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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Legale vs. illegale Drogen: Wie süchtig ist Deutschland?
In Deutschland hat der Konsum illegaler Drogen stark zugelegt: binnen der zurückliegenden 20 Jahre auf mehr als das Doppelte. Die meisten Drogentoten gehen aber auf das Konto von Alkohol- und Tabakprodukten.
Der Konsum illegaler Drogen in Deutschland steigt insgesamt an. Das wirkt sich auf die Zahl der Drogentoten aus, die 2023 einen neuen Höchststand erreichte. Die weitaus größten Probleme verursachen aber immer noch die legalen Rauschmittel Alkohol und Tabak.
4. Januar 2025, Dortmund: »Gegen Mitternacht wurde die Bundespolizeiwache am Hauptbahnhof darüber informiert, dass ein Mann an der Schließfachanlage Betäubungsmittel konsumieren würde. Vor Ort trafen die Beamten auf einen 26-Jährigen, welcher verängstigt und abwesend auf diese wirkte. Bei einer Durchsuchung stellten die Uniformierten eine kleine Dose mit Drogen fest. Der Polizeibekannte gab an, dass es sich hierbei um Speed handele.«
»Speed«, wie Amphetamin auf dem Schwarzmarkt heißt, wirkt aufputschend. Für bis zu 20 Stunden fördert es die Ausschüttung leistungsfördernder Botenstoffe im Gehirn. Wer Speed konsumiert hat, fühlt sich euphorisch und aufgeregt, redet viel, hat das Gefühl, sich besser konzentrieren zu können. Doch die Droge belastet das Herz, schädigt die Hirnzellen, schwächt das Immunsystem und lässt Menschen abmagern, die den Stoff regelmäßig einnehmen. Das Risiko für Depressionen, Halluzinationen und Wahnvorstellungen steigt mit der Konsumdauer.
Deutschlands Drogenproblem
Wie abhängig ist Deutschland – und wovon genau? Diese Themenwoche wirft einen kritischen Blick auf den Konsumtrend, erklärt, wie Sucht entsteht, und fragt, wie eine moderne Drogenpolitik mit offenen Szenen und neuen Substanzen umgehen sollte.
Zwischen 2009 und 2021 zeigt der Weltdrogenbericht der UN einen klaren Aufwärtstrend für den Amphetaminkonsum in Deutschland. 2023 gaben bereits zwei Prozent der 15- bis 18-Jährigen hier zu Lande an, zumindest einmal in ihrem Leben Speed ausprobiert zu haben.
z.B. Fentanyl: Manche Menschen verwenden Fentanyl auf Grund der stark sedierenden Wirkung ganz bewusst. Andere wiederum wissen gar nicht, dass die Drogen, die sie gekauft haben, das tödliche Mittel enthalten: Weil sie so mehr Umsatz machen, verschneiden Drogenköche ihren Stoff immer häufiger mit billigem Fentanyl aus dem Internet. Im Glauben, Heroin, Kokain, Crack, Methamphetamin, Ketamin oder Ecstasy zu konsumieren, nehmen Abhängige das Mittel teils ahnungslos ein und bringen sich damit in Lebensgefahr.
»Wir haben jedes Jahr 120 000 Rauchertote und 60 000 Alkoholtote«… .
Sie sind herzlichst eingeladen: Mastitis: Den Ursachen auf der Spur - Was Veterinäre und Milchviehhalter über konventionelles und automatisches Melken unbedingt wissen sollten
Zum AVA-Seminar für Tierärztinnen und Tierärzte am 02. Juli 2025 in Steinfurt (Münsterland):
Im AVA-Workshop werden Sie "um" das Mastitisgeschehen eine Menge erfahren, wovon Sie bisher kaum etwas wussten. Unser Referent, Dr. Hömberg, wird Ihnen zum Mastitisumfeld sicher "die Augen öffen".
Als Ursache erhöhter Zellzahlen und geringer Milchleistung wird meist mangelhaftes Melken angenommen. Und tatsächlich bestehen seitens der Melktechnik noch immer zahlreiche Defizite, die neben ungenügender Stallhygiene und nicht bedarfsgerechter Nährstoffversorgung wesentlich zu (oft anhaltend) schlechter Eutergesundheit und enttäuschender Milchleistung beitragen.
