auffälliges Verhalten melden.
„Die Jägerschaft hat flächendeckende Kompetenz, wenn es um die Beobachtung der Wildtiergesundheit geht. Jägerinnen und Jäger erkennen frühzeitig Anzeichen für Erkrankungen und unterstützen selbstverständlich das Gesundheitsministerium und die zuständigen Behörden in der Bekämpfung der Krankheit“, so Franz Mayr Melnhof-Saurau, Präsident von Jagd Österreich.
Wenn Tierseuchen auftreten, die Wildtiere betreffen, ist die Jagd wichtiger Ansprech- und Handlungspartner. So auch beim Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in den angrenzenden Staaten: Gemeinsam mit Behördenvertretern hat sich die Jägerschaft für den Seuchenfall vorbereitet. „Leistungsfähige und im Umgang mit Schwarzwild erfahrene Hunde bringen die notwendige Basis für die Ausbildung zum Seuchensuchhund mit, die ortskundigen Jägerinnen und Jäger unterstützen die zuständigen Behördenkräfte mit ihrer fachlichen Kompetenz in Bezug auf die Aufenthaltsräume von Schwarzwild und dessen Verhalten“, unterstreicht Mayr Melnhof-Saurau die Funktion der Jägerschaft als Kompetenzträger für Wildtiere und deren Lebensraum.
„Die Jägerschaft erfüllt wichtige Funktionen im Wildtier- und Lebensraum-Management für die Gesellschaft. Auch während der Pandemie wurde sie als systemrelevant und damit als unverzichtbarer Leistungsträger für die Land- und Forstwirtschaft und für den Naturschutz deklariert. Die Brut- und Setzzeit erfordert unsere besondere Aufmerksamkeit, in der wir wichtige Monitoringaufgaben wahrnehmen müssen. Daher mahne ich zur Vorsicht jetzt vorschnell mit Jagdverboten zu operieren“, so Mayr Melnhof-Saurau abschließend.
Österreich schließt Grenzen wegen der gefährlichen MKS: Impfung löst Seuchen-Problem nicht
In der Slowakei und in Ungarn müssen derzeit zahlreiche Rinder notgeschlachtet werden. Verantwortlich dafür ist die Maul- und Klauenseuche (MKS), ein gefährliches Virus, das sich seit März verbreitet. Die jüngsten Fälle wurden in Ungarn nahe der österreichischen Grenze gemeldet, woraufhin Österreich insgesamt 24 Grenzübergänge zu Ungarn und der Slowakei geschlossen hat. Eine Einschleppung des Virus soll unbedingt verhindert werden, da auch Impfungen eine Ansteckung nicht vollständig verhindern können.
Der Impfstoff gegen MKS ist zwar verfügbar und kann schnell nachproduziert werden: „Innerhalb von einer Woche bis zu 1,5 Millionen Dosen pro Serotyp“, erklärte der Vizepräsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) … .
Virologe zu MKS: "Österreich braucht jetzt ein bisschen Glück"
Experte Norbert Nowotny erwartet in Ungarn und der Slowakei weitere Fälle. Das Burgenland ruft nach dem Heer, um an den Grenzstationen effizient zu kontrollieren.
Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Ungarn und der Slowakei sorgt auch diesseits der Grenze zunehmend für Nervosität. Am Samstag werden 24 kleinere Grenzübergänge in die beiden Nachbarstaaten geschlossen, doch das reicht aus Sicht des im Burgenland eingerichteten Krisenstabs nicht aus. Für die Kontrollen an den Richtung Burgenland weiter geöffneten Autobahn-Grenzübergängen Kittsee (A6) und Nickelsdorf (A4) werde man einen Assistenzeinsatz des Bundesheers anfordern, hieß es dort am Freitag,
Die Lage sei ernst, sagt auch der Virologe Norbert Nowotny. Zwar bemühten sich Innen-, Gesundheits- und Landwirtschaftsministerium sowie die ausführenden Behörden nach Kräften, ein Einschleppen des Virus in österreichische Ställe zu verhindern, mehrere Verordnungen seien in Kraft. Doch die betroffenen Rinderfarmen in den Nachbarländern befänden sich allesamt in Grenznähe, einer in der Slowakei und einer in Ungarn sogar weniger als zehn Kilometer von Österreich entfernt. Tatsächlich umfassen die dort eingerichteten Überwachungszonen auch niederösterreichisches und burgenländisches Gebiet.
