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von der AVA und aus der Branche
Kostenloses Webinar: Smarte Tränke für gesunde Kühe
Wasser und Milchkühe – Ungenutzte Potenziale für Tierwohl und Ertrag
Termin: Donnerstag, 27. November; Uhrzeit & Technik: 20.00 – 22.00 Uhr; Zoom
Kostenloses Webinar: Smarte Tränke für gesunde Kühe
Milchkühe brauchen Wasser – aber wie viel, wie oft und mit welcher Technik? Unser Webinar »Wasser und Milchkühe – ungenutzte Potenziale für Tierwohl und Ertrag« zeigt, wie Sie mit durchdachtem Management und smarter Tränketechnik das volle Potenzial Ihrer Herde hinsichtlich Gesundheit und Leistungsfähigkeit ausschöpfen. Erfahren Sie von unserem Experten, wie die Wasserversorgung zur Milchleistung beiträgt, welche Systeme sich in der Praxis bewährt haben und wie Beratung und Betrieb gemeinsam neue Wege gehen können.
Wasser und Milchkühe – Ungenutzte Potenziale für Tierwohl und Ertrag
Termin: Donnerstag, 27. November
Uhrzeit & Technik: 20.00 – 22.00 Uhr; Zoom
Moderation: Dr. Christian Baumgartner
Referent: Dr. Marco Horn, Landeslandwirtschaftskammer Niederösterreich
Nutzen Sie die Möglichkeit und stellen Sie Ihre Fragen direkt an unsere Experten und Fachberater!
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Entwicklung der Teilnehmerzahlen bei Ansitzdrückjagden
Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen im Bereich der Liegenschaften der Bundesforstbetriebe bei sogenannten Ansitzdrückjagden - bei denen ein oder mehrere Jäger das Wild schießen, und bei der im Gegensatz zur Bewegungsjagden dem Schützen die Tiere nicht von Treibern oder Hunden zugetrieben werden - ist Thema einer Kleinen Anfrage (21/2744) der AfD-Fraktion.
Die Fragesteller halten es in diesem Zusammenhang für wichtig, die genannten kritischen Aspekte, die insbesondere mit größeren Ansitzdrückjagden verbunden sein könnten, näher zu hinterfragen und zu analysieren.
Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung unter anderem wissen, wie sich die Teilnehmerzahlen bei gemeinschaftlichen Ansitzdrückjagden in den letzten 20 Jahren im Bereich der Liegenschaften der Bundesforstbetriebe entwickelt haben, und ob es bei der Vermarktung von Wildbret, das im Rahmen von Ansitzdrückjagden erlegt wurde, im Vergleich zu dem im Rahmen von Einzelansitzen erlegten Wild in den letzten zehn Jahren zu einer geringeren Nachfrage oder zu Preisabschlägen gekommen ist.
Deutscher Bundestag, Parlamentsnachrichten, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
BTK kritisiert Lockerung der „Blutregel“ im internationalen Pferdesport
Ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz befürchtet
Die Bundestierärztekammer (BTK) findet die auf der Generalversammlung des Weltreiterverbandes (Fédération Equestre Internationale – FEI) am 7. November beschlos-sene Lockerung der sogenannten „Blutregel“ im internationalen Pferdesport äußerst besorg-niserregend. Künftig sollen Pferde trotz sichtbarer Blutspuren zum Start zugelassen werden können, sofern eine tierärztliche Kontrolle vor Ort keine Beeinträchtigung feststellt. „Das Wohl des Pferdes muss immer oberste Priorität haben. Eine Regeländerung, die Blut am Pferd toleriert, sendet das völlig falsche Signal. Diese Entscheidung stellt einen klaren Verstoß gegen das deutsche Tierschutzgesetz dar“, sagt BTK-Präsident Ltd. Dr. Holger Vogel.
