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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Rainer plant Videoüberwachung in Schlachthöfen
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer plant die Einführung einer verpflichtenden Videoüberwachung in Schlachthöfen
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Bundeslandwirtschaftsminister lehnt Zuckersteuer ab
Im Kampf gegen Übergewicht vor allem bei Kindern wird immer wieder die Forderung nach einer bundesweiten Zuckersteuer laut. Zuletzt kündigte Schleswig-Holstein (Ministerpräsident Daniel Günther (CDU)) eine entsprechende Bundesratsinitiative an.
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Wölfe auf Spielplatz - Panikmache unbegründet
Nach der Sichtung von zwei Wölfen an einem Spielplatz in einem Dorf im oberbayerischen Landkreis Eichstätt bittet der Bürgermeister um Meldung bei weiteren Begegnungen mit den Tieren.
«Wenn wieder Sichtungen sind, brauchen wir das gemeldet», sagte der Rathauschef der Gemeinde Altmannstein, Norbert Hummel (CSU). Dann könne man gegebenenfalls versuchen, die Tiere mit sogenannten Vergrämungsmaßnahmen aus Siedlungen fernzuhalten.
Die Reaktion der Anwohner auf die Sichtung samt Video, das unter anderem Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) auf X geteilt hatte, sei «gefasst» gewesen, sagte Hummel. «Panik ist keine ausgebrochen, die Menschen können mit der Situation gut umgehen.» Gleichzeitig seien Eltern mit Kindern vorsichtig - ebenso Hundebesitzer und Tierhalter, sagte der CSU-Politiker. «Sie erwarten schon auch, dass das kein Dauerzustand wird.»
Zunächst bemühe sich die Gemeinde mit dem Landratsamt, einen Experten des Landesamts für Umwelt für Tipps zum Thema in den Ort zu holen, sagte Hummel. Ansonsten seien die Behörden aber vor allem auf die Meldung weiterer Sichtungen angewiesen. Seit dem Video vom Donnerstag habe sich schon ein Schlepperfahrer gemeldet, der zwei mutmaßliche Wölfe auf der Flur gesehen habe, sagte der Bürgermeister. Etwa fünf Kilometer vom Ort des Videos, dem Altmannsteiner Ortsteil Mendorf, sei das gewesen.
Wurde die Mutter der Tiere überfahren?
Nachdem Anfang November in der Nähe eine Wölfin von einem Auto erfasst und getötet worden war, werde vermutet, dass es sich bei den beiden Jungwölfen um deren Nachwuchs handeln könnte, sagte Hummel. Falls die beiden Jungtiere anfingen, bei Wohngebieten auf Nahrungssuche zu gehen, oder sich an Menschen gewöhnten, müsse man versuchen, «die wieder in den Wald zu bekommen». Bis dahin gilt erst einmal: Augen offenhalten.
Das Video eines Anwohners aus Mendorf vom Donnerstag hatte im Internet für Aufmerksamkeit gesorgt. Während Nutzer in den Kommentarspalten unter dem Video Sorge um die Sicherheit der Menschen vor Ort kundtaten und teils den Abschuss der Tiere forderten, betonten Experten der zuständigen Behörden, dass das Verhalten der Tiere nicht ungewöhnlich sei - und die Gefahr für Menschen gering.
Wölfe seien zwar grundsätzlich vorsichtig und mieden Menschen, sagte eine Sprecherin des Landesamts für Umwelt. «In dicht besiedelten Kulturlandschaften wie Deutschland kommt es dennoch vereinzelt vor, dass Wölfe an Dörfern vorbeilaufen oder Streusiedlungen durchqueren.» Meistens geschehe dies nachts im Dunklen, manchmal aber auch tagsüber.
Weniger Pestizide durch Präzisionslandwirtschaft
Die Bundesregierung will den Umfang und das Risiko beim Pflanzenschutzmitteleinsatz reduzieren. Dieses Ziel solle auf praxistaugliche Weise und zusammen mit der Landwirtschaft erreicht werden, heißt es in der Antwort (21/3270) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/2831) der Grünen-Fraktion.
