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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Was die Bauern vom neuen Landwirtschaftsminister erwarten
Auf den Getreidefeldern rollen jetzt die Mähdrescher an. Und viele Bauern hoffen nach einem trockenen Frühjahr zumindest auf eine normale Ernte. Im politischen Sommer will die Branche aber auch schon erste Schritte der neuen Bundesregierung sehen, die nicht nur den Krach um den Agrardiesel heilen soll. „Wir sind gespannt, was der Minister im Gepäck hat“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur vor dem Deutschen Bauerntag in Berlin. „Er muss jetzt liefern.“
Der neue Ressortchef, Alois Rainer von der CSU, will an diesem Donnerstag vor den Landwirten sprechen. Das von der Ampel-Koalition verfügte Aus für Diesel-Steuervergünstigungen, das heftige Proteste auslöste, will Schwarz-Rot wieder einkassieren. Erwartungen gibt es aber etwa auch beim Wandel zu mehr Tierschutz in den Ställen, über den seit Jahren diskutiert wird.
„Frisches Geld“ für Umbau der Tierhaltung
„Das Bekenntnis zur Weiterentwicklung der Tierhaltung ist ein wichtiges Signal. Es dürfen aber keine leeren Worte bleiben“, sagte Rukwied. „Gesellschaft und Politik möchten diesen Umbau, und wir wollen ihn umsetzen. Aber über den Markt allein wird es nicht funktionieren.“ Der Umbau gelinge nur, wenn Investitionen staatlich mitfinanziert würden. „Dafür braucht es frisches Geld, keine Umschichtungen im Agrarhaushalt.“… .
Krankheitsserie bei Kindern in Nordfrankreich geht weiter
Die Serie bedrohlicher Durchfallerkrankungen bei Kindern in Nordfrankreich hat sich ausgeweitet. Inzwischen seien elf Kinder erkrankt, teilte die Präfektur mit. Als Ursache wird der Verzehr von bakteriell verunreinigtem Fleisch vermutet.
Nachdem nach Untersuchungen bereits zwei Metzgereien in der Stadt geschlossen wurden, erging für zwei weitere das Verbot, Ware, die dort in einem bestimmten Zeitraum gekaufte wurde, zu essen.
Elf Kinder im Alter von einem bis zwölf Jahren aus der 53.000-Einwohnerstadt Saint-Quentin oder der Umgebung kamen in die Klinik. Bei sechs von ihnen trat eine seltene Form von akutem Nierenversagen auf, an dem eine Zwölfjährige gestorben ist.
Die Kinder entwickelten das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), das in der Regel bei Kindern infolge einer Infektion des Darms auftritt und zur Bildung von Blutgerinnseln führt, die vor allem Gehirn, Herz und Nieren blockieren. Jährlich werden in Frankreich nur 100 bis 165 Erkrankungen von Kindern mit dem HUS-Syndrom dokumentiert.
Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, in den vier Metzgereien gekauftes Fleisch, das sie möglicherweise noch im Kühlschrank haben, den Behörden für Untersuchungen zur Verfügung zu stellen. Wenn Kinder schweren Durchfall hätten, müsse der Rettungsdienst alarmiert werden.
Anderseits wurden Eltern von Kindern, die nach dem Konsum von Fleisch aus den Metzgereien keine Krankheitssymptome entwickelten, gebeten, keinen Arzt zu kontaktieren oder aufzusuchen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.
Handel zwischen EU und Mercosur: Gut 110 Milliarden Euro Umsatz
Der Außenhandel zwischen der Europäischen Union und den vier im Handelsblock Mercosur vereinten Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen, mit klaren Vorteilen für die Südamerikaner.
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Preise am EU-Schlachtrindermarkt wieder im Aufwind
Nachdem sich die durchschnittlichen Schlachtrinderpreise in der Europäischen Union in den vergangenen Wochen uneinheitlich entwickelt hatten, sind sie in der Woche zum 15.6. wieder zu einem einheitlichen Aufwärtstrend zurückgekehrt.

