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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Wie der NDR über Bauern berichtet: Ach, du heile Ackerwelt
Der NDR berichtet neuerdings oft einseitig positiv über Landwirtschaft. Manche führen diesen Trend auf den Druck durch die Bauernproteste zurück.
Bauernhof, das ist Idyll. Zumindest in einigen Sendungen des NDR. Der öffentlich-rechtliche Sender ist in jüngster Vergangenheit immer wieder durch einseitige Berichte über die Landwirtschaft aufgefallen – und zwar zugunsten des Bauernverbandes und nach rechts tendierender Landwirte. Vorläufiger Höhepunkt ist die zweite Folge des gemeinsam mit dem BR produzierten Formats „Klar“. Sie kann als Werbung für die AfD interpretiert werden.
Die 45-minütige Reportage stammt von einem Team um die Focus-online-Kolumnistin Julia Ruhs, die bekannt wurde auch durch ihre Kritik an „queeren Gaga-Workshops“ oder „woken“ Stellen im Koalitionsvertrag. Die „Klar“-Folge „Der Frust der Bauern“ hätte ähnlich unausgewogen und unkritisch gegenüber der AfD auch bei rechtspopulistischen Sendern wie Nius oder Auf1 laufen können.
Auch im Hörfunk ist es nicht besser, zum Beispiel bei „63 Hektar“, dem 2023 gestarteten Landwirtschaftspodcast von NDR Niedersachsen. Gastgeberin – wohlgemerkt nicht nur Gästin – ist die Landwirtin und Inhaberin einer PR-Agentur für Agrarfirmen: Maja Mogwitz. Man könnte sie also auch als Lobbyistin bezeichnen. … .
Landwirtschaft: Bauern vor der Ernte - „Liefert“ der neue Minister?
Auf den Getreidefeldern rollen jetzt die Mähdrescher an. Und viele Bauern hoffen nach einem trockenen Frühjahr zumindest auf eine normale Ernte. Im politischen Sommer will die Branche aber auch schon erste Schritte der neuen Bundesregierung sehen, die nicht nur den Krach um den Agrardiesel heilen soll. „Wir sind gespannt, was der Minister im Gepäck hat“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur vor dem Deutschen Bauerntag in Berlin. „Er muss jetzt liefern.“
Der neue Ressortchef, Alois Rainer von der CSU, will an diesem Donnerstag vor den Landwirten sprechen. Das von der Ampel-Koalition verfügte Aus für Diesel-Steuervergünstigungen, das heftige Proteste auslöste, will Schwarz-Rot wieder einkassieren. Erwartungen gibt es aber etwa auch beim Wandel zu mehr Tierschutz in den Ställen, über den seit Jahren diskutiert wird.
„Frisches Geld“ für Umbau der Tierhaltung
„Das Bekenntnis zur Weiterentwicklung der Tierhaltung ist ein wichtiges Signal. Es dürfen aber keine leeren Worte bleiben“, sagte Rukwied. „Gesellschaft und Politik möchten diesen Umbau, und wir wollen ihn umsetzen. Aber über den Markt allein wird es nicht funktionieren.“ Der Umbau gelinge nur, wenn Investitionen staatlich mitfinanziert würden. „Dafür braucht es frisches Geld, keine Umschichtungen im Agrarhaushalt.“
Rukwied sagte: „Wir erwarten jetzt konkrete Schritte. Daran werden wir den Minister auch messen.“ Entscheidend sei, dass das Geld bei den Landwirten ankomme. Für Investitionen in Ställe brauche es außerdem eine garantierte Planungssicherheit für 20 Jahre. Und: „Damit überhaupt investiert wird, braucht es Erleichterungen im Bau- und Emissionsschutzrecht.“… .
Agrarpolitik im Fokus: Bauern erwarten Taten von der neuen Bundesregierung
Die Landwirte fordern von der neuen Bundesregierung konkrete Maßnahmen, insbesondere zur Lösung des Agrardieselstreits und zur Förderung von Tierschutzmaßnahmen. Trotz gestiegener Lebensmittelpreise bleibt die Ernteerwartung optimistisch, auch wenn keine Rekorde zu erwarten sind.
