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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Fragen zur Lage am Milchmarkt
Die Lage am Milchmarkt ist Thema einer Kleinen Anfrage (21/3053) der AfD-Fraktion. Die aktuellen Abschläge bei den Milchpreisen fielen unterschiedlich aus und reichten bis zu sieben Cent pro Kilogramm Milch. Im Gegensatz dazu blieben die Preise für Biomilch vergleichsweise stabil.
Die Abgeordneten erkundigen sich unter anderem danach, was die Bundesregierung über die Rolle des Lebensmitteleinzelhandels bei der Preisbildung am Milchmarkt weiß und welche Eingriffsmöglichkeiten bestehen.
Deutscher Bundestag, Parlamentsnachrichten, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Bio-Bauer darf keine Kühe mehr halten
“Schmerzen und Leid zugefügt”. Ein “Naturland”-Bauer aus dem Landkreis Gießen darf keine Rinder mehr halten
Damit wies das Gericht eine Klage des Bauers gegen eine Schließung durch den Landkreis Gießen zurück. Das Gericht urteilte, die Rinder hätten über Jahre erhebliche Schmerzen, Leiden und Schäden erlebt. Der Bauer war seit Jahren Naturland zertifiziert.
Damit gilt für den Bauern aus dem Landkreis Gießen ein Haltungs- und Betreuungsverbot von Rindern und die Auflage seinen Rinderbestand aufzulösen. Allerdings kann der Landwirt gegen das Urteil noch vor den Verwaltungsgerichtshof ziehen… .
Weitere Untersuchungen zum Ursprung des ASP-Ausbruchs in Spanien
Der Nachweis eines Virus, das dem in der Vergangenheit in Georgien zirkulierenden Virus ähnelt, schließt nicht aus, dass es aus einem Labor stammen könnte.
Das spanische Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung hat eine neue Untersuchung über den Ursprung des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Spanien eingeleitet, nachdem es heute den Bericht des EU-Referenzlabors mit den Ergebnissen der Genomsequenzierung des ASP-Virus erhalten hat.
Es handelt sich um eine ergänzende Untersuchung zu derjenigen, die am 28. November eingeleitet wurde, dem Datum, an dem der ASP-Ausbruch in Cerdanyola del Vallès (Barcelona) festgestellt wurde.
Der Bericht des Forschungszentrums für Tiergesundheit (CISA-INIA) in Valdeolmos (Madrid), dem EU-Referenzlabor, enthält die molekulare Charakterisierung durch Genomsequenzierung des ASP-Virus und vergleicht diese mit den verschiedenen in der gesamten Europäischen Union nachgewiesenen Viren der Afrikanischen Schweinepest.
Alle derzeit in den Mitgliedstaaten zirkulierenden Viren gehören zu den genetischen Gruppen 2–28 und nicht zu der neuen genetischen Gruppe 29, zu der das Virus gehört, das den Ausbruch in der Provinz Barcelona verursacht hat. Diese Gruppe ähnelt der genetischen Gruppe 1, die 2007 in Georgien zirkulierte.
Unter natürlichen Bedingungen verändern Viren ihr Genom in unterschiedlichem Maße, wenn sie sich durch Infektionszyklen in Tieren ausbreiten. Der Nachweis eines Virus, das dem in der Vergangenheit in Georgien zirkulierenden Virus ähnelt, schließt daher nicht aus, dass es aus einer Biocontainment-Einrichtung stammen könnte.
Der Virusstamm „Georgia 2007“ ist ein „Referenzvirus“, das häufig für experimentelle Infektionen in Labors verwendet wird, um Virusstudien durchzuführen oder die Wirksamkeit von Impfstoffen zu bewerten, die sich in der Entwicklungsphase befinden .
Aus dem Bericht lässt sich ableiten, dass die Möglichkeit besteht, dass das Virus nicht von Tieren oder tierischen Erzeugnissen aus einem der Länder stammt, in denen die Infektion derzeit auftritt.