Das gilt nicht nur für konventionelle Melkanlagen, sondern auch für die vermeintlich fortschrittlichen Melkroboter. Letztere beeindrucken zwar durch diverse technisch hoch entwickelte Komponenten, wie z.B. Ansetzautomaten und diverse Sensoren. Dennoch weisen alle zurzeit verfügbaren automatischen Melksysteme seitens der unmittelbar auf die Euter einwirkenden (originären) Melktechnik noch immer gravierende Unzulänglichkeiten auf. Diese Mängel der "euternahen Melktechnik" bestehen (ebenso wie in vielen konventionellen Melkanlagen) insbesondere in starken unkontrollierten Schwankungen des in den Zitzengummis direkt auf die Euter einwirkenden Vakuums. Hinzu kommt die fehlende Möglichkeit zum Nachmelken. Ein weiteres Manko der Melktechnik ist in zahlreichen konventionellen und automatischen Melkanlagen eine ungenügende Führung der langen Milchschläuche, die zu schräg sitzenden Melkbechern und Lufteinbrüchen in die Zitzengummis führt.
Die melktechnischen Mängel der verschiedenen Melkanlagen sind zwar höchst unterschiedlich. Ihre Folgen sind hingegen weitgehend einheitlich. Diese bestehen insbesondere in einer verbreitet unvollständigen Euterentleerung sowie der Schädigung des Eutergewebes, insbesondere der Zitzenkuppen und ihrer Infektionsbarrieren. Beides begünstigt neue Euterinfektionen und beeinträchtigt den Behandlungserfolg. Für erfolglose Therapieversuche werden dann oft ungerechtfertigterweise die verwendeten Medikamente und nicht zuletzt die behandelnden Veterinäre verantwortlich gemacht, nicht aber die anhaltenden Mängel, die seitens der Melktechnik und evtl. auch im Bereich der Haltung und Fütterung bestehen.
In diesem Seminar lernen Sie, woran Sie mangelhaftes Melken auch ohne Prüfgeräte und ohne Detailwissen über die verschiedenen Modelle konventioneller bzw. automatischer Melkanlagen erkennen können. Zudem erfahren Sie, welche Lösungsmöglichkeiten jeweils bestehen und wie Sie zur Mangelbeseitigung beitragen können. Im Einzelnen werden im Seminar folgende Themen ausführlich behandelt:
▪ Biologische & technische Grundlagen des Maschinenmelkens
▪ Einfluss des Melkens auf Eutergesundheit, Milchleistung & Milchqualität
▪ Tiergerechte Melktechnik: Anforderungen & verbreitete Mängel
▪ Bedeutung und Beeinflussung der Melkintervalle
▪ Fachgerechte Melkroutine
▪ Hygiene in Melksystemen
▪ Automatische Kontrolle der Milchqualität und Eutergesundheit
Versäumen Sie nicht diese spezielle „Mastitis-Fortbildung“ am 02. Juli in Steinfurt, um auch das Wissen links und rechts der obligatorischen Mastitis-Therapiemaßnahmen zu erlangen, wovon Sie ansonsten nur selten erfahren werden. Hier erfahren Sie mehr
Agrarminister soll Grundlagen des Lebens statt Agrarprofit schützen
Offener Brief der ÖDP an Bauernminister Alois Rainer. "Stoppen sie die 'neue Gentechnik' auf Äckern und in Lebensmitteln." Aufruf zu Brief-Kampagne gegen Gentechnik in unserer Nahrung.
Mit einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) fordert der Bundesarbeitskreis Landwirtschaft, Tierschutz & Gentechnik der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP - Die Naturschutzpartei) das zuständige Mitglied der neuen Bundesregierung auf, sich in den aktuellen Verhandlungen mit der Europäischen Union um die sogenannte "neue Gentechnik" (NGT) für die Beibehaltung der Sorgfaltspflicht in der Landwirtschaft sowie die Wahrung des Verbraucherschutzes und der Kennzeichnung genveränderter Produkte und Lebensmittel einzusetzen. Der Zerstörung des natürlichen Erbgutpools muss Einhalt geboten werden, fordern die ÖDP-Politikerinnen und -Politiker.