Bislang galt die eindeutige Regel: Sobald Blut am Pferd sichtbar ist, erfolgt die Disqualifikation. „Sichtbare Blutspuren im Einwirkungsbereich des Reiters sind immer ein Hinweis darauf, dass ein Pferd Schmerzen oder Verletzungen erlitten hat – und dürfen daher niemals toleriert wer-den“, betont Dr. Vogel. Die bisherige Regelung diente nicht nur dem unmittelbaren Schutz der Pferde, sondern auch der Wahrung des Vertrauens der Öffentlichkeit in einen fairen und tier-schutzgerechten Pferdesport. Die BTK appelliert daher eindringlich an alle Turniertierärzt:in-nen, Pferden mit Blutspuren im Bereich von Maul, Flanken oder Sporen die Starterlaubnis zu verweigern. Das ist unerlässlich, um glaubwürdigen Tierschutz im Turniersport zu gewährleis-ten. Darüber hinaus fordert die BTK, dass auf allen Turnieren die ständige Anwesenheit ei-nes/einer Turniertierarztes/Turniertierärztin verpflichtend sein muss. Nur wenn Tierärzt:innen dauerhaft vor Ort sind, können Tierschutzverstöße erkannt, geahndet und ein tierschutzge-rechter Umgang sichergestellt werden. Eine bloße Rufbereitschaft wird dieser Verantwortung nicht gerecht.
Die BTK begrüßt ausdrücklich, dass auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) die Lo-ckerung der Blutregel ablehnt. Das ist ein wichtiges Signal für den Tierschutz. Auch wenn die FEI darauf verweist, dass künftig Verwarnungen öffentlich dokumentiert und Sperren bei wie-derholten Verstößen möglich seien, hält die BTK diese Maßnahmen nicht für ausreichend. Entscheidend ist, dass Pferde mit frischem Blut im Einwirkungsbereich oder einer Verletzung im deutschen Pferdesport weiterhin konsequent disqualifiziert werden.
Die Bundestierärztekammer ist eine Arbeitsgemeinschaft der 17 Landes-/Tierärztekammern in Deutschland. Sie vertritt die Belange aller rund 45.000 Tierärzt:innen, Praktiker:innen, Amtsveterinär:innen, Wissenschaftler:innen und Tierärzt:innen in anderen Berufszweigen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit auf Bundes- und EU-Ebene.
BTK P r e s s e i n f o r m a t i o n Nr. 10/2025 vom 20. November 2025
Bakteriophagen: Trainierte Viren sind bessere Bakterienkiller
Bootcamp für freundliche Killerviren: Nach 30 Tagen »Training« töten Phagen eine größere Bandbreite gefährlicher Krankenhauskeime. Das weckt neue Hoffnung im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen.
Bakteriophagen sind Viren, die Bakterien angreifen. Allerdings nur ganz bestimmte Abstammungslinien von ihnen – bisher ein erhebliches Problem
Seit Jahrzehnten gelten Viren, die Bakterien töten, als hoffnungsvoller Ersatz für die immer häufiger unwirksamen Antibiotika. Die Bakteriophagen genannten Mikrobenkiller erlegen auch solche Bakterien, die gegen fast alle Wirkstoffe resistent sind, insbesondere die berüchtigten Krankenhauskeime. Der Nachteil bisher: Man muss zu jeder Infektion mühevoll das passende Virus auftreiben. Doch das könnte sich nun ändern.
Die Bakteriophagen lassen sich nämlich »trainieren«, eine größere Bandbreite von Bakterienlinien anzugreifen, wie ein Team um David T. Pride von der University of California in San Diego zeigt. In den jetzt in der Fachzeitschrift »Nature Communications« beschriebenen Versuchen griffen die beiden untersuchten Phagen nach dem Training bis zu 60 Prozent der in der Studie verwendeten Bakterienstämme an. Vor dem Training waren es lediglich 27 und 42 Prozent. Zusätzlich erwiesen sich die trainierten Phagen als effektiver gegen ihre Zielbakterien.