Insgesamt, so Nowotny, erstrecke sich die betroffene Region 70 Kilometer entlang der österreichischen Grenze – und sie könne noch größer werden. Der Experte befürchtet, dass es in Ungarn und der Slowakei in den kommenden Tagen und Wochen zu weiteren Fällen kommt. Ein Hinweis, dass die Lage dort epidemiologisch nicht im Griff ist, sei etwa, dass in der Slowakei am 31. März ein weiterer Ausbruch 50 Kilometer nördlich der davor betroffenen Ställe registriert wurde – drei Wochen nach dem ersten Fall.
Ungeklärt ist, wie das Virus nach Mitteleuropa und hier in die slowakischen und ungarischen Ställe kam. "Mit Ausnahme von zwei Ausbrüchen in Großbritannien hatte es Europa im Großen und Ganzen geschafft, das Virus seit 50 Jahren draußen zu halten", sagt der Virologe. Dann kam es im heurigen Jänner zu Fällen unter Wasserbüffeln in Norddeutschland. Das dortige Virus wurde sequenziert: "Dieser Serotyp ist in der Türkei und dem Mittleren Osten verbreitet"… .
Deutsches Nachbarland kämpft mit drastischen Maßnahmen gegen "gefährlichstes Virus" MKS
Österreich greift auf drastische Maßnahmen zurück, um einen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche im Land zu verhindern. Das Bundesministerium Inneres teilte mit, dass der Grenzverkehr an einigen Übergangsstellen zu Slowakei und Ungarn eingestellt wird.
Aus dem Ministerium heißt es: "Aufgrund der sich in Ungarn und der Slowakei ausbreitenden Maul- und Klauenseuche wurden auch in Österreich – über Ersuchen der Gesundheitsbehörden – Maßnahmen ergriffen." Die vorübergehende Schließung der Grenzübergänge gilt am 5. April. Die Sicherungen und Kontrollen der Grenzübergänge nehmen die jeweiligen Landespolizeidirektionen vor.
Laut dem "Standard" werden zwei Grenzübergänge Richtung Slowakei sowie 21 Grenzstellen Richtung Ungarn geschlossen.
Zur Slowakei bestehen bereits seit Herbst 2023 und zu Ungarn seit Herbst 2015 Grenzkontrollen, schreibt das Bundesministerium Inneres. Seit Ende vergangener Woche werden zusätzlich "im Auftrag der Gesundheitsbehörden polizeiliche Maßnahmen gesetzt". Diese umfassen die Anhaltung und Kontrolle von Fahrzeugen sowie die Überprüfung von notwendigen Dokumenten.
Einfuhrverbot für bestimmte Tiere und Produkte
Zu den weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die Maul- und Klauenseuche gehört unter anderem ein Einfuhrverbot für bestimmte Tiere und Produkte aus Ungarn und der Slowakei. … .
ASP: Fatale Ausbrüche mit zehntausenden gekeulten Schweinen
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich weiter aus. Sowohl in Moldawien als auch in Rumänien sind große Betriebe betroffen. Mehrere zehntausend Schweine mussten gekeult werden.
In den letzten zwei Wochen meldeten Moldawien und Rumänien neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in gewerblichen schweinehaltenden Betrieben.
