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von der AVA und aus der Branche
Beim Gassigehen: geeignete Trinkquellen für den Hund
Wenn man beim Gassigehen im Sommer eine Wasserflasche für seinen Vierbeiner vergessen hat, lassen sich mit ein paar Tipps auch geeignete natürliche Trinkquellen finden.
Die Sonne scheint, die Bäume werden grüner – da macht der Spaziergang mit dem Hund gleich nochmal mehr Spaß. Tier und Halter*innen kommen in Bewegung und genießen die frische Luft. Überall gibt es für den Hund etwas zu sehen, zu hören oder zu erschnüffeln. Durch die Aktivität steigt mit der Zeit der Durst. Gut vorbereitet sollten Tierhalter*innen deshalb immer eine Flasche mit sauberem Wasser für ihr Heimtier mit sich führen. Aber auch wenn das versäumt wurde, lassen sich geeignete Trinkquellen erkennen.
Hunde kommen mit höherer Keimbelastung zurecht
Ohne Alternative wird der Hund schon bald selbst nach etwas zu trinken suchen – sei es die Pfütze vom letzten Regen oder der nahe liegende Bach oder See in der Nähe des Weges. Auf den ersten Blick erscheint das Wasser für Menschen oft schmutzig, doch die Hundeverhaltensberaterin Nadja Kopp kann die Bedenken für den Hund etwas entkräften: „Grundsätzlich sollte man sich nicht total verrückt machen, der Verdauungsapparat von Hunden kommt mit einer höheren Keimbelastung besser zurecht als der Mensch.“ Entscheidend sei vielmehr, dass man sich der möglichen Gefahren bewusst ist, den Hund entsprechend mit Training und Impfungen vorbereitet und sein Verhalten beobachtet. Dazu gehört auch, auf Symptome für eventuelle Krankheiten zu achten, wenn der Hund einmal etwas Falsches getrunken hat. Nach Möglichkeit sollte man das Trinken aus potenziell verunreinigten Quellen vermeiden.
Die „mögliche Gefahren“ erfahren Sie im Beitrag
Sie sind herzlichst eingeladen: Problemfeld Mastitiden: Den Ursachen auf der Spur - Was Tierärzte und Tierärztinnen über konventionelles und automatisches Melken unbedingt wissen sollten
Zum AVA-Seminar für Tierärztinnen und Tierärzte am 02. Juli 2025 in Steinfurt (Münsterland)
Als Ursache erhöhter Zellzahlen und geringer Milchleistung wird meist mangelhaftes Melken angenommen. Und tatsächlich bestehen seitens der Melktechnik noch immer zahlreiche Defizite, die neben ungenügender Stallhygiene und nicht bedarfsgerechter Nährstoffversorgung wesentlich zu (oft anhaltend) schlechter Eutergesundheit und enttäuschender Milchleistung beitragen.
Das gilt nicht nur für konventionelle Melkanlagen, sondern auch für die vermeintlich fortschrittlichen Melkroboter. Letztere beeindrucken zwar durch diverse technisch hoch entwickelte Komponenten, wie z.B. Ansetzautomaten und diverse Sensoren. Dennoch weisen alle zurzeit verfügbaren automatischen Melksysteme seitens der unmittelbar auf die Euter einwirkenden (originären) Melktechnik noch immer gravierende Unzulänglichkeiten auf. Diese Mängel der "euternahen Melktechnik" bestehen (ebenso wie in vielen konventionellen Melkanlagen) insbesondere in starken unkontrollierten Schwankungen des in den Zitzengummis direkt auf die Euter einwirkenden Vakuums. Hinzu kommt die fehlende Möglichkeit zum Nachmelken. Ein weiteres Manko der Melktechnik ist in zahlreichen konventionellen und automatischen Melkanlagen eine ungenügende Führung der langen Milchschläuche, die zu schräg sitzenden Melkbechern und Lufteinbrüchen in die Zitzengummis führt.