Niedersachsens Schweinehalter brauchen Zukunft - Arbeitskreis Sauenhaltung und Veredlungsausschuss sieht Politik am Zug
Bei der gemeinsamen Sitzung des Arbeitskreises Sauenhaltung und des Veredlungsausschusses wurde deutlich, wie sehr die Betriebe unter Druck stehen. Landvolk-Vizepräsident und Vorsitzender des Veredlungsausschusses, Jörn Ehlers, fasste es so zusammen: „Tierhaltung war Thema des Jahres beim Landvolk.“
Aus Sicht des Landvolks war 2025 ein Jahr, in dem sich alles um die Zukunft der Tierhaltung drehte. Bei der gemeinsamen Sitzung des Arbeitskreises Sauenhaltung und des Veredlungsausschusses wurde deutlich, wie sehr die Betriebe unter Druck stehen. Landvolk-Vizepräsident und Vorsitzender des Veredlungsausschusses, Jörn Ehlers, fasste es so zusammen: „Tierhaltung war Thema des Jahres beim Landvolk.“
Eine vorangegangene Umfrage, „tierischGUT aus Niedersachsen“, hatte bereits gezeigt, wo es hakt. Mit einem parlamentarischen Abend Ende September in Brüssel, zu dem das Landvolk EU-Parlamentarier sowie den vor- und nachgelagerten Bereich eingeladen hatte, wurde die Thematik auf die EU-Ebene getragen. Dort wurde klar: Die Herausforderungen hören nicht an der Landes- oder Bundesgrenze auf. „In der EU kämpfen die Tierhalter mit denselben Problemen wie wir: Bürokratie und die Preisproblematik durch Importe“, erklärte Ehlers. Hinzu kommt, dass in vielen Mitgliedstaaten – wie in Niedersachsen – unklare Perspektiven, fehlende Förderung und mangelnde Baugenehmigungen jede Investition ausbremsen.
Auch Gelder aus der GAP bleiben für die Tierhaltung ein heikles Thema. „Zusätzlich spüren die Betriebe indirekt die Auswirkungen der chinesischen Zölle auf europäische Schweinefleischimporte“, erklärte Ehlers, der auch den DBV bei der COPA/Cocega – dem europäischen Bauern- und Genossenschaftsverband – in der Arbeitsgruppe Schwein vertritt. Zudem stehen die Standards im Deckzentrum und in der Abferkelung auf dem Prüfstand. Niedersachsen hat Vorschläge ins COPA/Cocega-Positionspapier eingebracht. Insgesamt treffen diese Änderungen auch Länder, die gerade erst umgebaut haben – darunter viele in Osteuropa.
Große Sorge bereitet weiterhin die Afrikanische Schweinepest (ASP). Dr. Wiebke Scheer, Veterinärin beim Landvolk, appellierte an die Betriebe, das ASP-Eintragsrisiko in Schweine haltende Betriebe stets im Blick zu behalten, auch wenn in Niedersachsen aktuell das Seuchengeschehen beim Geflügel dominiert. Wirksame Biosicherheitsmaßnahmen auf den Betrieben seien zwingend notwendig. „Mit zunehmenden Beratungen durch bestandsbetreuende Tierärzte und landwirtschaftliche Fachberater sind wir in Niedersachsen auf einem guten Weg, um betriebsindividuelle Biosicherheitskonzepte bei Schweine, Geflügel und Rinder haltenden Betrieben umzusetzen“, führte Scheer aus.
Im Arbeitskreis Sauenhaltung selbst gab es Kontinuität: Enno Garbade wurde als Vorsitzender wiedergewählt. Martin Roberg wurde als stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Anneke Kreißig und Thore Cordes wurden als neue stellvertretende Vorsitzende gewählt. Garbade betonte die Bedeutung des Gremiums: „Viele unserer Positionen finden sich z.B. in DBV-Positionspapieren wieder.“
Christoph Frauenpreiß (CDU), Berichterstatter im Bundestags-Agrarausschuss, stellte die politische Sicht dar. Das Ende des Bundesprogramms Umbau Tierwohl (BUT) sei laut Frauenpreiß in der Praxis nicht mehr so zielführend gewesen, wie vom Bundeslandwirtschaftsministerium gedacht. Erste Bürokratievereinfachungen, wie z.B. die Wiedereinführung des Agrardiesels, habe es bereits gegeben. Doch was in 20 Jahren an Bürokratie aufgebaut wurde, könne man nicht so schnell wieder zurücknehmen. In einer Vereinfachung des Bau- und Immissionsschutzrechtes sieht Frauenpreiß den größten Hebel für den Umbau der Tierhaltung. Beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz sieht er klaren Änderungsbedarf: „Die deutsche Landwirtschaft darf nicht schlechter gestellt werden.“
Die Vertreter des Landvolks dankten Frauenpreiß für die Diskussionsmöglichkeit – hielten aber nicht mit Kritik am Bund zurück. Ehlers formulierte es deutlich: „Das Ende des BUT mit dem Wegfall der Förderung zeigt das unkalkulierbare Handeln des Ministers und lässt uns Tierhalter fassungslos zurück.“ Die Folgen müsse die Branche am Ende wieder der Gesellschaft erklären.