Der EU-Kommission zufolge meldeten die Mitgliedstaaten für Jungbullen der Handelsklasse R3 im gewogenen Mittel 666,83 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG) und damit 0,7% mehr als in der Woche zuvor. Aus Polen wurde für die Berichtswoche ein Anstieg um 3,3% übermittelt.
Sowohl in Deutschland als auch in Spanien stieg die Notierung jeweils um 1,3%. Eine Preissteigerung von 0,8% verzeichnete Dänemark, in Österreich betrug der Aufschlag 0,6% und in Frankreich 0,3%. Für Belgien meldete die Kommission unveränderte Preise. In Irland wurden 1,4% weniger gezahlt. Das Minus in Italien betrug 8,8%.
Die EU-Notierung für Schlachtkühe sprang wieder über die 600-Euro-Marke. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden der Kommission zufolge durchschnittlich 604,38 Euro/100 kg SG gezahlt, das waren 1,7% mehr als zuvor. In Polen legte die Notierung um 8,1% zu und in Österreich um 5,1%. Italien und Spanien meldeten um 2,4% beziehungsweise 2,1% gestiegene Preise.
Um 1,5% nach oben ging die Preisfeststellung in Deutschland. In Dänemark lag der Preisaufschlag bei 1,0%, in Frankreich bei 0,8%. Stabil präsentierte sich die Notierung in Belgien. In Irland wurden 1,8% weniger gezahlt als in der Vorwoche.
Auch für Schlachtfärsen zeigte sich die EU-Notierung freundlich. Tiere der Handelsklasse R3 erlösten laut Kommission im Mittel 672,23 Euro/100 kg SG; das entsprach einem Plus von 1,3%. In Polen kletterte die Notierung um ganze 9,0%. Preisanstiege in Höhe von 1,8% wurden sowohl für Spanien als auch für Dänemark dokumentiert.
In Deutschland und Österreich zahlten Käufer 1,2% beziehungsweise 1,1% mehr. Der Aufschlag in Italien und Frankreich lag bei 0,7% beziehungsweise 0,5%. Für Belgien wurden auch bei Färsen unveränderte Preise gemeldet. Ein Abschlag in Höhe von 1,2% musste in Irland akzeptiert werden.
Bauern fordern frisches Geld
Auf den Getreidefeldern rollen jetzt die Mähdrescher an. Und viele Bauern hoffen nach einem trockenen Frühjahr zumindest auf eine normale Ernte.
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Preise am EU-Schlachtschweinemarkt kommen nur schwer vom Fleck

Am Schlachtschweinemarkt in der Europäischen Union sind größere Veränderungen zuletzt ausgeblieben. In mitteleuropäischen Erzeugerländern blieb der Preis zuletzt überwiegend konstant, auch wegen des weiterhin schwachen Grillgeschäfts.
In Südeuropa gab es leichte Preiserhöhungen und in Dänemark einen moderaten Anstieg.
In Deutschland trat der Leitpreis der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) weiterhin auf der Stelle. Am Mittwoch (18.6.) wurden unverändert 2,10 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) notiert. Laut der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) verlief der Handel mit Schweinefleisch hierzulande schleppend. Der Absatz von Grillfleisch schwächele weiterhin, unter anderem wegen der wechselhaften Witterung. Die Kaufzurückhaltung betreffe sowohl den Lebensmitteleinzelhandel als auch den Außer-Haus-Verzehr, berichtete die AMI.
Vergleichbar war die Lage in Österreich, auch dort hielt der Verband landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) die Notierung konstant, nämlich bei 2,07 Euro/kg SG. Laut VLV fließt das schlachtreife Angebot zwar langsamer als zuletzt, aber dafür weitgehend vollständig ab. Vermutlich waren die verkürzten Arbeitswochen dafür ausschlaggebend. Sorgen bereitet dem VLV weiterhin das Asiengeschäft. Dort hätten europäische Anbieter aktuell das Nachsehen, da die Konkurrenz aus Nord- und Südamerika „klar günstigere Preise“ aufrufe.