In Moldawien waren auf einem Betrieb 68.3000 Schweine betroffen, in einem zweiten Bestand waren es 39.400 Tiere. Zwei weitere Ausbrüche betrafen kleine Hinterhofherden. Alle Schweine mussten gekeult werden. Das berichtet Feed Strategy und beruft sich auf die jüngsten Berichte der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH).
Damit steigt die Gesamtzahl der Ausbrüche bei Haustieren in Moldawien seit Anfang Dezember 2024 auf 37. Drei Ausbrüche darunter fanden in landwirtschaftlichen Betrieben statt, alle seit dem 8. März 2025.
Rumänien musste elf weitere Ausbrüche der Tierseuche in Hausschweinebeständen an die WOAH melden. Einer fand auf einem landwirtschaftlichen Betrieb statt, die anderen in Hinterhofhaltungen.
Insgesamt gab es in diesem Jahr bereits 145 Ausbrüche der ASP in Hausschweinebeständen in sieben europäischen Ländern. Die meisten Ausbrüche wurden in Rumänien (88), Moldawien (27) sowie in Serbien und der Ukraine (jeweils 11) registriert… .
MKS-Ausbrüche in Ungarn und Slowakei: FLI mahnt auch in Deutschland zur erhöhten Wachsamkeit
ISN: In Ungarn und der Slowakei wurden in den vergangenen Wochen mehrere Fälle der Maul- und Klauenseuche festgestellt
Vor dem Hintergrund der aktuellen Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche (MKS) bei Rindern in Ungarn und der Slowakei mahnt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auch in Deutschland zu erhöhter Wachsamkeit und strikter Biosicherheit. Zwei Ausbruchsorte liegen grenznah zu Österreich, von einer weiteren Ausbreitung ist laut FLI auszugehen.
In den vergangenen Wochen wurden in Ungarn und der Slowakei mehrere Fälle von Maul- und Klauenseuche (MKS) gemeldet. Seit Anfang März waren bis jetzt in Ungarn zwei Ausbrüche und in der Slowakei fünf Ausbrüche bei Rindern nachwiesen worden. Insgesamt sind mehrere tausend Tiere von der Tierseuche betroffen. Vor diesem Hintergrund ruft das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) dringend dazu auf, auch in Deutschland bei klinisch auffälligen Klauentieren immer auch die MKS labordiagnostisch ausschließen zu lassen.
Erhöhte Wachsamkeit geboten
Das FLI mahnt Tierhalter, betreuende Tierärzte und Amtstierärzte, bei Klauentieren verstärkt auf Symptome wie Fieber, Speicheln, Läsionen im Bereich des Mauls und der Nase, an den Zitzen und Klauen sowie auf Lahmheiten zu achten. Häufig sei es nicht möglich, MKS nur anhand des klinischen Bildes sicher auszuschließen. Gewissheit könne nur eine Ausschlussuntersuchung mittels PCR geben, die an allen Untersuchungseinrichtungen der Länder durchgeführt werden kann.
Verbreitung über größere Distanzen möglich
Das FLI rechnet damit, dass sich die MKS bei dem aktuellen Tierseuchengeschehen weiter ausbreiten wird. Zwei Ausbrüche lägen bereits grenznah zu Österreich, so dass für kleinere Regionen in Österreich bereits Restriktionen und erhöhte Überwachungen angeordnet wurden. Der Eintragsweg sei in allen Fällen bisher unbekannt, die Untersuchungen und Bekämpfungsmaßnahmen dauern an. Eine Einschleppung des MKS-Virus über größere Distanzen sei unter anderem auch durch kontaminierte Lebensmittel möglich, Fälle könnten daher jederzeit auch in vom aktuellen Geschehen weit entfernten Regionen auftreten. Das FLI appelliert dringend an Reisende, keine Rohmilchprodukte und auch keine Produkte, die nicht vollständig durcherhitztes Fleisch enthalten, aus MKS-betroffenen Regionen mitzubringen. Speiseabfälle müssen zudem generell sachgerecht entsorgt werden, sodass Tiere keinen Zugang dazu haben.