Daher setze die Bundesregierung auf Anreize für die Präzisionslandwirtschaft und den integrierten Pflanzenschutz, indem unter anderem digitale Experimentierfelder in der Landwirtschaft, Zukunftsbetriebe zur Implementierung nachhaltiger digitaler Technologien und Künstliche Intelligenz für den Pflanzenschutz gefördert werden.
Darüber hinaus werde über das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) seitens des Bundes und der Länder mitteleinsparende Anwendungstechnik gefördert.
Sinkender Selbstversorgungsgrad in Deutschland besorgniserregend?
Die schwache Getreideernte 2024 hinterlässt deutliche Spuren in der Versorgungsbilanz Deutschlands.
Wie aktuelle Daten des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) zeigen, ist der Selbstversorgungsgrad bei Getreide im Wirtschaftsjahr 2024/25 im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozentpunkte auf knapp 100% gesunken. Auch die Inlandsverwendung nahm leicht ab; um 4% auf 39,2 Mio. Tonnen.
Bei Weichweizen und Gerste sank der Anteil des Inlandverbrauchs, der aus deutscher Produktion gedeckt wurde; bei Hartweizen nahm er dafür ein wenig zu. So wurde durch die inländische Erzeugung zwar mehr als der deutsche Bedarf gedeckt, nämlich 108%, im Jahr davor waren es aber noch 118%. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Gerste.
Während 2024/25 nur noch 124% des Bedarfes aus deutscher Produktion gedeckt wurden, waren es ein Jahr zuvor 133%. Etwas zugenommen hat die Selbstversorgung dafür beim Hartweizen: 22% der Inlandsverwendung konnten von der heimischen Landwirtschaft gedeckt werden, nach 19% im Vorjahr.
Schlechteste Ernte seit Jahren
Begründet wurde der gesunkene Selbstversorgungsgrad vom BZL mit der deutlich niedrigeren Ernte von 2024. Bestätigt wurde diese Einschätzung auch vom Deutschen Raiffeisenverband: „Die Ernte 2024 war die schlechteste seit Jahren“, kommentierte der Getreidemarktreferent Guido Seedler gegenüber AGRA Europe. Ihm zufolge litt die Herbstaussaat unter starken Regenfällen, wodurch viele Flächen nicht mehr befahrbar waren. „Deshalb sank die Winterweizenanbaufläche und damit auch die Erntemenge auf einen historischen Tiefststand“, erklärte Seedler.
Klimawandel macht Ernten volatiler
Wie der DRV-Getreidemarktreferent weiter erklärt, zeigte die Ernte von 2024 erneut die Herausforderungen im Ackerbau: Flächenverluste und die zunehmenden Wetterunbilden. „Um unter diesen Voraussetzungen weiterhin Erntemengen oberhalb des Selbstversorgungsgrads einzufahren, müssen die vorhandenen Ackerflächen für die Landwirtschaft gesichert werden“, mahnt Seedler.
Außerdem brauche es Anbausysteme, die dem Klimawandel trotzten, so seine Einschätzung. Ohne eine wasserschonende Bodenbearbeitung und Innovationen sei dies aber kaum möglich. „Entscheidend für die Sicherung der Versorgung sind für mich die Züchtung trockenheitsresistenter Sorten und ein moderner Pflanzenschutz“, sagte er.
Entwarnung für 2025/26
Der DRV kann zumindest für das laufende Wirtschaftsjahr hinsichtlich der Getreideversorgung Entwarnung geben: „Wir fuhren in Deutschland die beste Ernte seit 2017 ein, die mengenmäßig deutlich über dem Verbrauch liegt“, sagte Seedler. Das aktuelle Ergebnis dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erntemengen zunehmend volatiler würden. „Daher müssen wir die genannten Innovationen dringend umsetzen, um auch morgen noch sichere Ernten einfahren zu können.“
Ministerpräsident Günther will bundesweite Zuckersteuer
Schleswig-Holsteins Regierungschef Günther, „der ja sichtlich nicht an Überwicht leidet“ (AVA-Anmerkung), will eine Zuckersteuer auf Bundesebene voranbringen. Was steckt hinter dem Vorstoß?