Aufwärtsbewegung in Südeuropa
Auch in Belgien gab es kaum Bewegung. Die Danis-Gruppe zahlt in der 25. Kalenderwoche weiterhin 1,520 Euro/kg Lebendgewicht (LG). Die dänischen Mäster konnten sich dagegen über einen Aufschlag freuen. Danish Crown entlohnte das Kilogramm Schlachtgewicht mit umgerechnet 1,96 Euro; das waren 6 Cent mehr als noch in der Vorwoche.
In Frankreich legte die Notierung am Marché du Porc Français erneut zu, nämlich um 1,7 Cent auf nun 1,841 Euro/kg SG. Auch an der spanischen Agrarbörse von Segovia erhöhte sich der Preis. Wie in der Vorwoche belief sich der Aufschlag auf 1 Cent; damit wurden nun 1,82 Euro/kg LG aufgerufen.
In Italien kosteten frei vermarktete Schlachtschweine mit einem Gewicht von 144 bis 152 Kilogramm 1,661 Euro/kg LG und damit 1,5 Cent mehr als in der Woche davor. Für Vertragsschweine der gleichen Kategorie wurden am Donnerstag 1,82 Euro/kg LG aufgerufen. Das bedeutete ein Preisanstieg von ebenfalls 1,5 Cent.
EU-Durchschnittspreis wieder leicht gestiegen
Auf europäischer Ebene stieg der Durchschnittspreis nach einem kurzzeitigen Abwärtstrend wieder leicht an. In der Woche zum 15. Juni wurden Schlachtschweine der Handelsklasse E im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten nach Angaben der EU-Kommission für 212,91 Euro/100 kg SG gehandelt; das waren 0,99 Euro oder 0,5% mehr als in der Woche zuvor. Das Vorjahresniveau wurde um 3,2% verfehlt.
Der Durchschnittspreis legte unter anderem wegen eines deutlichen Anstiegs in Österreich wieder zu. Dort konnten sich die Mäster über einen Zuschlag von 10,5% freuen. Auch aus übrigen Mitgliedstaaten wurden überwiegend Anstiege nach Brüssel gemeldet. In Belgien und Bulgarien gab es Aufschläge von 2,6% beziehungsweise 2,4%. In der Slowakei, in Dänemark, Kroatien und den Niederlanden stieg der Preis um maximal 1,8%. In Polen verringerte sich der Preis um 1,1%. Abschläge gab es auch in Irland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Slowenien und Schweden.
Fuchsbandwurm: Wiederentdeckung eines verschollen geglaubten Parasiten
Über 160 Jahre altes Typusmaterial des Fuchsbandwurms in Senckenberg-Sammlungen gefunden
Der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) gilt seit Jahrzehnten als gut beschrieben und bekannt. Dennoch fehlte bislang eine genetisch abgesicherte Referenz des humanmedizinisch relevanten Parasiten, da das ursprüngliche Typusmaterial als verschollen galt. Überraschend wurde dieses historische Material in den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden wiederentdeckt. In einer neu im Fachjournal „International Journal for Parasitology“ veröffentlichten Studie ordnen die Forschenden mit moderner Genomsequenzierung den Fuchsbandwurm ein und klären seine Verwandtschaft mit anderen Bandwurmarten. Die Wiederentdeckung des Typusmaterials des Parasiten veranschaulicht, welche Entdeckungen in den altehrwürdigen Sammlungen von Museen und Universitäten noch möglich sind und wie diese eine Grundlage für verlässliche Diagnostik und Forschung schaffen.
Der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) ist ein nur wenige Millimeter langer Parasit mit großer Wirkung. Der vor allem im Darm von Füchsen lebende Bandwurm kann für den Menschen zur Bedrohung werden – etwa durch den Verzehr von Beeren oder ungewaschenem Gemüse, das mit Eiern des Parasiten verunreinigt ist. In diesem Fall kann sich in der Leber eine sogenannte „alveoläre Echinokokkose“ entwickeln, eine seltene, aber ernsthafte Erkrankung, die einem Tumor ähnelt und unbehandelt lebensbedrohlich sein kann.