Experimentelle mRNA-Therapie zeigt Potenzial zur Bekämpfung antibiotikaresistenter Infektionen
Forscher der Icahn School of Medicine am Mount Sinai und Mitarbeiter haben erste Erfolge mit einer neuartigen mRNA-basierten Therapie zur Bekämpfung antibiotikaresistenter Bakterien erzielt.
Die in Nature Biotechnology veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass die Therapie in präklinischen Studien an Mäusen und menschlichem Lungengewebe im Labor das Bakterienwachstum verlangsamt, die Aktivität der Immunzellen gestärkt und die Schädigung des Lungengewebes in Modellen für multiresistente Lungenentzündung verringert hat.
Antibiotikaresistente Infektionen stellen eine wachsende globale Bedrohung dar, an der jedes Jahr mehr als 1,2 Millionen Menschen sterben und die zu fast 5 Millionen Todesfällen weltweit beiträgt. Allein in den Vereinigten Staaten treten jährlich mehr als 3 Millionen Infektionen auf, die bis zu 48.000 Todesfälle verursachen und das Gesundheitswesen Milliarden von Dollar kosten. Experten warnen davor, dass die Resistenz bei fast allen wichtigen Bakterienarten zunimmt, wodurch Routineoperationen, Krebsbehandlungen und die Versorgung von Neugeborenen gefährdet sind.
"Unsere Arbeit deutet darauf hin, dass es einen neuen Weg geben könnte, antibiotikaresistente Infektionen durch eine direktere Unterstützung des Immunsystems zu bekämpfen", sagt Xucheng Hou, PhD, einer der Hauptautoren der Studie und Assistenzprofessor für Immunologie und Immuntherapie im Labor von Yizhou Dong, PhD , an der Icahn School of Medicine am Mount Sinai. "Obwohl wir uns noch im Anfangsstadium befinden und diesen Ansatz nur in präklinischen Modellen getestet haben, legen die Ergebnisse eine wichtige Grundlage für künftige Therapien, die die Wirkung herkömmlicher Antibiotika verbessern könnten."… .
Weihnachtsfeier: Was ist erlaubt – und wann droht sogar eine fristlose Kündigung?
Jetzt ist wieder die Zeit der Weihnachtsfeiern. Und was mehr oder weniger solch einer Feier (mit viel Alkohol) zur Folge haben kann, beschäftigte anscheinend wohl schon einige Gerichte.
Weihnachtsfeiern sorgen oft für gute Stimmung – doch jedes Jahr entstehen rund um betriebliche Feiern arbeitsrechtliche Konflikte. Denn auch wenn der Rahmen locker wirkt: Eine betriebliche Weihnachtsfeier ist rechtlich eng mit dem Arbeitsverhältnis verbunden. Entsprechend können Fehltritte hier ernsthafte Folgen haben.
Wann kann es richtig ernst werden?
Gerichte haben in den vergangenen Jahren mehrfach bestätigt, dass grobes Fehlverhalten eine fristlose Kündigung rechtfertigen kann. Was als besonders kritisch gilt, lesen Sie im Beitrag.
ASP in Spanien: Folgen für Binnenmarkt noch unklar
Welche Folgen der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Spanien für den europäischen Markt hat, ist für Marktexperten bislang nicht abzuschätzen.
Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) wies am Mittwoch (3.12.) gegenüber AGRA-Europe darauf hin, dass aktuell nicht einmal bekannt sei, welches regionale Ausmaß der ASP-Ausbruch in Spanien habe. So sei unklar, ob es bei einem lokalen Geschehen bleibe. Hier seien weitere Analysen wichtig.
Zudem werde sich der EU-Schweinemarkt nun neu sortieren, betonte Ulrich Pohlschneider von der ISN. Beispielsweise könnten andere Länder wie Dänemark versuchen, die Lücke im Drittstaatenexport zu schließen, die sich durch den Seuchenfall in Spanien auftue. Weniger zurückhaltend sieht die Prognose der ISN mit Blick auf Produkte wie Schweinepfötchen und -schwänze aus.
In der EU sei diese Ware kaum absetzbar. Mit einer Umleitung der Produkte in den Binnenmarkt sei daher nur in geringem Umfang zu rechnen. Das wiederum bedeute, dass es bei diesen Artikeln zu Wertschöpfungsverlusten in der spanischen Schweinefleischbranche kommen werde.