"Die Deregulierung der Gentechnik vernichtet alle Grundlagen und Wettbewerbsvorteile für eine konventionelle, gentechnikfrei arbeitende und vor allem die ökologische Landwirtschaft", begründen die Mitglieder der Naturschutzpartei Ihren Appell an den Minister: "Um die Lebensgrundlage der uns nachfolgenden Generationen zu sichern, fordern wir Sie auf, sich dafür einzusetzen, dass ein konsequentes Anbauverbot für gentechnisch veränderte Organismen in der EU zugesichert wird."
Die Verfahren der NGT degradieren alle Landwirtinnen und Landwirte "zu beliebig, austauschbaren Rohstofflieferanten", schreiben die Mitglieder der ÖDP an Rainer. NGT vernichte das Innovationspotenzial der Züchter. Die Abhängigkeit der Landwirtinnen und Landwirte werde über das Saatgut hinaus, hin zum energieintensiven Dünger und Pestiziden zunehmen. "Eine Entwicklung, die kein Landwirt gut finden kann", kommentiert Dr. Corinne Enders vom ÖDP-Bundesvorstand die sich abzeichnende fatale Entwicklung in der europäischen Agrarwirtschaft, die unser aller Ernährung betreffen würde: "Mit NGT ergeben sich zudem Gefahren, die zufällig irgendwo im Genom der Lebewesen Erbgut in einem Ausmaß ändern, welches mit konventioneller Züchtung unmöglich wäre. Der Einsatz von Lebewesen, die durch NGT verändert und ohne Risikoprüfung freigesetzt würden, würde alle bisherigen Anstrengungen und Erfolge hinsichtlich einer klimaresilienten Landwirtschaft und damit eine zukunftsfähige Landwirtschaft gefährden."
"Es war ein harter Kampf unsere Felder frei vom Anbau gentechnisch veränderter (GVO) Nutzpflanzen zu halten. Doch mit der geplanten Deregulierung des Gentechnikgesetzes droht jetzt, dass sich die Agrar- und Lebensmittelkonzerne durchsetzen", begründet die ÖDP ihren Einsatz gegen NGT. "Um die Lebensgrundlage der uns nachfolgenden Generationen zu sichern, fordern wir Sie auf, sich dafür einzusetzen, dass ein konsequentes Anbauverbot für gentechnisch veränderte Organismen in der EU zugesichert wird", heißt es in dem Brief der Naturschutzpartei. Sie fordert die Menschen im Land auf, sich ebenfalls mit Briefen an Rainer dem Protest anzuschließen… .
Hitze-Kollaps im Stall: Warum Kühe keine Kälber mehr kriegen
Hitzestress mindert die Fruchtbarkeit von Kühen. Forscher sehen in der Klimakrise eine ernste Bedrohung für die Rinderhaltung.
Der Sommer hat Deutschland fest im Griff. Auch an diesem Wochenende kletterten die Temperaturen wieder über 30 °C gemeldet. Kühe reagieren auf diese Hitzetage besonders sensibel. Forscher konnten nun erstmals Daten aus Österreich erheben, die zeigen, dass die Trächtigkeitsrate bei Kühen wegen der zunehmenden Zahl an Hitzetagen um 10 bis 20 Prozent zurückgeht. Damit zeigt die Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien, wie der Klimawandel bereits jetzt die Fruchtbarkeit von Rindern negativ beeinflusst.
Hohe Temperaturen verändern Eileiterumgebung und Embryo-Entwicklung
Das Forscherteam fand heraus, dass die Trächtigkeitsrate in den hitzebelasteten Sommermonaten zuletzt um zehn bis 20 Prozent abnahm im Vergleich zu kühleren Perioden. Um das zu untersuchen, entnahmen die Wissenschaftler Proben der Eileiterflüssigkeit der Rinder und setzten diese im Labor Hitzestress aus. „Das Problem ist, dass die hohe Körpertemperatur direkte Beschädigungen beim Embryo verursachen kann und auch die Eileiterumgebung verändert“, erklärt der wissenschaftliche Leiter der Studie, Viteszlav Havlicek. Sein Team konnte zeigen, dass Eizellen schlechterer Qualität nicht mehr befruchtet werden und Embryonen zum Teil nach der Befruchtung wieder absterben.