„Echinococcus multilocularis zählt in der nördlichen Hemisphäre zu den gefährlichsten Parasiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Entsprechend groß ist das Interesse an dem Tier, sowohl in der Forschung als auch in der Öffentlichkeit“, erläutert Dr. Thomas Romig, Parasitologe und Fuchsbandwurmexperte der Universität Hohenheim und fährt fort: „Seit über 70 Jahren gilt die Einordnung dieser Art – basierend auf ihrem Aussehen und ihrem Lebenszyklus – zwar als wissenschaftlich gesichert und weitgehend unumstritten. Eine gründliche Bewertung der ‚wahren Identität‘ des Fuchsbandwurms – die eine erneute, auch genetische Untersuchung der namensgebenden Typusexemplare erfordern würde – wurde aber nie durchgeführt.“ Der Grund hierfür ist einfach: Die ursprünglich vom deutschen Zoologen Karl Georg Friedrich Rudolf Leuckart im Jahr 1863 beschriebene Typusreihe galt als verschollen und stand daher für eine systematische Einordnung des Parasiten nicht zur Verfügung. „Umso überraschter waren wir, als wir feststellten, dass sich genau dieses Typusmaterial – sozusagen der ‚Urmeter‘ dieses Parasiten – in unseren Sammlungen befindet“, erzählt PD Dr. Raffael Ernst von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden.
Zu der Entdeckung kam es während einer „Taxonomy summer school“ sowie einer darauffolgenden, mehrwöchigen und durch die Paul Ungerer-Stiftung geförderten Recherchearbeit, die zeigte, dass mehrere nachweislich aus Leuckarts Gießener Sammlung stammende Exponate über Leipzig nach Dresden gelangten.
Bei dem in Alkohol eingelegten Präparat handelt es sich um Larven und Zysten in einem menschlichen Lebertumor. „Diese verblüffende Entdeckung haben wir nun in unserer aktuellen Studie genutzt, um die Systematik der Gattung Echinococcus und die systematische Stellung des humanmedizinisch relevanten Fuchsbandwurms zu klären“, fügt Ernst hinzu. Durch den Einsatz von Next-Generation-Sequencing-Technologien gelang es dem Forschungsteam, das mitochondriale Genom von Echinococcus multilocularis vollständig zu entschlüsseln. Es umfasst 13.738 Basenpaare und enthält 12 Gene für Proteine, sowie je 2 rRNA- und 22 tRNA-Gene. Die Untersuchung zeigte zudem, dass der Fuchsbandwurm eng mit Echinococcus shiquicus verwandt ist. Dieser parasitische Bandwurm nutzt als Endwirt den ausschließlich auf dem tibetanischen Hochplateau beheimateten Tibetfuchs. Die genetische Linie, der das wiedergefundene Typusexemplar von Echinococcus multilocularis angehört, bestehe seit mehr als 200 Jahren, heißt es in der Studie.
Ernst fasst zusammen: „Unsere Ergebnisse tragen nicht nur zur Stabilisierung der Nomenklatur von Echinococcus multilocularis bei, sondern liefern auch einen wertvollen Beitrag zum Verständnis seiner epidemiologischen Bedeutung für uns Menschen. Die Wiederentdeckung des Typusmaterials des Parasiten zeigt erneut: Naturkundliche Sammlungen sind von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Dank unserer Sammlung und moderner Analysen konnten wir erstmals genetische Referenzdaten des Fuchsbandwurms bereitstellen – ein bedeutender Fortschritt für die Parasitologie.“
Fokus Tierschutz: Der bpt gratuliert der TVT zu 40 Jahren erfolgreicher Tierschutzarbeit
Die vom bpt im November 1985 gegen den Widerstand der Pharmaindustrie und sogar einiger Tierärztekammern ins Leben gerufene Tierärztliche Vereinigung Tierschutz TVT sollte vor allem das mangelnde Interesse für Tierschutz auf Seiten mancher Tierärztinnen und Tierärzte durch Aufklärung bekämpfen. Denn dieses Thema war vor 40 Jahren auch in der Tierärzteschaft längst nicht so präsent wie heute. Dass sich das grundlegend geändert hat, ist ein wesentlicher Verdienst der TVT.
