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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Weihnachtliche Lichtverschmutzung stresst Tiere
(AVA: Sorry, klingt wie "1. April")
Adventszeit, Lichterzeit: Hellleuchtende und womöglich auch blinkende Weihnachtsdekoration an Häusern kann Experten zufolge Tieren schaden. Empfehlenswert sei eine dezente Beleuchtung statt unnötiger Lichtverschmutzung. Manche Nachtfalter wie Frostspanner, Eulenfalter und Windenschwärmer etwa seien auch an milderen Wintertagen unterwegs, sagt Sabine Frank, Koordinatorin für den Sternenpark Rhön beim Landkreis Fulda.
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Nach Streeck-Äußerung: Altersmediziner gegen Diskriminierung
Darf das kalendarische Lebensalter allein über medizinische Entscheidungen bestimmen, wie es Streek, (CDU MdB für Bonn, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht und Drogen, Prof. und Direktor des Instituts für Virologie), fordert
Ausgelöst durch Äußerungen von Hendrik Streeck fordert die DGG eine faire Debatte über die Medizin im Alter. Pauschale Therapieeinschränkungen für Hochbetagte lehnt DGG-Präsident Denkinger ab.
Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) warnt vor pauschalen Überlegungen, hochbetagten Menschen bestimmte – auch teure – Therapien vorzuenthalten. „Das kalendarische Lebensalter allein darf niemals über medizinische Entscheidungen bestimmen“, betont Professor Michael Denkinger, Präsident der DGG. Die durch die Äußerungen des Drogenbeauftragten der Bundesregierung – Professor Hendrik Streeck – angestoßene Debatte verdeutliche die Notwendigkeit, die Rolle der Altersmedizin in Deutschland zu stärken.
„Die Geriatrie ist die Schlüsseldisziplin für eine angemessene medizinische Versorgung alternder Gesellschaften“, unterstreicht Denkinger für den gesamten DGG-Vorstand die Bedeutung der Altersmedizin…. .
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Altersgrenze für teure Medikamente? Streeck will Umdenken bei Versorgung Älterer
Mit einer Aussage zu teuren Medikamenten für sehr alte Menschen hat der Drogenbeauftragte Streeck für Wirbel gesorgt. Die Bundesregierung distanziert sich. Nun legt der Gesundheitspolitiker nach. Es gehe darum, wie man Menschen in ihren letzten Lebensphasen verantwortungsvoll begleite, statt sie aus falschen Anreizen überzuversorgen… . Hier der Beitrag
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AVA-Kommentar:
Auch wenn dieses Thema (wieder mal) von einem Humanmediziner (Virologen) angestoßen wird, können wir TÄ auch dazu Stellung nehmen. In persönlichen Gesprächen mit einzelnen Humanmedizinern, konnte ich sowohl Zustimmung als auch Kritiken hören (Kritik bei fast allen Nichtmedizinern/Laien).
Wie denken Sie darüber?
Schreiben Sie uns gerne Ihren Kommentar (info@ava1.de). Wir würden uns darüber freuen.
Landwirtin statt Tierärztin: Jasmina Neumanns mutiger Karrierewechsel
Jasmina Neumann, ehemals Tiermedizin-Studentin, wagte 2021 den Sprung in die Landwirtschaft. Heute ist sie ausgebildete Landwirtin und studiert Agrarmanagement. Im Interview spricht sie über ihren mutigen Karrierewechsel, die Herausforderungen für Frauen in einem traditionell männlich dominierten Berufsfeld und was sie aus ihrer Ausbildung in der Tiermedizin in den Alltag als Landwirtin mitnehmen konnte.
Sie war einst Studentin der Tiermedizin, bis sie sich mit Mitte 20 für den Weg in die Landwirtschaft entschied. 2023 schloss Jasmina Neumann (27) ihre Ausbildung zur Landwirtin ab und begann im selben Jahr noch ihr berufsbegleitendes Studium des Agrarmanagements. Auch heute ist sie in ihrem Ausbildungsbetrieb noch tätig. Nebenbei arbeitet Neumann als Assistentin der Geschäftsführung beim Landjugendverband Sachsen-Anhalt e. V.
Mit der Bauernzeitung hat sie über ihre Entscheidung für die Landwirtschaft gesprochen, wie ihre tiermedizinischen Kenntnisse auf dem Hof helfen können und wo sie sich als Frau in einer Männerdomäne durchsetzen musste… .
Alois Rainer: Landwirtschaft in Krisenszenarien mit einbeziehen
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) fordert, die Landwirtschaft in Sicherheitsübungen einzubeziehen.
«Für mich ist Lebensmittelerzeugung definitiv eine kritische Infrastruktur, die es zu schützen gilt», sagte Rainer der «Bild am Sonntag». Es sei richtig, dass die Bundeswehr etwa für den Fall eines Anschlags auf die Berliner U-Bahn übe.