Klimawandel beeinflusst Milchleistung und Fruchtbarkeit gleichzeitig
Die optimale Temperatur für Rinder liegt bei 4 bis 16 Grad. Hier fühlen sich Rinder am wohlsten. Steigt die Luftfeuchtigkeit über 70 Prozent kann bereits am 22 bis 25 Grad Hitzestress eintreten. Der Körper der Kuh wird dann so warm, dass die Fruchtbarkeit abnimmt. Gleichzeitig sinkt bei Hitzestress auch die Milchleistung laktierender Kühe. Das liegt vor allem daran, dass Kühe bei hohen Temperaturen 10 bis 25 Prozent weniger fressen. „Wenn die Tiere weniger fressen, haben sie weniger Energie und andere Stoffe für die Milchproduktion zur Verfügung“, erklärt Havlicek.
Die Forscher weisen darauf hin, dass Landwirte in Ställen für Abkühlungsmechanismen wie Ventilatoren, Sprinkleranlagen oder Nebelduschen investieren. Auch bei der Weidehaltung sollten den Tieren beschattete Flächen zur Verfügung gestellt werden.
Diese Rinderrassen sind hitzeresistenter – mit Nachteilen
Auch auf die rassespezifischen Unterschiede gingen die Forscher ein: Demnach seien die europäischen Rassen wie Holstein-Friesian oder Jersey besonders anfällig für Hitzestress. Wesentlich besser können naturgemäß Rinderrassen aus tropischen oder subtropischen Gegenden, wie etwa die aus Indien und Pakistan stammenden Zebu-Rinder, damit umgehen. Jedoch liege die Milchleistung dieser Rassen deutlich unter jener der heimischen. Zwar gebe es Bemühungen, Zebu-Rinder mit europäischen Rassen zu kreuzen, jedoch verspricht sich Havlicek davon nicht viel. Vielmehr müsse es mehr Bestrebungen geben, den Kühen angenehmere Bedingungen zu garantieren.
In Zukunft will das Team, gefördert durch das Land Niederösterreich, weitere präventive Maßnahmen gegen Hitzestress entwickeln. Dazu zählen etwa Probiotika oder andere Immunsystem-stärkende Substanzen. Es werden Widerstandsmechanismen in der Gebärmutter der Kuh erforscht, die vor Erkrankungen und vor den negativen Effekten von Hitzestress schützen. Das Ziel: Diese den Rindern zusätzlich gezielt zuzuführen, um so die Fruchtbarkeit stabil zu halten.
Grüne fragen nach zukünftiger Ausrichtung der GAP
Nach der zukünftigen Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) fragt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (21/528). Die GAP müsse „wesentlich ökologischer und effizienter ausgerichtet werden, so dass der Grundsatz ,Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen' durch eine konsequente Weiterentwicklung umgesetzt wird“, argumentieren die Abgeordneten. Die Bundesregierung soll unter anderem beantworten, ob sie sich an die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) halten wird, in denen es heißt, dass die bisherigen flächengebundenen Direktzahlungen aus der 1. Säule der GAP im Laufe von zwei Förderperioden schrittweise und vollständig in einkommenswirksame Zahlungen für gesellschaftliche Leistungen umgewandelt werden. Gefragt wird außerdem, ob sich die Bundesregierung für die Umsetzung des „Aktionsprogrammes Biodiversität in der Agrarlandschaft“ einsetzen wird.
Deutscher Bundestag, Parlamentsnachrichten, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Wie weit soll Tiermedizin gehen? Künstliche Hüftgelenke (Podcast)
Künstliche Hüften gehören in der Kleintier-Orthopädie seit Langem zum chirurgischen Standard. Auch weitere Gelenke können heute vor allem bei Hund und Katze ersetzt werden.
Hüft- und andere Gelenksimplantate gehören zur einzig sinnvollen Behandlung für eine schmerzhafte Hüftgelenksarthrose auch bei Tieren. Katzen und Hunde unter 25 Kilogramm werden erfolgreich mit neuen Gelenken ausgestattet. Heute werden nicht nur Haustiere mit Hüftproblemen behandelt. Auch weitere Gelenke können heute ersetzt werden. Gibt es ein entsprechendes Ersatzgelenk nicht in der passenden Grösse und der passenden Art, wird es passend gemacht oder neu entwickelt.
Mastitis: Den Ursachen auf der Spur - Was Veterinäre und Milchviehhalter über konventionelles und automatisches Melken unbedingt wissen sollten
Zum AVA-Seminar für Tierärztinnen und Tierärzte am 02. Juli 2025 in Steinfurt (Münsterland):

Im AVA-Workshop werden Sie "um" das Mastitisgeschehen eine Menge erfahren, wovon Sie bisher kaum etwas wussten. Unser Referent, Dr. Hömberg, wird Ihnen zum Mastitisumfeld sicher "die Augen öffen".