Am 10. Mai gehörte bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder bei den Jubiläums-Feierlichkeiten der TVT im Leipziger Zoo selbstverständlich zu den Gratulanten.
Zusätzliches Ziel der TVT-Gründung war es damals, in der Öffentlichkeit bewusst zu machen, dass der größte Teil der Tierärzteschaft dem Tierschutz sehr wohl einen großen Stellenwert beimisst. So hob bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder bei seinem Grußwort dann auch hervor: „Nicht zuletzt Ihrer Arbeit ist es zu verdanken, dass das Verständnis für Tierschutzfragen innerhalb der Tierärzteschaft heute ein ganz anderes ist. Das Scheitern der Novelle des Tierschutzgesetzes in der letzten Legislaturperiode zeigt aber auch ganz deutlich, dass in Richtung Politik und Öffentlichkeit noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten ist.“
Die Tierärzteschaft weiß: Der Kern des Tierschutzes ist die Tiergesundheit. Diese ist europaübergreifend das wichtigste Ziel der Federation of Veterinarians of Europe (FVE) – ebenfalls vom bpt bereits vor 50 Jahren mit aus der Taufe gehoben. Auch die vor einigen Jahren vom bpt an das Friedrich-Löffler-Institut übergesiedelte Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) ist mit dem Thema der Krankheitsprävention ein wesentlicher Baustein zur Tiergesundheit.
Damit auch in Zukunft Tiergesundheit und Tierschutz Hand in Hand gehen können braucht es genügend Tierärztinnen und Tierärzte und möglichst viel von ihrer Arbeitszeit. Dafür ist der Abbau von Bürokratie ein wesentliches Element. Moder dazu in Leipzig: „Mit der Ende letzten Jahres neu geschaffenen ‚Leitlinienkommission Veterinärmedizin‘ haben die tierärztlichen Spitzenverbände bpt, BTK und DVG aus meiner Sicht ein gutes Instrument geschaffen, um die vom Berufsstand in den letzten Jahren selbst geschaffene Bürokratie zurückzudrängen.“ In diesem Rahmen rief er auch die TVT dazu auf, die Notwendigkeit ihrer vielfältigen Leitfäden, Merkblätter und Leitlinien zu überprüfen.
Auch die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) gratuliert auch zu den 40 Jahren Tierschutgzarbeit des TVT
Mediziner + Tiermediziner Markus Schick wird Staatssekretär im Agrarministerium
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat einen neuen Staatssekretär. Denn Dr. med. + Dr. med.vet. Markus Schick, bisher Leiter der Abteilung Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit, wurde von Minister Alois Rainer in diese Position berufen.
Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) hat den Mediziner und Tiermediziner Markus Schick in die Position des neuen Staatssekretärs berufen. Schick leitete bisher die Abteilung Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMEL).
Neuer Staatssekretär mit Tierarzt-Hintergrund
Der neue Staatssekretär bringt umfangreiche Erfahrung mit. Seit 2020 führte Schick die Abteilung Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit im BMEL. Zuvor arbeitete er als Präsident des Bayerischen Landesamtes für Pflege und Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.
Markus Schick promovierte in Medizin und Tiermedizin. Und er erwarb Fachtierarzt-Qualifikationen für Fortpflanzung und öffentliches Veterinärwesen.
Schick will Tierwohl und Wirtschaft vereinen
Schick selbst äußerte sich zu seiner neuen Aufgabe. „Mir ist es ein besonderes Anliegen, Tierwohl, Umwelt und wirtschaftliche Stabilität in Einklang zu bringen“, sagte er. Er wolle an „verlässlichen Rahmenbedingungen, praxistauglichen Regelungen und bürokratiearmen Verfahren“ arbeiten.