Mit dem Einzug der Mähdrescher in die Getreidefelder hoffen viele Landwirte auf eine zumindest akzeptable Ernte nach einem trockenen Frühling. Doch jenseits der Felder, in der politischen Arena, sehnt sich die Branche nach entscheidenden Schritten der neuen Bundesregierung, insbesondere um den viel diskutierten Streitpunkt Agrardiesel zu lösen. „Wir sind gespannt, was der Minister im Gepäck hat“, verkündete Bauernpräsident Joachim Rukwied im Vorfeld des Deutschen Bauerntags in Berlin. Es liegt an Alois Rainer von der CSU, als neuer Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, den Forderungen der Landwirte Gehör zu schenken und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen.
Der vor kurzem von der Ampel-Koalition beschlossene Wegfall der Diesel-Steuervergünstigungen sorgte für erhebliche Unruhen, und die Hoffnung der Agrarvertreter liegt auf einer Rücknahme dieser Entscheidung durch die Schwarz-Rote Regierung. Doch die Erwartungen an den neuen Minister erstrecken sich über den Dieselstreit hinaus. Auch der Umbau zu mehr Tierschutz in den Ställen, ein lang diskutiertes Thema, rückt ins Zentrum der agrarpolitischen Agenda. „Das Bekenntnis zur Weiterentwicklung der Tierhaltung ist ein wichtiges Signal“, betonte Rukwied. „Politik und Gesellschaft wollen diesen Wandel, doch es bedarf staatlicher Investitionen. Einig ist man sich darüber, dass frisches Geld benötigt wird, anstatt des Umverteilens im Haushalt.
Stickstoffemissionen um bei Wiederkäuern bis zu 81 % senken
Ein interdisziplinäres Forschungsteam hat herausgefunden, dass Weidenlaub das Potenzial hat, Ammoniak- und Lachgasemissionen aus der Rinderhaltung drastisch zu reduzieren. Die im Fachjournal Agriculture, Ecosystems & Environment veröffentlichte Studie zeigt: Ein natürlicher Futterzusatz könnte die Weidehaltung umweltfreundlicher machen – und ein traditionelles Heilmittel findet eine neue Anwendung.
Ein uraltes Naturheilmittel könnte künftig helfen, den ökologischen Fußabdruck der Landwirtschaft zu verringern: Weidenlaub. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts haben Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Nutztierbiologie (FBN) und anderer beteiligten Universitäten gemeinsam nachgewiesen, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Weidenblätter die umwelt- und klimaschädlichen Stickstoffemissionen aus dem Urin von Rindern signifikant senken können – um bis zu 81 Prozent.
Ammoniak (NH₃) und Lachgas (N₂O) gehören zu den zentralen gasförmigen Stickstoffverbindungen, die weltweit von der Landwirtschaft in großen Mengen freigesetzt werden. Rund 80 Prozent der globalen Ammoniak- und 81 Prozent der Lachgasemissionen gehen auf diesen Sektor zurück. Besonders problematisch: Während Ammoniak Böden versauert und Ökosysteme überdüngt, wirkt Lachgas etwa 300-mal stärker auf das Klima als CO₂ und bleibt rund 150 Jahre in der Atmosphäre…. .
Landwirtschaftliche Produktion im Widerspruch zum Klimaschutz
agriversa.org – wirksame Zukunftslösung für eine umwelt- und tiergerechtere sowie effiziente Milchkuhhaltung
Der Klima-, Umwelt- und der Tierschutz haben im Koalitionsvertrag der deutschen Bundes-regierung zurecht absolute Priorität erhalten! Hiernach muss u. a. auch die deutsche Milchwirtschaft in den nächsten 10 bis 20 Jahren nicht nur sehr große Mengen CO2 Äquivalent einsparen, sondern sie muss auch das Tierwohl, den Tierkomfort und damit die Tiergesundheit nachhaltig verbessern. Und sie muss aufgrund des bestehenden akuten Hungers in der Welt einen wesentlichen größeren Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherheit leisten.