Die melktechnischen Mängel der verschiedenen Melkanlagen sind zwar höchst unterschiedlich. Ihre Folgen sind hingegen weitgehend einheitlich. Diese bestehen insbesondere in einer verbreitet unvollständigen Euterentleerung sowie der Schädigung des Eutergewebes, insbesondere der Zitzenkuppen und ihrer Infektionsbarrieren. Beides begünstigt neue Euterinfektionen und beeinträchtigt den Behandlungserfolg. Für erfolglose Therapieversuche werden dann oft ungerechtfertigterweise die verwendeten Medikamente und nicht zuletzt die behandelnden Veterinäre verantwortlich gemacht, nicht aber die anhaltenden Mängel, die seitens der Melktechnik und evtl. auch im Bereich der Haltung und Fütterung bestehen.
In diesem Seminar lernen Sie, woran Sie mangelhaftes Melken auch ohne Prüfgeräte und ohne Detailwissen über die verschiedenen Modelle konventioneller bzw. automatischer Melkanlagen erkennen können. Zudem erfahren Sie, welche Lösungsmöglichkeiten jeweils bestehen und wie Sie zur Mangelbeseitigung beitragen können. Im Einzelnen werden im Seminar folgende Themen ausführlich behandelt:
▪ Biologische & technische Grundlagen des Maschinenmelkens
▪ Einfluss des Melkens auf Eutergesundheit, Milchleistung & Milchqualität
▪ Tiergerechte Melktechnik: Anforderungen & verbreitete Mängel
▪ Bedeutung und Beeinflussung der Melkintervalle
▪ Fachgerechte Melkroutine
▪ Hygiene in Melksystemen
▪ Automatische Kontrolle der Milchqualität und Eutergesundheit
Versäumen Sie nicht diese spezielle „Mastitis-Fortbildung“ am 02. Juli in Steinfurt, um auch das Wissen links und rechts der obligatorischen Mastitis-Therapiemaßnahmen zu erlangen, wovon Sie ansonsten nur selten erfahren werden.
Für Bauern kommen Entlastungen von Dokumentationspflichten beim Düngen. Bundesagrarminister Alois Rainer legte dem Kabinett Pläne vor, mit denen bestimmte Vorgaben abgeschafft werden sollen.
«Bislang waren Landwirtinnen und Landwirte verpflichtet, extrem detailliert zu dokumentieren, was sie wann und wo auf ihren Feldern ausbringen», sagte der CSU-Politiker. Das sei hoch bürokratisch und werde von der EU so nicht einmal gefordert.
Konkret will Rainer eine 2018 eingeführte Verordnung aufheben. Größere Höfe müssen demnach bisher jährlich eine Bilanz erstellen, wie viel Stickstoff und Phosphor etwa mit Dünger, Futter und Saatgut in den Betrieb hineingehen - und wie viel wieder heraus, etwa mit pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen, Gülle und Mist. Eine Novelle habe 2022 dazu geführt, dass es noch bürokratischer geworden sei und wenig bis nichts für die Umwelt gebracht habe, sagte Rainer.
Bürokratie-Aufwand soll schrumpfen
Union und SPD hatten die Abschaffung der Bilanz-Pflichten im Koalitionsvertrag vereinbart. Sie führt laut Ministerium zu einer Entlastung beim bürokratischen Aufwand für die Betriebe, die 18 Millionen Euro jährlich entspreche. Der Minister kündigte an, dass ein «bürokratiearmer Ersatz» erarbeitet werde. Es gehe auch darum, dass Betriebe, die Gutes für das Grundwasser leisten, belohnt werden.
Von Umweltschützern und Wasserversorgern kam Kritik. Der Verband kommunaler Unternehmen warnte: «Wer die Bilanz kippt, ohne ein neues Steuerungsinstrument vorzulegen, nimmt eine Beeinträchtigung des Grundwasserschutzes in Kauf.» Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und mehrere Umweltverbände kritisierten einen Rückschritt beim Nitrat-Monitoring ohne Zustimmung von Bundesrat und Bundestag.