Dr. Albert Hortmann-Scholten von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen beurteilte es ebenfalls als schwierig, die Auswirkungen des spanischen Seuchengeschehens auf den Binnenmarkt zum jetzigen Zeitpunkt abzuschätzen. In Deutschland gebe es zumindest kurzfristig keinen zusätzlichen Preisdruck, erklärte Hortmann-Scholten am Mittwoch.
Wenig später teilte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) mit, dass der Leitpreis für Schlachtschweine in Deutschland bei 1,60 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht (SG) stehen geblieben ist. In Spanien rutschte die Notierung unterdessen ab. Am Mercolleida soll sie laut Medienberichten um 10 Cent auf nun 1,20 Euro/kg Lebendgewicht (LG) gefallen sein.
Wichtiger Drittstaatenexport
Der Nachweis der ASP bei Barcelona beeinträchtigt den spanischen Drittstaatenexport von Schweinefleisch, auch wenn für den Handel mit China als dem wichtigsten Geschäftspartner außerhalb des Binnenmarktes ein Regionalisierungsabkommen greift. Dadurch dürften große Mengen der bisherigen Ausfuhren in die Volksrepublik, die laut Zahlen des Branchenverbandes Interporc in den ersten acht Monaten dieses Jahres einen mengenmäßigen Umfang von 361.900 Tonnen hatten, weiter geliefert werden. Auch andere Länder, unter anderem Großbritannien, haben einer Regionalisierung des Handels zugestimmt.
Japan, wohin Spanien von Januar bis August 2025 laut Interporc noch insgesamt 120.000 Tonnen Schweinefleisch verkaufte, hat seine Grenzen hingegen geschlossen. Und auch nach Mexiko, in die USA und Kanada sowie nach Südafrika und mehrere südamerikanische Länder wird nicht mehr geliefert.
Der Drittstaatenexport der spanischen Schweinefleischexporteure belief sich laut Zahlen des Landwirtschaftsministeriums in Madrid im Gesamtjahr 2024 und damit vor Einführung der chinesischen Strafzölle auf europäisches Schweinefleisch auf knapp 1,3 Mio. Tonnen; das waren 0,9% mehr als im Jahr davor. Die Ausfuhren in EU-Staaten verringerten sich zeitgleich um 3,2% auf 1,5 Mio. Tonnen.
Neun bestätigte Fälle
Die ASP war Ende November in Katalonien bei Wildschweinen nachgewiesen worden. Bestätigt sind bisher neun Fälle, alle in einem Radius von 20 Kilometer. Laut der spanischen Tageszeitung „El País“ sollen dort inzwischen aber deutlich mehr tote Wildschweinkadaver gefunden worden sein. Die Befallsregion liegt in einem wichtigen Gebiet für Schweinehaltung in Spanien. Gemäß Interporc stammten in den ersten acht Monaten dieses Jahres etwas mehr als die Hälfte der spanischen Schweinefleischexporte aus Katalonien.
In dem unmittelbar betroffenen Gebiet wurde eine Sperrzone im Umkreis von 20 Kilometer rund um die Fundorte eingerichtet. Zu den weiteren Schutzmaßnahmen gehört eine Suchaktion, an der auch militärische Kräfte beteiligt sind.
Grüne starten neuen Anlauf für Nutzhanfliberalisierung
Die Grünen im Bundestag wollen Erleichterungen beim Anbau von Nutzhanf erneut auf die Tagesordnung bringen.
Ein von der Fraktion erarbeiteter Gesetzentwurf sieht neben dem Streichen der sogenannten Missbrauchsklausel auch vor, den Anbau von Nutzhanf in Gewächshäusern zu erlauben und den Grenzwert für den Gehalt des berauschenden THC von 0,3 auf 1% zu erhöhen. „Hanf ist eine enorm robuste und vielfältige Nutzpflanze. Der Anbau stärkt den Boden und gelingt ohne Pestizide“, kommentierte der Grünen-Politiker Karl Bär gegenüber AGRA Europe.