«Aber wir dürfen eins nicht vergessen: Wenn die Urproduktion, die Landwirtschaft, nicht mehr funktioniert, wenn wir nicht mehr genügend Futtermittel haben, wenn das Wasser für die Tiere nicht mehr vorhanden ist, dann hätten wir ein größeres Problem», sagte Rainer. «Unsere Ernährung würde ausfallen. Deshalb muss die Landwirtschaft definitiv bei den Sicherheitsübungen mitgedacht werden.»
Die Milchmenge soll reduziert werden
Das European Milk Board (EMB) fordert die umgehende Aktivierung des freiwilligen Lieferverzichts auf EU-Ebene. Wie der Verband am Freitag (21.11.) nach seiner Mitgliederversammlung mitteilte, sei jetzt der Moment, an dem die EU handeln müsse, um ein weiteres Absinken des Milchpreises zu verhindern.
Die sich aktuell zuspitzende Lage auf dem Milchmarkt würde viele Betriebe in eine wirtschaftlich existenzbedrohende Situation bringen.
Außerdem unterstrich das EMB seine Position zu der geplanten Reform der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO). Dem Verband zufolge können nur wirksame und verpflichtende Verträge die Position der Erzeuger in der Lieferkette stärken. Dazu gehört für das EMB ein Verbot der Bezahlung unter Produktionskosten sowie die verpflichtende Aufnahme der Liefermenge in die Verträge. Explizit betont wird, dass die Regeln auch für Genossenschaften gelten müssten.
In der EU ist die Rohmilchproduktion in den letzten zehn Jahren relativ stetig gewachsen. Die Europäische Statistikbehörde (Eurostat) meldete jüngst eine Produktionsmenge von 161,8 Millionen Tonnen für das Jahr 2024. Das entsprach einem Anstieg von 0,9 Millionen Tonnen gegenüber 2023 und einem Anstieg von 12,1 Millionen Tonnen gegenüber 2014.
Bundeshaushalt 2026: 7 Milliarden für das Agrarressort
Der Agrarhaushalt 2026 ist unter Dach und Fach. Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen von Union und SPD hat der Bundestag am Donnerstagabend (27.11.) den Einzelplan 10 angenommen.
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Gefahr durch Masern steigt weltweit
Das Masernvirus, ein RNA-Virus aus der Familie der Paramyxoviren, Gattung Morbillivirus, ist hochansteckend und verbreitet sich daher sehr schnell unter Ungeimpften.
Die Zahl der Todesfälle durch Masern ist stark zurückgegangen, aber das ist kein Zeichen der Entspannung. Zuletzt meldeten 59 Länder Ausbrüche. In Deutschland schwankt die Fallzahl sehr.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet eine Ausbreitung der hochansteckenden und in seltenen Fällen tödlichen Masern. »Für große Teile der Welt läuten die Alarmglocken«, sagte Kate O'Brien, Direktorin der WHO-Impfabteilung. Der aktuelle Bericht zeigt laut WHO, dass das Tempo beim Kampf gegen Masern und Röteln trotz aller Erfolge zu niedrig ist. »Die Zahl der Toten und der Fälle ist immer noch inakzeptabel hoch«, sagte WHO-Expertin Diana Chang Blanc.
Ein großes Problem sei Desinformation im Netz, die zu Impfskepsis führe. Dies sei zwar schon lange zu beobachten, aber das Ausmaß sei neu, hieß es. Mit Sorge beobachtet die WHO auch die Auswirkungen schrumpfender Hilfsgelder für Impfkampagnen. Die Entwicklung sei umso bedauerlicher, da die seit Jahrzehnten bewährte Impfung Epidemien gut verhindern könne.
Jüngst hatte Kanada seinen Status als masernfreies Land durch einen großen Ausbruch mit 5000 dokumentierten Fällen verloren. Auch die USA kämpfen gegen eine Masern-Epidemie. Rund 1700 Fälle wurden bislang dokumentiert, drei Menschen starben. »Tatsächlich ist in verschiedenen Teilen der USA ein Rückschritt bei den Impfungen zu verzeichnen«, sagte O'Brien. 2024 hatte es laut WHO in 59 Ländern Ausbrüche gegeben… .
Warum die Masern so ansteckend sind und wo die Risiken einer Erkrankung liegen, lesen Sie hier ausführlicher.
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Mit unserer QS-App News & Tools bleiben Systempartner aus den Bereich Landwirtschaft und Erzeugung immer up-to-date zu allen Neuerungen im QS-System und können die App auch dafür nutzen, ihre QS-Eigenkontrollchecklisten bequem und effizient über ihr Smartphone, Laptop oder Tablet während ihres Stall- oder Betriebsrundgangs abzurufen und zu bearbeiten.