Umweltverbände stellen sich gegen Abschussquote beim Wolf
Brandenburgische Umweltverbände stellen sich entschieden gegen eine mögliche Einführung einer Wolfsabschussquote.
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Deutsche Umwelthilfe kritisiert Kabinettsentscheidung, Nitratbelastungen schlechter zu regulieren: "Vorgehen und Ergebnis rechtswidrig"
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Entscheidung des Kabinetts als rechtswidrig, auf dem verkürzten Weg einer Ministerverordnung die Stoffstrombilanz aufzuheben. Bundesagrarminister Alois Rainer umgeht damit Bundestag und Bundesrat und handelt im Widerspruch zur EU-Wasserrahmenrichtlinie.
Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner:
"Der neue Agrarminister Rainer macht der Agrarlobby kurz vor dem Bauerntag mit dieser Ministerverordnung ein folgenschweres Geschenk. Verursacher von Nitrateinträgen können sich jetzt noch leichter verstecken und aus der Verantwortung stehlen. Von der Abschaffung der Stoffstrombilanz profitiert vor allem die Massentierhaltung. Ohne Erfassung der betrieblichen Nährstoffe wird das Düngerecht hingegen noch weniger wirksam gegen Nitrat in unserem Grundwasser. Dabei wird in Deutschland der Grenzwert von 50 mg Nitrat je Liter bereits an rund 26 Prozent der Grundwassermessstellen überschritten, hauptsächlich wegen Überdüngung aus der Landwirtschaft. Die EU verlangt über die Wasserrahmenrichtlinie, die Wirksamkeit des deutschen Düngerechts mit Blick auf Nitrat zu verbessern. Die heutige Entscheidung für eine Verschlechterung ist deshalb rechtswidrig und wir werden sie bei unserer laufenden Klage gegen die Bundesregierung vor dem Oberverwaltungsgericht Münster vorbringen."
Hintergrund:
Die EU-Wasserrahmenrichtlinie, die EU-Nitratrichtlinie und die Trinkwasserrichtlinie fordern, an allen Grundwassermessstellen einen Nitratwert unter 50 Milligramm einzuhalten, weil mit höheren Nitratwerten im Wasser Gesundheitsgefahren und Umweltschäden einhergehen. Die Vorsorge zum Schutz des Grundwassers etwa mit Hilfe wirksamer Düngegesetze, der Reduktion von Tierbeständen in überdüngten Regionen und der Umstellung auf Ökolandbau sind für die Gesellschaft um ein Vielfaches kostengünstiger als die aufwändige Behandlung nitratverseuchter Gewässer für die Trinkwasseraufbereitung.
Schweinehaltung in NRW geht weiter zurück
Die Zahl der Schweinehalter in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. Wie der Landesbetrieb IT-NRW am Dienstag mitteilte, gab es im Mai 2025 noch 5.120 Betriebe mit Schweinehaltung – das sind 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die Gesamtzahl der Schweine stieg dagegen leicht um 0,2 Prozent auf 5,78 Millionen Tiere.
Im langfristigen Vergleich zeigt sich ein deutlicher Rückgang: Seit 2015 ist die Zahl der Schweine in NRW um 21,7 Prozent gefallen, die Zahl der Betriebe sogar um 33,6 Prozent. Besonders stark war der Rückgang bei Jungschweinen mit minus 5,1 Prozent.
Zuwächse verzeichneten dagegen Ferkel mit plus 2,5 Prozent auf 1,63 Millionen Tiere.
Fast die Hälfte des Gesamtbestandes machen Mastschweine aus, deren Zahl um 1,5 Prozent auf 2,8 Millionen stieg. Die Daten basieren auf der repräsentativen Schweinezählung, an der Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder zehn Zuchtsauen teilnehmen müssen.
ASP im Sauerland (Kirchhundem): Diese Virusvariante ist neu in Deutschland
Es zeigt sich eine hohe Übereinstimmung mit ASP-Viren aus der süditalienischen Region Kalabrien.