Dass der Nutzhanfanbau in Deutschland bislang noch eine Nische ist, räumt Bär ein. Allerdings sei dies vor allem mit rechtlichen Hürden und Unsicherheiten begründet. „Mit unserem Gesetzesentwurf bauen wir Bürokratie ab und stärken eine lokale und ökologisch vorteilhafte Wertschöpfungskette“, so der Grünen-Politiker.
Die Missbrauchsklausel aus dem Konsumcannabisgesetz zu streichen ist eine etablierte Forderung aus der Nutzhanfbranche. Die Regelung schreibt vor, dass der Nutzhanfanbau nur zulässig ist, wenn ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen werden kann. Zwar halten Fachleute einen solchen Missbrauch in einzelnen Fällen theoretisch für möglich, angesichts des unverhältnismäßigen Aufwands gilt dies allerdings als unplausibel. Einen Versuch, die geltenden Vorschriften zu lockern, unternahm zuletzt die Ampelkoalition. Das Vorhaben fiel jedoch dem vorzeitigen Regierungsbruch zum Opfer.
Bundesregierung noch uneins
Ob das Projekt nun unter der schwarz-roten Koalition weiterverfolgt wird, ist derzeit noch unklar. Dem Vernehmen nach gibt es insbesondere im Lager der Union große Vorbehalte gegenüber Deregulierungen im Konsumcannabisgesetz. Zwar hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer den Bürokratieabbau zur Chefsache erklärt, doch zumindest beim Thema Nutzhanf scheinen sich die Ambitionen, überflüssige Regelungen abzuschaffen, in engen Grenzen zu halten. Auf Anfrage von AGRA Europe erklärte zuletzt ein Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMLEH), dass die Meinungsbildung innerhalb der Bundesregierung zum Thema Nutzhanf „noch nicht abgeschlossen“ sei.
Hanfanbau ist noch Nische
In Deutschland fristet der Anbau von Nutzhanf aktuell noch ein Nischendasein. Laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) schrumpfte die Anbaufläche 2024 im Vergleich zum Vorjahr sogar um etwa ein Viertel auf nun knapp 5.300 Hektar. Gleichzeitig bescheinigte eine im Frühjahr vorgelegte Analyse der Rentenbank Nutzhanf ein „erheblichen Potenzial“ in der Bioökonomie. Auch in diesem Papier wurden regulatorische Hürden als Faktor identifiziert, die den Anbau bislang unattraktiv machen.
Auf Zustimmung stößt daher der Gesetzentwurf der Grünen beim Branchenverband Nutzhanf-Netzwerk. Nur wenn die Missbrauchsklausel falle, könne Nutzhanf rechtlich als das behandelt werden, was er eigentlich sei, „ein vielseitiger landwirtschaftlicher Rohstoff ohne Rauschwirkung“, betonte der Verbandsvorsitzende Heinrich Rennebaum.
„Wir hoffen, dass insbesondere die Union bereit ist, hier über ihren Schatten zu springen und den Vorstoß konstruktiv zu begleiten“, erklärte er. Begrüßt wurde vom Verband zudem die Forderung nach einer Anhebung der THC-Grenzwerte. Ohne diese Anpassung drohten ansonsten neue Unsicherheiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Butterpreis für Milchbauern ruinös - Was kommt beim Bauer an?
Kunden dürften sich über die sinkenden Butterpreise bei Discountern und Supermärkten freuen, in der Landwirtschaft fallen die Reaktionen hingegen deutlich negativ aus.
«Für uns Milchviehhalter bedeuten solche Preise ein wirtschaftliches Desaster», sagte der Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter, Hans Foldenauer.
Butter ist so günstig wie lange nicht. Die Handelsketten reduzierten die Preise am Wochenende erneut. Ein 250-Gramm-Stück Deutscher Markenbutter der Eigenmarken ist nun für 99 Cent zu haben. Der Butterpreis hat sich damit innerhalb eines Jahres mehr als halbiert.