Als Lösungsansätze werden hierfür von der Bundesregierung, der Borchert Kommission, und von diversen Wissenschaftsdisziplinen sowie von Beratungsorganisationen und -unternehmen neben der Anwendung und Umsetzung ökologischer Anbau- und Bewirtschaftungsformen, der extensiven Weidehaltung bzw., dem tiergerechten Umbau von veralteten, offenen Stallanlagen und vor allem durch die radikale Reduzierung der Rinderbestände, wie das beispielsweise das BMEL, Boston-Consult u.a.m. fordern, mit allen negativen Folgen für die Landwirtschaft und die Lebensmittel-industrie, vorgeschlagen und präferiert!
Mit dem Beginn des Ukraine-Krieges sind diese Regierungsbeschlüsse jedoch sehr starken Veränderungen unterworfen. Die sichere Versorgung der Bevölkerung und der Industrie mit Energie ist ins Zentrum der aktuellen Politik gerückt.
Wir brauchen den „ZukunftsStall für Milchkühe 4.0„
Vor der Landwirtschaft steht aber nach wie vor die wichtige Aufgabe, einen ZukunftsStall für Milchkühe zu entwickeln und diesen schnellstmöglich in die Milchwirtschaft ein zu-führen. Es bedarf eines Stalls, der nicht nur die geforderten ambitionierten Klima- und Umweltziele erfüllt, sondern der gleichzeitig dazu beiträgt, dass ein hohes Maß an Tierwohl, an Kuhkomfort, an Tiergerechtigkeit und nicht zuletzt eine hohe Wirtschaftlichkeit der Milchwirtschaft gewährleistet wird.
Dazu hat die Agriversa Gruppe Potsdam/Berlin in enger Kooperation mit namhaften Partnern aus der Industrie, der Wissenschaft sowie engagierten Milchbäuerinnen und Milchbauern, in den letzten zehn Jahren den „Agriversa NullEmissions – MilchkuhStall 4.0“ (ANMS 4.0) entwickelt und zur Praxisreife geführt. Mit seinen ergänzenden wirtschaftlich eigenständigen Produktionsabteilungen, insbesondere der „Agriversa Biogasanlage.Plus 4.0“ mit Brandschutzanlage, Gasreinigung, katalytischem Methangasreaktor, Dampfreforming, ist der Agriversa ZukunftsStall 4.0 in der Lage, den gestellten Anforderungen im hohen Maße gerecht zu werden.
Bedeutung der Tollwutimpfung bei Haustieren nach einem Vorfall in Raleigh
Ein jüngster Vorfall in Raleigh, bei dem ein Hund von einem Kaninchen -Waschbär gebissen wurde, hat sich der Bedeutung von Tollwutimpfungen für Haustiere erneut bewusst.
In Raleigh (Stadt in North Carolin) gab es einen besorgniserregenden Vorfall, als ein Hund von einem Kaninchen -Waschbär gebissen wurde. Dank der gegenwärtigen Tollwutimpfung des Hundes konnte das Tier schnell mit einem Booster behandelt werden und es wird erwartet, dass es keinen dauerhaften Schaden darstellt. Dieser Vorfall unterstreicht, wie wichtig es ist, Haustiere regelmäßig gegen Tollwut geimpft zu haben, um sie vor dieser gefährlichen Krankheit zu schützen.
Die Behörden von Wake County reagierten sofort und bestätigten, dass der Waschbär positiv auf Tollwut getestet wurde. Die schnelle Reaktion der Tierkontrolle und die Tatsache, dass der Hund geimpft wurde, verhinderte schlechter. Tara Waters, Kommissarin von Wake County, betonte die Bedeutung der Impfung und forderte die Bevölkerung auf, ihre Haustiere regelmäßig impfen zu lassen.
Die Tollwut ist eine ernsthafte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit. Es wird durch den Biss eines infizierten Tieres übertragen und kann ohne rechtzeitige Behandlung tödlich sein. In den USA sind Tollwut in wilden Tieren wie Waschbären, Fledermäusen und Füchsen weit verbreitet. Haustiere, die mit diesen Tieren in Kontakt kommen, sind besonders gefährdet.
Um das Risiko einer Infektion von Tollwut zu minimieren, empfehlen die Behörden, unbekannte Tiere nicht zu ernähren oder zu Schlaganfällen und nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Wenn ein Haustier mit einem möglicherweise tollwütigen Tier in Kontakt kommt, ist es wichtig, einen Tierarzt sofort zu sehen.