ASP im Sauerland (Kirchhundem): Diese Virusvariante ist neu in Deutschland
Nach der virologischen Untersuchung des bei mehreren toten Wildschweinen entdeckten Erregers zeige sich, dass die Variante sich deutlich von den bisher in Deutschland aufgetretenen ASP-Fällen unterscheide, teilt das für Tierseuchen zustände Friedrich-Löffler-Institut (FLI) mit.
Dagegen zeige sich eine hohe Übereinstimmung mit ASP-Viren aus der süditalienischen Region Kalabrien. Entsprechend gehe man von einem Neueintrag aus - "wie auch immer dieser nach NRW gelangt ist", so eine Sprecherin des FLI. Zu dem bisher beobachteten Seuchengeschehen in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie in den östlichen Bundesländern gebe es jedenfalls keine direkte Verbindung.
Gefahr durch unachtsames Verhalten des Menschen
Laut Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU), legt der Befund die Vermutung nahe, es mit "einem punktuellen Eintrag der ASP im Kreis Olpe zu tun zu haben" und dass die Tierseuche nicht aus anderen Bundesländern stamme. Die Untersuchungen zur Frage, wie die Krankheit nach NRW gelangt sei, liefen weiter.
"Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der Eintrag jedenfalls auf menschliches Verhalten zurückzuführen", sagte Gorißen. Eine Quelle könnten unbedacht im Wald entsorgte Lebensmittel sein. In nicht erhitztem Schweinefleisch, etwa auf dem Wurstbrot, kann sich das ASP-Virus lange halten.
Die Ministerin appellierte daher erneut an die Menschen, sich umsichtig und vernünftig in der Natur zu verhalten. Es sei wichtig, keine Lebensmittelreste in offenen Mülleimern zu entsorgen oder in der Natur zu hinterlassen. Selbst ein Eintrag über verunreinigtes Schuhwerk ist nach Angaben der FLI-Sprecherin zumindest denkbar.
Weitere Verdachtsfälle im Sauerland
Mitte Juni war das Virus erstmals bei mehreren Wildschweinen im dicht bewaldeten Gebiet des Ortes Kirchhundem im Sauerland festgestellt worden. Nach fünf bestätigten Fällen waren jüngsten Angaben aus dem Ministerium zufolge Anfang dieser Woche drei weitere Verdachtsfälle in direkter Nähe zu den bisherigen Fundstellen geborgen worden.
Für Menschen und andere Tiere ist das Virus ungefährlich. Für Haus- und Wildschweine verläuft eine Infektion jedoch fast immer tödlich. Die mehr als 5100 Betriebe mit Schweinehaltung in NRW fürchten eine weitere Ausbreitung des Virus. Ist ein Hausschwein erkrankt, muss in der Regel der gesamte Bestand getötet werden. Es drohen wirtschaftliche Einbußen und Handelsrestriktionen.
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Dagegen zeige sich eine hohe Übereinstimmung mit ASP-Viren aus der süditalienischen Region Kalabrien. Entsprechend gehe man von einem Neueintrag aus - "wie auch immer dieser nach NRW gelangt ist", so eine Sprecherin des FLI. Zu dem bisher beobachteten Seuchengeschehen in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie in den östlichen Bundesländern gebe es jedenfalls keine direkte Verbindung.
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Laut Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU), legt der Befund die Vermutung nahe, es mit "einem punktuellen Eintrag der ASP im Kreis Olpe zu tun zu haben" und dass die Tierseuche nicht aus anderen Bundesländern stamme. Die Untersuchungen zur Frage, wie die Krankheit nach NRW gelangt sei, liefen weiter.
"Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der Eintrag jedenfalls auf menschliches Verhalten zurückzuführen", sagte Gorißen. Eine Quelle könnten unbedacht im Wald entsorgte Lebensmittel sein. In nicht erhitztem Schweinefleisch, etwa auf dem Wurstbrot, kann sich das ASP-Virus lange halten.