Der Grund dafür: Milch ist auf dem Weltmarkt günstiger geworden. Bei den Molkereien wurde zuletzt mehr Milch angeliefert als im Vorjahreszeitraum, und der Fettgehalt ist gestiegen. Für die Herstellung eines Päckchens werden rund 5 Kilogramm Rohmilch benötigt. Je mehr Fett die Milch enthält, desto weniger Milch wird dafür gebraucht.
Auszahlungspreis zuletzt auf unter 50 Cent pro Kilo gesunken
Der Milcherzeugerpreis wird von den Molkereien anhand verschiedener Kriterien wie Marktlage, Milchmengen und Fettgehalt festgelegt. In der ersten Jahreshälfte 2025 lag der im Bundesdurchschnitt an die Landwirte ausgezahlte Preis laut Foldenauer bei rund 53 Cent pro Kilo Rohmilch.
Die Produktionskosten lagen im Juli bei 53,53 Cent pro Kilo und hätten damit «gerade so abgedeckt» werden können. Seit dem Sommer sind die Erzeugerpreise laut Verband jedoch gefallen - auf zuletzt durchschnittlich 46 Cent.
Der Discounter Lidl erklärte am Wochenende im Zuge der Preissenkung, man verzichte bewusst auf Marge, «um durch eine höhere Absatzmenge die Milchbauern zu unterstützen».
Foldenauer reagierte darauf folgendermaßen: «Was hilft uns Milchviehhaltern eine höhere Absatzmenge, wenn wir mit jedem Kilogramm Absatz Verluste einfahren?» Der Lebensmitteleinzelhandel könne die niedrigen Butterpreise nur anbieten, weil die Molkereiunternehmen so günstig lieferten - und ihre Preiszugeständnisse «ohne eigenes wirtschaftliches Risiko» direkt an die Landwirte weiterreichten.
Bauernverband spricht von beispiellosem Preiskampf
Foldenauer reagierte darauf folgendermaßen: «Was hilft uns Milchviehhaltern eine höhere Absatzmenge, wenn wir mit jedem Kilogramm Absatz Verluste einfahren?» Der Lebensmitteleinzelhandel könne die niedrigen Butterpreise nur anbieten, weil die Molkereiunternehmen so günstig lieferten - und ihre Preiszugeständnisse «ohne eigenes wirtschaftliches Risiko» direkt an die Landwirte weiterreichten.
Der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, Karsten Schmal, sprach von einem «beispiellosen Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel». Der angekündigte Margenverzicht reicht aus seiner Sicht nicht aus. Entscheidend für die Bauern sei ein spürbarer, positiver Effekt bei der Entwicklung des Milcherzeugerpreises.
FAO-Agrarpreisindex: Nur die Getreidepreise steigen
Die Weltmarktpreise für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse sind im November den dritten Monat in Folge gefallen. Der von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) berechnete Gesamtpreisindex lag bei 125,1 Punkten und damit 1,2% unter dem revidierten Oktober-Wert.
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Grüne ändern ihren Kurs zu Homöopathie auf Parteitag in Hannover
Auf ihrem Parteitag haben die Grünen der Homöopathie eine klare Absage erteilt – gegen den Trend, gegen alle alte Sympathien und zugunsten der Wissenschaft.
Die Kostenerstattung für homöopathische Präparate suggeriere eine Wirksamkeit der Mittel und führe Patienten in die Irre, so der nun beschlossene Antrag der Grünen. Mit dem Beschluss ändern die Grünen ihren Kurs
»Die Solidargemeinschaft soll nicht für Therapien aufkommen, deren Wirksamkeit über den Placeboeffekt hinaus wissenschaftlich nicht belegt ist«, heißt es in dem verabschiedeten Antrag aus Berlin. Die Kostenerstattung suggeriere eine Wirksamkeit homöopathischer Mittel und führe Patienten in die Irre, so der nun beschlossene Antrag. Anders betrachten die Grünen pflanzliche Arzneimittel, hier gebe es vielfach Belege für die Wirksamkeit. Kassen können Homöopathie als Teil ihres Leistungskatalogs anbieten.
Gesundheit sei kein Glaubenssystem, sondern eine Frage von Evidenz und Verantwortung… .