Die Gesundheitsbehörden von Wake County haben eine Liste von Vorsichtsmaßnahmen veröffentlicht, um das Risiko einer Infektion von Tollwut zu verringern. Dies schließt ein, dass Haustiere mit ihren Impfungen immer auf dem neuesten Stand sein sollten und Sie sicherstellen sollten, dass Sie keine Nahrung im Freien lassen, die wilde Tiere anziehen könnten.
Dieser Vorfall in Raleigh zeigt, wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit von Haustieren und Menschen zu schützen. Die Impfung ist der wirksamste Schutz gegen Tollwut und sollte nicht vernachlässigt werden.
Mastitis: Den Ursachen auf der Spur - Was Tierärzte über konventionelles und automatisches Melken unbedingt wissen sollten
Zum AVA-Intensiv-Seminar für Tierärztinnen und Tierärzte am 02. Juli 2025 in Steinfurt (Münsterland):
Als Ursache erhöhter Zellzahlen und geringer Milchleistung wird meist mangelhaftes Melken angenommen. Und tatsächlich bestehen seitens der Melktechnik noch immer zahlreiche Defizite, die neben ungenügender Stallhygiene und nicht bedarfsgerechter Nährstoffversorgung wesentlich zu (oft anhaltend) schlechter Eutergesundheit und enttäuschender Milchleistung beitragen.
Das gilt nicht nur für konventionelle Melkanlagen, sondern auch für die vermeintlich fortschrittlichen Melkroboter. Letztere beeindrucken zwar durch diverse technisch hoch entwickelte Komponenten, wie z.B. Ansetzautomaten und diverse Sensoren. Dennoch weisen alle zurzeit verfügbaren automatischen Melksysteme seitens der unmittelbar auf die Euter einwirkenden (originären) Melktechnik noch immer gravierende Unzulänglichkeiten auf. Diese Mängel der "euternahen Melktechnik" bestehen (ebenso wie in vielen konventionellen Melkanlagen) insbesondere in starken unkontrollierten Schwankungen des in den Zitzengummis direkt auf die Euter einwirkenden Vakuums. Hinzu kommt die fehlende Möglichkeit zum Nachmelken. Ein weiteres Manko der Melktechnik ist in zahlreichen konventionellen und automatischen Melkanlagen eine ungenügende Führung der langen Milchschläuche, die zu schräg sitzenden Melkbechern und Lufteinbrüchen in die Zitzengummis führt.
Die melktechnischen Mängel der verschiedenen Melkanlagen sind zwar höchst unterschiedlich. Ihre Folgen sind hingegen weitgehend einheitlich. Diese bestehen insbesondere in einer verbreitet unvollständigen Euterentleerung sowie der Schädigung des Eutergewebes, insbesondere der Zitzenkuppen und ihrer Infektionsbarrieren. Beides begünstigt neue Euterinfektionen und beeinträchtigt den Behandlungserfolg. Für erfolglose Therapieversuche werden dann oft ungerechtfertigterweise die verwendeten Medikamente und nicht zuletzt die behandelnden Veterinäre verantwortlich gemacht, nicht aber die anhaltenden Mängel, die seitens der Melktechnik und evtl. auch im Bereich der Haltung und Fütterung bestehen.
In diesem Seminar lernen Sie, woran Sie mangelhaftes Melken auch ohne Prüfgeräte und ohne Detailwissen über die verschiedenen Modelle konventioneller bzw. automatischer Melkanlagen erkennen können. Zudem erfahren Sie, welche Lösungsmöglichkeiten jeweils bestehen und wie Sie zur Mangelbeseitigung beitragen können. Im Einzelnen werden im Seminar folgende Themen ausführlich behandelt:
▪ Biologische & technische Grundlagen des Maschinenmelkens
▪ Einfluss des Melkens auf Eutergesundheit, Milchleistung & Milchqualität
▪ Tiergerechte Melktechnik: Anforderungen & verbreitete Mängel
▪ Bedeutung und Beeinflussung der Melkintervalle
▪ Fachgerechte Melkroutine
▪ Hygiene in Melksystemen
▪ Automatische Kontrolle der Milchqualität und Eutergesundheit
Versäumen Sie nicht diese ganztägige spezielle „Mastitis-Fortbildung“ am 02. Juli in Steinfurt, um auch das Wissen links und rechts der obligatorischen Mastitis-Therapiemaßnahmen zu erlangen, wovon Sie ansonsten nur selten erfahren werden....Sie erfahren verdammt viel über das "Drumherum" im Seminar zu einer erfolgreichen Mastitissanierung, was Sie sonst nie erfahren würden....