Die Ministerin appellierte daher erneut an die Menschen, sich umsichtig und vernünftig in der Natur zu verhalten. Es sei wichtig, keine Lebensmittelreste in offenen Mülleimern zu entsorgen oder in der Natur zu hinterlassen. Selbst ein Eintrag über verunreinigtes Schuhwerk ist nach Angaben der FLI-Sprecherin zumindest denkbar.
Weitere Verdachtsfälle im Sauerland
Mitte Juni war das Virus erstmals bei mehreren Wildschweinen im dicht bewaldeten Gebiet des Ortes Kirchhundem im Sauerland festgestellt worden. Nach fünf bestätigten Fällen waren jüngsten Angaben aus dem Ministerium zufolge Anfang dieser Woche drei weitere Verdachtsfälle in direkter Nähe zu den bisherigen Fundstellen geborgen worden.
Für Menschen und andere Tiere ist das Virus ungefährlich. Für Haus- und Wildschweine verläuft eine Infektion jedoch fast immer tödlich. Die mehr als 5100 Betriebe mit Schweinehaltung in NRW fürchten eine weitere Ausbreitung des Virus. Ist ein Hausschwein erkrankt, muss in der Regel der gesamte Bestand getötet werden. Es drohen wirtschaftliche Einbußen und Handelsrestriktionen. Hier die Meldung
Volle Agrardieselrückvergütung kommt zurück
Die Bundesregierung hat sich heute auf einen Haushaltsentwurf für 2025 verständigt und damit ein starkes Signal an die Land- und Forstwirtschaft gesendet.
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AVA-Frage: Ist das der Erfolg der Bauerndemos des letzten Jahres in Berlin?
Entbürokratisierung: Bald keine Stoffstrombilanz mehr notwendig
Für Bauern kommen Entlastungen von Dokumentationspflichten beim Düngen. Bundesagrarminister Alois Rainer legte dem Kabinett Pläne vor, mit denen bestimmte Vorgaben abgeschafft werden sollen.
«Bislang waren Landwirtinnen und Landwirte verpflichtet, extrem detailliert zu dokumentieren, was sie wann und wo auf ihren Feldern ausbringen», sagte der CSU-Politiker. Das sei hoch bürokratisch und werde von der EU so nicht einmal gefordert.
Konkret will Rainer eine 2018 eingeführte Verordnung aufheben. Größere Höfe müssen demnach bisher jährlich eine Bilanz erstellen, wie viel Stickstoff und Phosphor etwa mit Dünger, Futter und Saatgut in den Betrieb hineingehen - und wie viel wieder heraus, etwa mit pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen, Gülle und Mist. Eine Novelle habe 2022 dazu geführt, dass es noch bürokratischer geworden sei und wenig bis nichts für die Umwelt gebracht habe, sagte Rainer.
Bürokratie-Aufwand soll schrumpfen
Union und SPD hatten die Abschaffung der Bilanz-Pflichten im Koalitionsvertrag vereinbart. Sie führt laut Ministerium zu einer Entlastung beim bürokratischen Aufwand für die Betriebe, die 18 Millionen Euro jährlich entspreche. Der Minister kündigte an, dass ein «bürokratiearmer Ersatz» erarbeitet werde. Es gehe auch darum, dass Betriebe, die Gutes für das Grundwasser leisten, belohnt werden.
Von Umweltschützern und Wasserversorgern kam Kritik. Der Verband kommunaler Unternehmen warnte: «Wer die Bilanz kippt, ohne ein neues Steuerungsinstrument vorzulegen, nimmt eine Beeinträchtigung des Grundwasserschutzes in Kauf.» Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und mehrere Umweltverbände kritisierten einen Rückschritt beim Nitrat-Monitoring ohne Zustimmung von Bundesrat und Bundestag.
Umweltbundesamt will Kaufprämie für günstige E-Autos
Mittel aus dem milliardenschweren Sondervermögen für Klimaschutz und Verkehr sollten nach Ansicht des Umweltbundesamts (UBA) unter anderem in sozial gestaffelte Kaufprämien für Elektroautos und sanierungsbedürftige Wohngebäude fließen.
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