Als Ursache erhöhter Zellzahlen und geringer Milchleistung wird meist mangelhaftes Melken angenommen. Und tatsächlich bestehen seitens der Melktechnik noch immer zahlreiche Defizite, die neben ungenügender Stallhygiene und nicht bedarfsgerechter Nährstoffversorgung wesentlich zu (oft anhaltend) schlechter Eutergesundheit und enttäuschender Milchleistung beitragen.
Das gilt nicht nur für konventionelle Melkanlagen, sondern auch für die vermeintlich fortschrittlichen Melkroboter. Letztere beeindrucken zwar durch diverse technisch hoch entwickelte Komponenten, wie z.B. Ansetzautomaten und diverse Sensoren. Dennoch weisen alle zurzeit verfügbaren automatischen Melksysteme seitens der unmittelbar auf die Euter einwirkenden (originären) Melktechnik noch immer gravierende Unzulänglichkeiten auf. Diese Mängel der "euternahen Melktechnik" bestehen (ebenso wie in vielen konventionellen Melkanlagen) insbesondere in starken unkontrollierten Schwankungen des in den Zitzengummis direkt auf die Euter einwirkenden Vakuums. Hinzu kommt die fehlende Möglichkeit zum Nachmelken. Ein weiteres Manko der Melktechnik ist in zahlreichen konventionellen und automatischen Melkanlagen eine ungenügende Führung der langen Milchschläuche, die zu schräg sitzenden Melkbechern und Lufteinbrüchen in die Zitzengummis führt.
Die melktechnischen Mängel der verschiedenen Melkanlagen sind zwar höchst unterschiedlich. Ihre Folgen sind hingegen weitgehend einheitlich. Diese bestehen insbesondere in einer verbreitet unvollständigen Euterentleerung sowie der Schädigung des Eutergewebes, insbesondere der Zitzenkuppen und ihrer Infektionsbarrieren. Beides begünstigt neue Euterinfektionen und beeinträchtigt den Behandlungserfolg. Für erfolglose Therapieversuche werden dann oft ungerechtfertigterweise die verwendeten Medikamente und nicht zuletzt die behandelnden Veterinäre verantwortlich gemacht, nicht aber die anhaltenden Mängel, die seitens der Melktechnik und evtl. auch im Bereich der Haltung und Fütterung bestehen.
In diesem Seminar lernen Sie, woran Sie mangelhaftes Melken auch ohne Prüfgeräte und ohne Detailwissen über die verschiedenen Modelle konventioneller bzw. automatischer Melkanlagen erkennen können. Zudem erfahren Sie, welche Lösungsmöglichkeiten jeweils bestehen und wie Sie zur Mangelbeseitigung beitragen können. Im Einzelnen werden im Seminar folgende Themen ausführlich behandelt:
▪ Biologische & technische Grundlagen des Maschinenmelkens
▪ Einfluss des Melkens auf Eutergesundheit, Milchleistung & Milchqualität
▪ Tiergerechte Melktechnik: Anforderungen & verbreitete Mängel
▪ Bedeutung und Beeinflussung der Melkintervalle
▪ Fachgerechte Melkroutine
▪ Hygiene in Melksystemen
▪ Automatische Kontrolle der Milchqualität und Eutergesundheit
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Versäumen Sie nicht diese spezielle „Mastitis-Fortbildung“ am 02. Juli in Steinfurt, um auch das Wissen links und rechts der obligatorischen Mastitis-Therapiemaßnahmen zu erlangen, wovon Sie ansonsten nur selten erfahren werden. Hier erfahren Sie mehr
Millionen Tiere gekeult: Seuchen belasten Polens Geflügelbranche
Polens Geflügelsektor leidet massiv unter Seuchenausbrüchen und sieht sich durch das Mercosur-Abkommen zusätzlich wirtschaftlich bedroht.
Neue Ausbrüche: 1,5 Millionen Hühner gekeult in Masowien
Polens Geflügelsektor wird derzeit massiv durch Seuchenausbrüche belastet. Besonders betroffen ist das Land von der hoch pathogenen Vogelgrippe und der Newcastle-Krankheit (NCD). Kürzlich kam es in der zentralpolnischen Region Masowien zu zwei neuen NCD-Ausbrüchen. Dabei mussten 1,5 Millionen Hühner gekeult werden.