World AMR Awareness Week 2025
Fachveranstaltung One Health Integrated Surveillance am 20. 11. 2025 im Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin.
Was können Humanmedizin, Tiermedizin und der Umweltsektor erreichen, wenn sie gemeinsam an einer One Health Integrated Surveillance (OHIS) zum Thema antimikrobielle Resistenzen (AMR) arbeiten? Diese Frage wird im Rahmen der World AMR Awareness Week (WAAW) auf einer Fachveranstaltung diskutiert, die am 20. November im Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin stattfindet.
Die Beteiligten der OHIS-Gruppe RKI, BVL, BfR, FLI und UBA werden auf der Veranstaltung ihre jeweiligen Beiträge zur Umsetzung des „One Health“-Ansatzes vorstellen. Es soll analysiert und diskutiert werden, wie man Daten zu Antibiotikaeinsatz und Antibiotikaresistenz aus den verschiedenen Bereichen zusammenbringen kann. Am Ende des Prozesses soll eine „Integrierte Surveillance“ für Deutschland etabliert werden, die über die reine Beschreibung der einzelnen Felder Humanmedizin, Tiermedizin und Umwelt hinausgeht.
„Die OHIS-Initiative führt Daten aus den Bereichen der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zusammen und fördert damit den Austausch und die Transparenz zwischen den Sektoren“, erklärt BVL-Präsidentin Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl.
Ziel der Veranstaltung ist es, bestehende Aktivitäten transparent darzustellen und den interdisziplinären Austausch zu fördern. Auf einer geplanten gemeinsamen OHIS-Webseite sollen die kollaborative Strategie und die analysierten Daten für Deutschland dargestellt und sowohl Fachpersonen als auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.
Die Veranstaltung unterstützt das Motto der diesjährigen WAAW: „Act Now: Secure Our Present, Protect Our Future.“
Hintergrundinformation
Im Zuge der Deutschen Antibiotika Resistenzstrategie (DART 2030) wurde die OHIS-Gruppe gegründet. Ihre Aufgabe ist es, im Sinne des „One Health“ Ansatzes ein integriertes Surveillance System für Deutschland aufzubauen. Der Begriff „One Health“ bedeutet, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt eng miteinander verknüpft ist. Kern dieses Ansatzes ist die sektorübergreifende Zusammenarbeit, um Resistenz-entwicklungen umfassend zu bekämpfen.
Harald Händel Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Einkommen der deutschen Landwirte fallen
Die Einkommen der meisten landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe sind 2024/2025 deutlich gesunken. Das zeigen Buchführungsergebnisse, die von den Landwirtschaftskammern ausgewertet wurden.
Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2024/25 mussten die meisten landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe Gewinnrückgänge verzeichnen – mit einer Ausnahme: Futterbaubetriebe konnten dank gestiegener Milchpreise und Rekordnotierungen bei Schlachtrindern ihre Gewinne um bis zu 18 Prozent steigern. Das geht aus einer Auswertung der ersten Buchführungsergebnisse von Haupterwerbsbetrieben in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein hervor, die der Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) vorgelegt hat.
Die Unternehmensgewinne der Futterbaubetriebe lagen regional zwischen 131.000 Euro (Schleswig-Holstein) und 184.000 Euro (Niedersachsen), mit einer Nettorentabilität auf hohem Niveau von bis zu 193 Prozent. Die gute Ertragslage ermöglichte Investitionen, doch ein substanzieller Abbau von Fremdkapital fand nicht statt... .