Gegen Übergewicht und für eine gesündere Ernährung: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther möchte sich für die Einführung einer bundesweiten Zuckersteuer einsetzen.
«Im ersten Quartal des kommenden Jahres werden wir eine Bundesratsinitiative ergreifen», sagte der CDU-Politiker der «Welt». «Eine Zuckersteuer ist politisch und ökonomisch längst geboten, weil zu starker Zuckerkonsum erhebliche gesundheitliche Probleme und damit auch enorme gesellschaftliche Kosten verursacht.»
Mitte Oktober hatte sich bereits Schleswig-Holsteins Landtag für eine Herstellerabgabe auf besonders zuckerhaltige Soft- und Energy-Drinks ausgesprochen. Das Parlament forderte die Landesregierung mit den Stimmen fast aller Fraktionen auf, sich auf Bundesebene für eine nationale Zuckersteuer oder Zuckerabgabe auf Soft- und Energy-Drinks einzusetzen. Günther kündigte an, das Thema zudem beim CDU-Bundesparteitag im Februar einzubringen.
Wer noch für eine Zuckersteuer ist
«Lieber wäre es mir, wenn wir das ohne staatliche Regulierung hinbekämen - aber so weit sind wir offenbar noch nicht», sagte der Regierungschef. Ärztevertreter fordern seit langem eine solche Abgabe. Zuletzt hatte Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi von der Bundesregierung eine Zuckersteuer auf Softdrinks gefordert.
Ärzte und Ärztinnen warnen, zu viel Zucker führe zu Adipositas, Diabetes Typ 2, Karies und Fettlebererkrankung, hieß es. Nach Ansicht der sächsischen Landesärztekammer hat sich in Ländern wie Großbritannien und Mexiko gezeigt, dass eine Zuckersteuer und ein Werbeverbot wirkten.
Was empfiehlt die WHO?
Laut einer im vergangenen Jahr von der Verbraucherorganisation Foodwatch vorgestellten Analyse enthielten 136 untersuchte Getränke wie Limonaden, Energydrinks und Fruchtsäfte im Schnitt 7,8 Prozent Zucker. Das seien mehr als sechs Zuckerwürfel pro 250-Milliliter-Glas. In der Untersuchung hätten 117 der 136 Getränke die Schwelle von 5 Gramm Zucker je 100 Milliliter überschritten, ab der in Großbritannien die Limo-Steuer fällig wird.
Für eine gute Ernährung empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Menschen mit gesundem Körpergewicht täglich nicht mehr als 50 Gramm des sogenannten freien Zuckers, idealerweise sogar weniger als 25 Gramm (sechs Teelöffel).
Werden wir bei der Afrikanischen Schweinepest unvorsichtig? Sind wir bereit, wenn der Wolf kommt?
Angesichts der weltweiten Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in den letzten Jahren stellt sich die Frage: Sind wir für dieses erhöhte Risiko ausreichend vorbereitet?
Der Schlüssel zur Vorbereitung
In einem ASP-freien Land bedeutet Vorbereitung:
- die Biosicherheit auf landwirtschaftlichen Betrieben zu stärken,
- das Risiko einer Einschleppung in das Land zu minimieren,
- die Früherkennung zu optimieren und
- die Bekämpfungsmaßnahmen für den Ausbruchsfall zu testen.
Die folgenden Absätze befassen sich mit diesen vier Punkten.