Seit Jahresbeginn wurden in Polen bereits dreißig Fälle von NCD registriert. Insgesamt sind dabei bereits 3,5 Millionen Stück Geflügel getötet worden. Diese Seuchenausbrüche stellen eine große Herausforderung für die gesamte Geflügelwirtschaft dar.
Geflügelbranche unter Druck: Strukturelle Schwächen verschärfen Krise
Die Geflügelbranche in Polen leidet zudem unter strukturellen Problemen. Es bestehen erhebliche Überkapazitäten in Schlachthöfen und Verarbeitungsbetrieben, was bei Seuchenausbrüchen zu langen Produktionsausfällen führt. Dies wiederum schädigt das Vertrauen der Kunden und schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe.
Vor diesem Hintergrund befürchtet der polnische Geflügelsektor, durch das geplante Mercosur-Handelsabkommen besonders hart getroffen zu werden. Als größter Geflügelfleischerzeuger und -exporteur der EU sieht sich Polen im Nachteil gegenüber neuen Importkonkurrenten.
Neue Spielregeln nach der Betriebsprüfung – das droht bei Untätigkeit
Ein Pflichtverstoß, der strafbar machen kann Seit dem 1. Januar 2025 gilt eine neue Regelung, die Steuerberater und ihre Mandanten dringend beachten sollten: Mit dem neuen § 153 Abs. 4...
Ein Pflichtverstoß, der strafbar machen kann
Seit dem 1. Januar 2025 gilt eine neue Regelung, die Steuerberater und ihre Mandanten dringend beachten sollten: Mit dem neuen § 153 Abs. 4 AO wurde eine zusätzliche Anzeige- und Berichtigungspflicht eingeführt, die insbesondere nach einer Außenprüfung relevant wird – und im Fall der Nichtbeachtung strafrechtliche Risiken birgt. Wer denkt, nach Bestandskraft eines Änderungsbescheids sei „Ruhe eingekehrt“, könnte sich täuschen.
Was regelt § 153 Abs. 4 AO konkret?
Die neue Vorschrift verpflichtet Steuerpflichtige dazu, auch solche Steuererklärungen zu korrigieren, die nicht Gegenstand der Außenprüfung waren, sofern dort derselbe fehlerhafte Sachverhalt vorliegt, der bereits im Rahmen der Außenprüfung festgestellt wurde – und sofern dieser bereits in einem bestandskräftigen Steuer- oder Feststellungsbescheid umgesetzt wurde.
Diese Berichtigungspflicht gilt:
- für alle Steuern und Steuervergütungen, die nach dem 31.12.2024 entstehen,
- oder für Steuern, für die ab dem 01.01.2025 eine Prüfungsanordnung (§ 196 AO) bekannt gegeben wurde.
… .
EU-Schweinefleischexporte im Jahr 2024: Stabilisierung nach dem Rückgang
Beeinflusst durch die Erholung Chinas und Veränderungen bei den Exportzielen stabilisierten sich die EU-Schweinefleischexporte 2024 bei 4,21 Mio. Tonnen – deutlich unter dem Rekordniveau von 2020.

Die Gesamtexporte von Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnissen aus der Europäischen Union in Drittländer beliefen sich 2024 auf 4,21 Mio. Tonnen. Damit blieben sie gegenüber dem Wert von 2023 (4,20 Mio. t) praktisch unverändert, lagen aber deutlich unter dem Rekordwert von 2020, als 6,36 Mio. Tonnen exportiert wurden.
Im Zeitraum 2001-2020 erlebte der Außenhandel der Branche einen deutlichen Aufwärtstrend mit einem Anstieg von fast 300 % innerhalb von zwei Jahrzehnten, der durch die Nachfrage aus Asien (insbesondere China) und die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Produkts getrieben wurde. Der deutlichste Anstieg war zwischen 2016 und 2020 zu beobachten – ausgelöst durch die Krise der Afrikanischen Schweinepest in Asien, die die EU zu einem wichtigen globalen Lieferanten machte.