Schon wieder: Erneut zwei Menschen mit (Tularämie) Hasenpest Nähe München infiziert
Zwei Menschen aus dem nördlichen Landkreis München haben sich mit Hasenpest infiziert. Eine der beiden Infektionen sei mit Sicherheit auf einen Zeckenstich zurückzuführen, bei der anderen werde es ebenfalls vermutet, teilte das Landratsamt München mit.
Die Infizierten werden demnach mit Antibiotika behandelt und ihr Gesundheitszustand besserte sich bereits. Bei Hasenpest handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die in Deutschland laut Landratsamt München selten, aber zunehmend häufig gemeldet wird. 71 registrierte Fälle gab es 2024 in Bayern.
Erreger typischerweise durch Insekten übertragen
Der Erreger kommt laut Landesgesundheitsamt vor allem in Wildtieren wie Feldhasen aber auch Mäusen, Eichhörnchen oder Vögeln vor. Typischerweise übertragen Insekten wie Zecken oder Bremsen das Bakterium von infizierten Tieren. Unter Umständen ist eine Infektion auch beim Einatmen kontaminierter Partikel zum Beispiel bei der Gartenarbeit möglich, wie das Landratsamt München mitteilte. Nicht bekannt sei derzeit eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Symptome einer Infektion sind den Angaben zufolge unter anderem Fieber, Mattigkeit und eine Schwellung der Lymphknoten. Mit Antibiotika könne man die Krankheit bei frühzeitiger Diagnose gut behandeln.
Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit toten Wildtieren
Die Gesundheitsbehörden rieten dazu, nach Garten- und Waldarbeiten Hände zu waschen, Zeckenschutzmittel und lange Kleidung als Schutz vor Insekten zu tragen. Außerdem empfehlen sie, Wildfleisch vollständig zu garen und keine toten Hasen oder Kaninchen zu berühren. Das Gesundheits- und Veterinäramt im Landkreis riet zu erhöhter Wachsamkeit, einen Grund zur Beunruhigung gebe es aber nicht.
Wie sehr leiden Schweine bei der Betäubung? Aufnahmen aus Schlachthof
Ein Schlachthof-Besitzer klagt gegen heimlich gemachte Aufnahmen aus seinem Betrieb. Tierrechtsaktivisten finden: Die Bilder gehören in die Öffentlichkeit. Über einen Prozess, der viel erzählt vom Umgang der Gesellschaft mit ihren Nutztieren…. . (mehr ist leider nicht ohne Abo „lesbar“)
Hierzu auch in „tageschau.de“ (mit Video):
Sollten Schlachthöfe mit CO2 betäuben dürfen? (mit Video)
Tiere sollen in Schlachthöfen möglichst wenig leiden. Deshalb werden sie vorher mit CO2 betäubt. Aber ist dies tatsächlich so sanft wie dargestellt? Tierschützer und Juristen haben Zweifel.
Rund 45 Millionen Schweine werden pro Jahr in Deutschland geschlachtet. Doch bevor sie in den Schlachthöfen durch Entblutung sterben und zerlegt werden, müssen sie tief betäubt sein. Das Tier darf den Schlachtvorgang nicht erleben - so steht es im Gesetz. Doch wie ist die Praxis? Rund 80 Prozent aller Schweine in Deutschland, das sind pro Jahr rund 34 Millionen Tiere, werden in den Schlachthöfen mit Kohlendioxid betäubt. Die Methode ist erlaubt. Doch ist sie auch tierschutzkonform?
Vor wenigen Wochen wollen Tierrechtsaktivisten der Gruppe Animal Rights Watch dies genauer wissen. Sie steigen mit Kletterausrüstung und Atemschutzgerät in einen norddeutschen Schlachthof ein, platzieren rund um die CO2-Betäubungsanlage kleine Kameras. Sie haben für ihre Recherchen einen Schlachthof ausgewählt, der im Netz vor allem mit seinem hohen Tierwohlstandard wirbt. Tierwohl stehe bei dem Unternehmen an erster Stelle, habe oberste Priorität, heißt es da. Der Firma gehe es um Nachhaltigkeit, die Tiere würden respektvoll behandelt.