Die Biosicherheit auf Schweinebetrieben hat sich im Allgemeinen verbessert. Allerdings kann man in intensiven Systemen nicht das gleiche Sicherheitsniveau erwarten wie in extensiven Systemen. Oftmals schränken die mit der Umsetzung von Biosicherheitsmaßnahmen verbundenen Kosten und manchmal auch die geltenden Vorschriften (Umweltauflagen, kommunale Vorschriften usw.) die Möglichkeiten der Betriebe ein, allen Empfehlungen nachzukommen. Beispielsweise erfordern Vorschriften zum Bau physischer Barrieren, wie etwa Umzäunungen, erhebliche Investitionen und oft Genehmigungen, die bei den Behörden einzuholen sind. Dennoch können manchmal die einfachsten Maßnahmen den Unterschied machen. Jüngste Risikoanalysen haben beispielsweise gezeigt, dass der Einsatz von Insektenschutznetzen das Risiko des Eindringens des ASP-Virus deutlich verringert, was die Wirksamkeit einfacher, aber grundlegender Vorsorgemaßnahmen unterstreicht. In jedem Fall müssen sich alle landwirtschaftlichen Betriebe an den Bemühungen zur Verbesserung der Biosicherheit beteiligen. Selbst ein geringer Prozentsatz an Nichtbefolgung kann der gesamten Branche erheblichen Schaden zufügen.
Es ist allgemein bekannt, dass die wichtigste Biosicherheitsmaßnahme ein wildschweinsicherer Zaun ist, entweder doppelt oder gemauert, und dennoch gibt es nach wie vor viele Betriebe, die aus dem einen oder anderen Grund nicht über eine solche Absicherung verfügen.
Es ist entscheidend, das Risiko einer Einschleppung über lebende Tiere, kontaminierte Produkte, den Seehandel usw. so gering wie möglich zu halten. Derzeit ist die Verbringung infizierter Wildschweine in die Europäische Union glücklicherweise äußerst unwahrscheinlich. Dies ist unter anderem der begrüßenswerten Initiative des spanischen Landwirtschaftsministeriums zu verdanken, solche Verbringungen auf EU-Ebene zu untersagen. Demgegenüber nimmt der Handel mit lebenden Hausschweinen weiter zu…. .
…Das Fazit ist, dass unsere Wachsamkeit nicht nachlassen darf. Aufmerksamkeit und Früherkennung, kontinuierliche Schulungen sowie ein reibungsloser Austausch zwischen allen Akteuren – Erzeugern, Tierärzten, Jägern, Transporteuren und Behörden – sind entscheidend, um potenzielle Ausbrüche rechtzeitig zu erkennen. Der Schlüssel liegt dabei nicht nur darin, angemessen zu reagieren, sondern dem Virus stets einen Schritt voraus zu sein… .
UK: Tierschutzausschuss empfiehlt Abkehr von der CO₂-Betäubung bei der Schlachtung
Der britische Tierschutzausschuss hat seine Stellungnahme zu den Auswirkungen der CO2-Gasbetäubung auf das Tierwohl von Schweinen sowie zu möglichen alternativen Betäubungsmethoden veröffentlicht.
Der britische Tierschutzausschuss (Animal Welfare Committee) hat empfohlen, CO2 als Methode zur Betäubung von Schweinen vor der Schlachtung innerhalb von fünf Jahren schrittweise abzuschaffen.
Das unabhängige Beratungsgremium, das das britische Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Entwicklung (Defra) sowie die dezentralen Verwaltungen berät, hat eine Stellungnahme zu den „Auswirkungen der Betäubung mit hochkonzentriertem CO2-Gas auf das Tierwohl von Schweinen und zu möglichen alternativen Betäubungsverfahren“ veröffentlicht.
Der Bericht hebt hervor, dass die Exposition von Schweinen bei vollem Bewusstsein gegenüber hohen CO2-Konzentrationen mit drei wichtigen Tierschutzproblemen verbunden ist: Schmerz, Atemnot und Angst. Zudem untersucht er die Umsetzbarkeit anderer Betäubungsmethoden, darunter die Exposition gegenüber einem Inertgasgemisch wie Argon oder Stickstoff. Er weist darauf hin, dass der Einsatz von Inertgasen in bestehenden oder modifizierten CO2-Betäubungsanlagen mit „technischen Herausforderungen“ verbunden ist.