Seit 2021 gehen die Exporte jedoch kontinuierlich zurück und verzeichnen innerhalb von nur vier Jahren ein Minus von 33 %. Gründe dafür sind unter anderem die Erholung der Produktion in China und ein zunehmend unsicheres internationales Umfeld.
Spanien, Dänemark und die Niederlande führend bei den Exporten
Spanien behauptete im Jahr 2024 seine Spitzenposition als größter EU-Exporteur von Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnissen. Das Land lieferte über 1,34 Mio. Tonnen in Drittländer – weit mehr als alle anderen Mitgliedstaaten.
Die Niederlande positionierten sich 2024 mit 686.000 exportierten Tonnen an zweiter Stelle, deutlich vor Deutschland und Dänemark.
Dänemark, traditionell einer der Hauptexporteure, belegte mit 616.000 Tonnen den dritten Platz. Deutschland blieb trotz eines Anstiegs von fast 18 % gegenüber dem Vorjahr mit 400.000 Tonnen auf dem vierten Platz und lag damit deutlich unter dem Spitzenwert von über 1,23 Mio. Tonnen im Jahr 2019. Der starke Rückgang seit 2020 steht im Zusammenhang mit dem erstmaligen Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland, das die Schließung wichtiger Absatzmärkte wie China, Südkorea und Japan zur Folge hatte.
Frankreich, mit einem Plus von 4,8 %, und Polen bildeten das Mittelfeld mit jeweils unter 300.000 Tonnen, während Irland und Belgien weniger als 200.000 Tonnen exportierten. Die Exporte Italiens beliefen sich auf 102.000 Tonnen, was einem Anstieg von 5,7 % gegenüber 2023 entspricht.
Wichtigste Exportziele
China ist nach wie vor das wichtigste Exportziel für Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnisse aus der EU, mit einem Gesamtvolumen von 1.123.815 Tonnen im Jahr 2024 und einem leichten Rückgang im Vergleich zu 2023 (-2 %). Dieses Volumen liegt jedoch um 56 % unter dem Rekordwert aus dem Jahr 2020, als 3.337.529 Tonnen in das Land exportiert wurden.
Zweitgrößter Abnehmer ist weiterhin das Vereinigte Königreich, das 2024 864.210 Tonnen importierte, obwohl auch hier ein allmählicher Rückgang gegenüber dem Rekordwert von über 1 Million Tonnen in den Jahren 2017–2019 zu verzeichnen ist. Trotz des Brexits bleibt der Handel mit dem Vereinigten Königreich solide.
Die Philippinen belegten 2024 mit 366.518 Tonnen den dritten Platz und übertrafen damit zum ersten Mal Japan, das 354.734 Tonnen EU-Schweinefleisch und -Schweinefleischerzeugnisse importierte. Südkorea, Vietnam und die USA vervollständigen die Liste der Hauptabnehmerländer mit ebenfalls beachtlichen, aber geringeren Mengen, während die Importe Hongkongs, die 2013 und 2014 noch über 350.000 Tonnen betrugen, drastisch auf nur 53.624 Tonnen im Jahr 2024 gesunken sind.
Wichtigste Exportprodukte
Gefrorenes Schweinefleisch, das mit 1,73 Millionen Tonnen (41,1 % der Gesamtmenge) nach wie vor das wichtigste Exportprodukt ist, verzeichnete einen Rückgang von 4,3 % gegenüber dem Vorjahr.
Im Gegensatz dazu stiegen die Exporte von Schlachtnebenerzeugnissen um 6,8 % und machten damit 29,4 % der Gesamtexporte (1,24 Mio. Tonnen) aus. Dahinter lagen die Exporte von frischem Schweinefleisch, die mit einem Anteil von 9,3 % weitgehend stabil blieben (+0,3 %), und die Exporte von Wurstwaren, die zwar leicht zurückgingen (-0,6 %), aber dennoch einen Anteil von 9,2 % beibehielten.
Gesalzenes, getrocknetes und geräuchertes Schweinefleisch verzeichnete im Jahresvergleich einen Rückgang von 1 %, während Fett und Schmalz mit einem Anteil von 5,1 % an der Gesamtmenge gegenüber 2023 um fast 5 % zunahmen.
Der Markt weist weiterhin eine starke Konzentration auf: Über 70 % der Gesamtexporte entfallen auf die beiden Hauptproduktgruppen gefrorenes Fleisch und Schlachtnebenerzeugnisse… .