Keine weiteren MKS-Fälle in Deutschland
Deutschland unterstützt beide betroffenen Länder mit Impfstoff. Ein Teil des Impfstoffes, der nach dem Ausbruch in Brandenburg im Januar beschafft, aber nicht eingesetzt wurde, wird jetzt in Ungarn und der Slowakei verwendet. Die in Ungarn und der Slowakei festgestellten MKS-Viren sind zwar auch vom selben Serotyp, aber genetisch eindeutig vom im Januar in Brandenburg aufgetretenen Virus zu unterscheiden. In Brandenburg blieb der Ausbruch auf eine einzelne Wasserbüffelherde mit 14 Tieren beschränkt, es kam zu keiner weiteren Ausbreitung.
Informationsreihe: Keine Kompromisse bei der Biosicherheit – Das müssen Schweinehalter beachten!
Auch wenn Ungarn und die Slowakei auf den ersten Blick von Deutschland weit entfernt sind, sind damit trotzdem zwei EU-Staaten betroffen und insbesondere mit Ungarn gibt es einen regen Handelsaustausch. Für Schweinehalter ist daher – wie schon aufgrund der Afrikanischen Schweinepest und des MKS-Ausbruchs in Brandenburg vom Anfang des Jahres – weiterhin höchste Achtsamkeit geboten und eine bedingungslose Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen bleibt nach wie vor essentiell. Welche Maßnahmen zum Schutz der Schweine vor biologischen Gefahren erforderlich sind und wie diese umgesetzt werden können, erläutern die ISN in ihrer Informationsreihe "Keine Kompromisse bei der Biosicherheit ".
Tiermedizin in Leipzig studieren- Traumberuf und Knochenjob
Tierärztin werden: davon haben Svenja Ritter und Carla Meyer schon seit Kindesbeinen geträumt. Und ihnen ist klar: eine Arbeit mit der Garantie auf "work life balance" ist das nicht. Trotzdem ist es ihr Traumberuf. Nur fünf Universitäten und Hochschulen gibt es in Deutschland, die Tiermediziner ausbilden. Leipzig ist mit 150 Studierenden pro Semester eine verhältnismäßig kleine Fakultät. Aber sie ist diejenige, die auf die längste kontinuierliche Geschichte in Deutschland zurückblicken kann. Tierärztin werden - davon haben Svenja Ritter und Carla Meyer schon seit Kindesbeinen geträumt. Svenja hat bei ihrem Großvater erlebt, was es bedeutet, Tierarzt zu sein und ihr ist klar: eine Arbeit mit der Garantie auf "work life balance" ist das nicht. Trotzdem ist es ihr Traumberuf. Carla ist seit Kindesbeinen mit Tieren aufgewachsen. Sie wollte sich, seit sie denken kann, um das Wohl sogenannter "Nutztiere" kümmern. Die Hälfte des Studiums haben die beiden geschafft - jetzt kann gefeiert werden. Ein großes Bergfest steht bevor - eines, für das Leipzigs Fakultät seit Jahrzehnten bekannt ist. Nur fünf Universitäten und Hochschulen gibt es in ganz Deutschland, die Tiermediziner ausbilden. Leipzig ist mit 150 Studierenden pro Semester eine verhältnismäßig kleine Fakultät. Aber sie ist diejenige, die auf die längste kontinuierliche Geschichte in Deutschland zurückblicken kann: Seit 250 Jahren werden in Sachsen Tiermediziner ausgebildet. Alles begann 1774 in Dresden als "Thierarzneyschule". Es gab ein Auf und Ab in der Geschichte. Mehr als einmal war die Existenz der Schule durch Kriege und politische Umwälzungen bedroht. Immer wieder gelang es herausragenden Persönlichkeiten, den Fortbestand der Ausbildung zu sichern - bis