Die bisherige Staatssekretärin Silvia Bender (Grüne) verließ das Amt. Sie hatte die Position seit Dezember 2021 inne. Minister Rainer würdigte Benders Arbeit, insbesondere ihren Einsatz während der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.
Das Haustier von der Steuer absetzen - Was Sie wissen müssen
Tierarztkosten, der Tierfrisör, Futter, Spielzeug und so weiter belasten auf die Dauer ganz schön den Geldbeutel. Als Tierhalter nehmen Sie das hin, können aber mehr von der Steuer absetzen, als Sie denken.
Im Jahr 2012 beschloss das Finanzgericht Münster, dass Tierbesitzer "haushaltsnahe Dienstleistungen" für Haustiere in ihrer Einkommenssteuererklärung absetzen können. Dabei kommt es aber auf die Dienstleistung und die Aufgabe des Tieres an.
Was ist eine "haushaltsnahe Dienstleistung" eigentlich?
Eine sogenannte haushaltsnahe Dienstleistung ist eine Dienstleistung, die Sie als Tierbesitzer im Prinzip auch selbst erledigen könnten und die in direktem Zusammenhang mit Ihrem Haushalt steht. Konkret bedeutet das, es können Dienstleistungen wie Hundesitting, das Füttern des Tieres oder auch das Reinigen eines Käfigs abgesetzt werden. Die Dienstleistung muss in dem Haushalt, dem das Tier angehört, erbracht werden. Dabei ist es ganz egal, wie gefährlich oder anspruchsvoll die Dienstleistung ist: Ein Spaziergang mit dem Hund (der zuhause beginnt und endet) zählt genauso dazu wie die Reinigung eines Schlangenterrariums.
Tierarzt und Hundefrisör können normalerweise nicht von der Steuer abgesetzt werden - außer sie kommen zu Ihnen nach Hause. Ebenfalls nicht absetzbar sind zum Beispiel die Hunde- oder Pferdesteuer, Kosten für den Erwerb des Tieres und Materialkosten.
Kann eine Versicherung für das Tier abgesetzt werden?
Grundsätzlich ist es möglich, die Versicherung für Sie als Tierhalter von der Steuer abzusetzen. Dabei ist es ganz einfach, eine separat abgeschlossene Tierhalterhaftpflichtversicherung abzusetzen, wie sie oft für größere Tiere abgeschlossen wird. Kleinere Tiere wie zum Beispiel Kaninchen, Vögel oder abhängig von der Versicherung auch Katzen sind aber oft in der normalen Privathaftpflichtversicherung inbegriffen. In diesem Fall ist es sinnvoll, sich mit der Versicherung in Kontakt zu setzen und den Anteil der Tierversicherung bestätigen zu lassen. Diesen können sie dann in der Steuererklärung genau wie die Beiträge zur Tierhalterhaftpflichtversicherung als besondere Ausgaben absetzen.
Was sollten Sie unbedingt beachten?
Für die Absetzung haushaltsnaher Dienstleistungen gibt es zwei wichtige Voraussetzungen, die unbedingt erfüllt werden müssen: Zunächst ist wichtig, dass der Dienstleister ein angemeldetes Gewerbe führt. Nur dann kann Ihnen eine Rechnung ausgestellt werden, die von Ihrem zuständigen Finanzamt zur Überprüfung Ihrer steuerlichen Aktivitäten jederzeit eingefordert werden kann. Auch ganz wichtig ist, die Dienstleistung nicht bar zu entlohnen. Am besten überweisen Sie das Geld an den Dienstleister oder lassen es von ihm abbuchen - Finanzämter akzeptieren keine bar gezahlten Ausgaben in der Steuererklärung.
Die Absetzung haushaltsnaher Dienstleistungen kann Ihre Einkommenssteuer um bis zu 20% verringern, allerdings schränkt Paragraf 35a des Einkommenssteuergesetzes dies auf 4.000€ jährlich ein…. .