Schreiende Tiere in Panik
Doch als die Tierrechtler Wochen später die Aufnahme auswerten, zeigt sich ein anderes Bild. Zunächst ist zu sehen, wie ein Mitarbeiter im sogenannten Zutriebsbereich die Tiere zu kleinen Gruppen von vier bis sechs Schweinen zusammenstellt. Dafür schiebt er sie mit einem Paddel vor einen Aufzug. Eine Klappe öffnet sich auf Knopfdruck und ein Schieber drückt die Tiere sanft hinein. Die beladene Gondel fährt langsam nach unten. Dort befindet sich eine dichte Kohlendioxid-Konzentration.
Schon nach wenigen Metern Aufzugfahrt reagieren die Tiere. "Die Tiere bekommen Atemnot und das subjektive Gefühle zu ersticken. Sie haben sehr große Panik und wollen der Situation entkommen. Sie wollen flüchten. Das geht aber nicht, weil sie eingesperrt sind", sagt Scarlett Treml, Sprecherin der Tierrechtsgruppe Animal Rights Watch (ARIWA). Es sei vor diesem Hintergrund eine Frechheit zu behaupten, "dass die Tiere schonend und schnell ihr Bewusstein verlieren".
Das ARD-Magazin Plusminus hat die Betäubungsphase zeitlich gemessen. Demnach dauert es bis zu 90 Sekunden, bis die Tiere betäubt sind. Währenddessen schreien sie und erleben Panik…. .
Krankenhauskeime mit Zoonosepotenzial – Hunde im Fokus
Begleithunde im Krankenhaus können Wohlbefinden und Genesung der Patient*innen beeinflussen. Aber welche Rolle spielen sie als potenzielle Krankheitsüberträger?
Zoonosen sind Infektionskrankheiten, welche vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Sowohl Bakterien als auch Viren, Pilze, Würmer oder Einzeller spielen dabei eine entscheidende Rolle. Da der Kontakt zwischen Hunden und Menschen oft besonders eng ist, ist es gut zu wissen, welche Erkrankungen nicht nur das geliebte Haustier belasten können. Hunde kommen manchmal auch als Begleiter für den Regenerationsprozess im Krankenhaus zum Einsatz, da sie auf die Genesung der Patient*innen eine positive Auswirkung haben. Doch gerade im Krankenhaus ist die Gefahr besonders hoch, dass sich ohnehin immungeschwächte Menschen mit Zoonosen infizieren und schwer, eventuell sogar lebensgefährlich, erkranken.
Hautinfektionen: Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA)
Hunde können Träger und somit Verschlepper des gefürchteten Methicillin-resistenten Bakteriums Staphylococcus aureus sein. Dieser Hautkeim weist nicht nur gegenüber Methicillin Resistenzen auf, gegen ihn sind auch viele weitere Antibiotika wirkungslos. Hunde können sowohl symptomlose Träger des Erregers sein als auch selbst damit infizierte Wunden haben. Um gerade in Krankenhäusern eine Übertragung auf den Menschen zu verhindern, ist eine intensive Handdesinfektion vor und nach dem Kontakt mit dem Hund extrem wichtig. Wenn das Tier allerdings selbst eine Hautinfektion hat, sollte es von den Patient*innen im Krankenhaus solange ferngehalten werden, bis die Wunde vollständig verheilt ist.
Fäkal-oral übertragbare Erreger: Clostridium difficile, Salmonella spp., Extended-Spektrum-Beta-Laktamase produzierende Enterobacteriaceae
Hundekot ist eine wichtige Übertragungsquelle von Zoonoseerregern. Hunde können dabei trotz einer Infektion selbst vollkommen symptomlos sein und lediglich die Keime ausscheiden. Gerade deshalb bergen die Fäkalien eine große Infektionsgefahr, weshalb ein bedachter, streng hygienischer Umgang damit notwendig ist. In aller Regel sollte der Mensch sich gründlich die Hände reinigen und desinfizieren, wenn er in Berührung mit dem Hund oder dessen Ausscheidungen gekommen ist… .