heute. Der Dresdner Professor Johannes Schmidt beispielsweise brachte die Fakultät über die schweren Nachkriegsjahre. Ein großer Teil der Gebäude war zerstört. Die Frage stand: Ist ein Neubeginn überhaupt möglich? Schmidt war bereits 75Jahre alt und warf sich mit all seiner Kraft in den Neubeginn und Wiederaufbau. Beides ist ihm gelungen. Heute vereint Leipzig Tradition und Innovation., wobei der Fokus nicht nur auf kleinen Tieren wie Hund - Katze - Maus, sondern auch auf den oft übersehenen Nutztieren, wie Kühen, Schafen, Scheinen und Pferden liegt. Ein Erbe aus DDR-Zeiten, das die Fakultät in die Zukunft trägt. Auch heute ist der Alltag der künftigen Veterinärmediziner hart: zur Arbeit an den Tieren und dem Umgang mit den Besitzern kommt die wissenschaftliche Arbeit mit Konferenzen rund um den Globus dazu. Svenja und Carla haben sich bewusst für Leipzig entschieden. Die Studierenden lieben - neben den Tieren - in Leipzig besonders das Studentenleben. Seit Generationen heißt es, dass in Leipzig nicht nur gut studiert, sondern auch besonders gut gefeiert wird. Im Film erleben wir eine neue Generation von Tierärzten und Tierärztinnen - wir erleben Studium und Studentenleben, wir erfahren von der Geschichte der Ausbildung und davon, wie sich der Umgang mit den Tieren bis hin zum Tierschutz im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.
Einladung zur Online-Fortbildung zum Thema: „Stressarmer Umgang mit Schweinen“
Termin: 15. April 2025 18:00-20:00 Uhr
Hiermit lade ich Sie ein, an unserer Online-Fortbildung (Webinar) „Stressarmer Umgang mit Schweinen“ – gehalten von Herrn Ronald Rongen – LSSE (Low Stress Stockmanship Europe - https://www.stockmanship.eu/deutsch/ ) teilzunehmen.
Als Tierarzt, Genetiker und Verhaltensforscher beschäftigt sich Herr Rongen seit Jahrzehnten damit, wie unsere Nutztiere „so ticken“. „Low Stress Stockmanship“ – also stressarmer Umgang mit Herdentieren – heißt die Methode, nach der er arbeitet und die er in Vorträgen und Schulungen vor allem an Praktiker weitergibt.
In seinem Vortrag zeigt Herr Rongen auf, wie das stressarme Arbeiten mit Schweinen in der Theorie und in der Praxis funktionieren und wie gefährliche Situationen vermieden werden können. Er referiert über die Wahrnehmungsfähigkeiten von Schweinen und deren Auswirkungen auf ihr Verhalten. Zudem ist Inhalt und Ziel des Webinars, wie die gewonnenen Erkenntnisse, unter Berücksichtigung des natürlichen Verhaltens von Schweinen, im Alltag angewendet werden können.
Herr Rongen ist deutschlandweit bekannt durch seine Vorträge und Seminare, beispielsweise beim Netzwerk Fokus Tierwohl oder auch bei diversen Landwirtschaftskammern wie Niedersachsen, NRW oder Schleswig-Holstein.
Die Veranstaltung findet Online statt. Sie können sich unter dem folgenden Link:
https://hessen.webex.com/hessen/j.php?MTID=mbe91c097e98b145823550227ba5166e0 einwählen.
Dennoch bitten wir Sie, aus organisatorischen Gründen – auch für den Fall einer kurzfristigen Änderung der Einwahladresse - um Anmeldung
per E-Mail an: tierschutz@landwirtschaft.hessen.de bis 14. April 2025.
(Dr. Madeleine Martin, Landestierschutzbeauftragte Hessen, D-65189 Wiesbaden, Mainzer Straße 80)