Zusätzlich ermöglicht die App QS-News & Tools Tierhaltern und Erzeugern, vollständig ausgefüllte Checklisten direkt an ihre Zertifizierungsstelle zu übermitteln und für ein bevorstehendes Audit freizugeben. So kann die Zertifizierungsstelle die Eigenkontrollchecklisten bereits im Vorfeld einsehen – ein praktischer Vorteil, der Zeit während des Audits spart.
Alle Vorteile:
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- QS-Eigenkontrollchecklisten können in der App News & Tools direkt beim Stall- bzw. Betriebsrundgang bearbeitet und an die Zertifizierungsstelle weitergeleitet werden
- Deutliche Zeitersparnis im Audit vor Ort
- Für die Anmeldung können die identischen Zugangsdaten wie für die QS-Datenbank genutzt werden
Felis catus:Der wahre Ursprung der Hauskatze
Irgendwie haben sie es geschafft: Überall auf der ganzen Welt gibt es Katzen. Derzeit dürften bis zu einer Milliarde existieren, verwilderte Tiere eingeschlossen.
Die Wege der Hauskatze sind unergründlich. Fast jedenfalls. Wann kamen die Stubentiger tatsächlich nach Europa? Darauf haben Archäogenetiker eine neue Antwort.
Ganz durchschaut haben Menschen ihre Katzen noch immer nicht, aber immerhin konnten Archäogenetiker jetzt den Haustieren ein weiteres ihrer Geheimnisse abringen. Wie die Fachleute in »Science« berichten, kam die Hauskatze (Felis catus) anders als bislang angenommen nicht mit den ersten Bauern beginnend vor circa 9500 Jahren aus der Levante über Anatolien nach Europa, sondern erst sehr viel später: vor ungefähr 2000 Jahren. Zudem ergaben die Genanalysen des Teams um Marco de Martino und Claudio Ottoni von der Universität Tor Vergata in Rom, dass die Hauskatze wahrscheinlich nicht auf jene Afrikanische Wildkatze (Felis lybica lybica) zurückgeht, die in der Küstenregion des östlichen Mittelmeergebiets (Levante) beheimatet war. Vielmehr hat sie ihren Ursprung in Exemplaren dieser Spezies aus Nordafrika. Folglich bildete sich die Hauskatze womöglich in Ägypten oder auch in Karthago heraus. Im Schlepptau der Römer gelangte sie schließlich in die gesamte Alte Welt.
Bislang ließ sich die Herkunft der heutigen Katze nur in Grundzügen bestimmen… .
Spanien meldet zwei ASP-Fälle bei Wildschweinen
Das spanische Landwirtschaftsministerium hat heute zwei ASP-Fälle bei Wildschweinen in der Nähe von Barcelona bekanntgegeben.
Die Auswirkungen des ASP-Ausbruchs bleiben angesichts des erst vor 2 Wochen abgeschlossenen Regionalisierungsabkommens zwischen Spanien und China abzuwarten.
Zwei Wildschweine ASP-positiv getestet
Spanien hat am heutigen Freitag die ersten beiden Fälle von Afrikanischer Schweinepest seit 1994 bekanntgegeben. Die offiziellen Veterinärdienste von Catalunya haben über den Fund von zwei Wildschweinen in Bellaterra (in der Nähe von Barcelona) informiert, die positiv auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) getestet wurden. Die beiden Wildschweine waren am 26. November tot aufgefunden worden. Die positiven Untersuchungsergebnisse wurden vom Zentralen Veterinärlabor von Algete (Madrid) bestätigt.
Das spanische Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung Spanien hat den Ausbruch entsprechend den Regelungen an die EU und die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) gemeldet.
Notfallmaßnahmen wurden aktiviert
Die spanischen Behörden haben die Notfallmaßnahmen gemäß dem EU-Recht in dem betroffenen Gebiet aktiviert. Schweinehaltende Betriebe wurden aufgefordert, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu prüfen und zu verschärfen.
Die Infektionsquelle zu diesem Ausbruch ist bislang noch nicht bekannt und wird weiter recherchiert.
Regionalisierungsabkommen mit China
Erst vor zwei Wochen war gemeldet worden, dass Spanien und China ein gegenseitiges Regionalisierungsabkommen für den Schweinefleischexport im Fall des Auftretens von ASP abgeschlossen haben. Damit akzeptieren Spanien und China die Zoneneinteilungen des jeweils anderen Landes. Im Fall eines ASP-Ausbruchs werden demnach die Schweinefleischexporte nicht landesweit, sondern nur aus dem betroffenen Gebiet gesperrt.
Die Auswirkungen des ASP-Ausbruchs auf den europäischen Schweinefleischmarkt bleiben daher zunächst einmal abzuwarten.