Der Bericht stellt jedoch fest, dass die Betäubung durch Argon „nur minimale unmittelbar sichtbare Reaktionen hervorruft, da diese Gase vom Schwein nicht direkt wahrgenommen werden können“. „Der Eintritt in die Bewusstlosigkeit erfolgt jedoch weiterhin nur allmählich, und es ist zu beachten, dass alle tödlichen Betäubungsgemische in kontrollierter Atmosphäre mit einem gewissen Maß an Beeinträchtigung des Tierwohls verbunden sind“, heißt es in dem Bericht.
Weiter wird hervorgehoben, dass das Beimischen von CO2 zu Inertgasen keinen Vorteil für den Tierschutz bietet. Der Bericht befasst sich auch mit der elektrischen Betäubung, Bolzenschussgeräten und dem Handling der Tiere vor der Betäubung, geht auf Fragen der Fleischqualität und der Kosten ein und erörtert die ethischen Aspekte der verschiedenen Methoden.
Nachfolgend diesbezüglich eine Reihe von Empfehlungen an Regierung und Branche... .
Apothekenreform: Ärzte fühlen sich bedroht
Der Vorstand der Kassenärztliche Bundesvereinigung zeigt sich besorgt über die Pläne der Regierung, den Apotheken mehr Verantwortung in der Primärversorgung zu übertragen. Es drohe die »Aushöhlung ärztlicher Kompetenzen«, heißt es in einer KBV-Stellungnahme.
Der Kabinettsbeschluss zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) ist unter anderem vorgesehen, dass Apotheken unter streng definierten Bedingungen verschreibungspflichtige Arzneimittel abgeben dürfen. Auch Impfungen und Tests in Apotheken sollen ausgeweitet werden.
Mit dem ApoVWG übertrage die Politik Apothekern originär ärztliche Aufgaben, obwohl sie dafür nicht qualifiziert seien, kritisieren die KBV-Vorstände Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner. Ärztliche Diagnostik, Indikationsstellung und Therapie seien »keine Bausteine, die nach Belieben in andere Hände gelegt werden dürften«.
Bei der Auswahl der Rx-Medikamente, die laut Entwurf ausnahmsweise ohne Vorliegen einer Verordnung abgegeben werden können, will sich das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie den Arzneimittelkommissionen der Ärzte- und Apothekerschaft abstimmen. Explizit ausgeschlossen werden sollen Arzneimittel mit hohem Missbrauchs- und Abhängigkeitspotential sowie systemisch wirkende Antibiotika.
»Apotheker sind doch keine Mediziner«… .
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Praxisgebühr, Zucker-Steuer, eine Leistung soll komplett weg: Kassenärzte-Chef hat radikale Ideen
Der Verband der Kassenärzte sieht die Notwendigkeit, neue Einnahmequellen für das Gesundheitssystem zu erschließen. Neben einer Praxisgebühr schlägt ihr Chef Andreas Gassen gezielte neue Steuern vor. Daneben gebe es Einsparpotenzial – auch bei bestimmten Leistungen.
„Es gibt Wege, Einnahmen gezielt zu erhöhen“, so der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen gegenüber der Rheinischen Post. Gassen hält etwa eine Zuckersteuer, wie sie in skandinavischen Ländern bereits existiere, für notwendig. Daneben sollen Tabak- und Alkoholsteuer erhöht werden. Die Einnahmen daraus sollen dann „zweckgebunden in das Gesundheitswesen gehen, sie dürfen nicht wie bisher im Bundeshaushalt versickern“… .
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...und wenn wir schon dabei sind:
Die Drogeriekette 'dm' wagt jetzt den Einstieg in den OTC-Versand. Apotheken wittern den nächsten Sargnagel. Droht ihnen wirklich die Verdrängung – oder ist der Aufschrei nur Gewohnheit?
Brasiliens Präsident Lula hofft auf Mercosur-Abschluss im Januar
Seit über 25 Jahren verhandeln die EU und der Mercosur über ein Freihandelsabkommen - die Unterzeichnung wird immer wieder verschoben. Brasiliens Präsident fordert von Europa mehr Entschlossenheit.
Trotz der erneuten Verzögerung beim Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur hofft Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva weiterhin auf eine rasche Unterzeichnung des Vertrags.
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