Webinar: Vitamin Dependency in Europe: Risks, Realities & Resilience
dsm-Webinar am 27.11.2025 - 11.00 - 12.00 Uhr in englischer Sprache

Save the date
Webinar Overview:
Europe’s reliance on imported feed-use vitamins—especially from China—poses strategic risks to food security, animal health, and supply chain resilience. Recent studies and shifting global dynamics highlight how vitamin dependency is not just a nutritional concern, but a geopolitical one. Join us to explore the real-world risks, policy and trade dynamics, and practical strategies for building resilience through local production and diversified supply.
What you’ll gain:
- Insights into sourcing vulnerabilities and trade dynamics
- Understanding of policy impacts on your operations
Strategies for resilience in vitamin supply
Speakers:
| 1. Arnaud Bouxin: Director for Feed Safety and Regulatory Affairs, | |||||||
| 2. Ties Dams: Senior Research Fellow,
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Stehen Biogasanlagen in Thüringen vor dem Aus?
Der Thüringer Bauernverband befürchtet einen massiven Rückgang von Biogasanlagen im Freistaat.
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Schutz- und Überwachungszone nach Ausbruch von Vogelgrippe
Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in einem Geflügelbetrieb in Rockenberg hat der Wetteraukreis umfangreiche Präventionsmaßnahmen eingerichtet.
Drei Kilometer um den Betrieb gibt es nun eine Schutzzone, in der alle Geflügelhöfe kontrolliert werden. Das betreffe mehr als 50 kleine Betriebe mit rund 1.100 Tieren, teilte der Landkreis mit. In einer Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern sollen stichprobenartige Überprüfung stattfinden. Knapp 600 Betriebe mit mehr als 120.000 Tieren seien dort ansässig. Innerhalb der beiden Zonen gilt den Angaben zufolge die Pflicht zur Aufstallung. Das bedeutet, dass Vögel dauerhaft in geschlossenen Ställen oder unter einer Abdeckung bleiben müssen.
Durch die vom Veterinäramt festgelegten Vorkehrungen für die Überwachungszone mit dem Radius von zehn Kilometern sind auch die Stadtgebiete von Butzbach, Bad Nauheim und Münzenberg betroffen. Dazu kommen die Gemeinden Wölfersheim und Ober-Mörlen sowie Teile von Friedberg und des angrenzenden Landkreises Gießen.
Mehr als 2.600 Tiere gekeult
In Rockenberg war nach dem Nachweis des Virus der komplette Bestand von mehr als 2.600 Tiere getötet worden. Ziel der sogenannten Keulung ist es, die Seuche einzudämmen. Die Tötung wird laut Mitteilung des hessischen Landwirtschaftsministeriums in Wiesbaden vom Land und von der Tierseuchenkasse bezahlt. Die betroffenen Tierhalter bekommen zudem eine Entschädigung.
Die Behörde empfiehlt allen Geflügelhaltern, den Kontakt von Haus- zu Wildvögeln unbedingt zu vermeiden. Vor allem dürften Wildvögel keinen Zugang etwa zu Futter und Einstreu von Hausgeflügel haben. Geflügelschauen sollten am besten absagt werden. Eine Übertragung der Vogelgrippe auf den Menschen und auf Haustiere ist laut Ministerium zwar möglich, aber unwahrscheinlich.
«Nun hat es trotzdem eingeschlagen»
Der Geflügelwirtschaftsverband Hessen hofft, dass es bei diesem einen Betrieb bleibt. Mit der Stallpflicht seien die Bestände eigentlich relativ gut geschützt, sagte Geschäftsführerin Inga John der Deutschen Presse-Agentur. «Nun hat es trotzdem eingeschlagen.» Das Wichtigste sei, dass die Landwirte - zusätzlich zur Aufstallung - auf die eigene Biosicherheit achteten. Dazu zählt etwa, Schutzkleidung zu tragen und die Schuhe zu wechseln.
Der Verband hat 75 Mitgliedsbetriebe mit 900.000 Legehennen, dazu kommen noch Masthähnchen und Puten. Allerdings sind nicht alle Geflügel haltenden Betriebe in dem Verband organisiert. Laut Statistischem Landesamt hatten sich 2023 mehr als 110 landwirtschaftliche Betriebe in Hessen auf die Haltung von Geflügel spezialisiert. Neuere Zahlen liegen nicht vor.
