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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Mobiltelefone von Tierärzt:innen: Hygieneprotokoll dringend vonnöten
Mobiltelefone sind auch im Praxisalltag nützliche Helfer. Wir nehmen sie täglich unzählige Male in die Hand. Doch wie hygienisch ist das? Dieser Frage gingen Forschende aus Großbritannien nach.
Wissenschaftler fordern, dass Leitlinien zur Reinigung von Mobiltelefonen aufgestellt werden sollten und Tierärzt:innen diese dringend in ihre Hygieneprotokolle integrieren sollten… .
Sorge wegen ASP in Spanien
Auf den europäischen Märkten für Schlachtschweine ist der ganz große Preissturz nach Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Barcelona bislang ausgeblieben. In Spanien, Frankreich, Belgien und Dänemark gab es zwar teils deutlich Preisrückgänge.

Sorge wegen ASP in Spanien
Andererseits konnten sich die Schlachtschweinepreise in Deutschland und Österreich auf dem Vorwochenniveau halten. Stabilisierend wirkt weiterhin die Nachfrage durch ein starkes Weihnachtsgeschäft.
In Deutschland blieb der Leitpreis der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) am Mittwoch (10.12.) bei unverändert 1,60 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (SG). Das Angebot entspreche der vorweihnachtlichen Nachfrage; die Preise entwickelten sich entsprechend stabil, kommentiert die VEZG.
Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berichtet, werden aktuell große Mengen Schweinefleisch abgesetzt. Der Einzelhandel fahre vielfach Verkaufsaktionen, zudem laufe die Herstellung von Wurst- und Fleischwaren auf Hochtouren. Preislich blieben die Konditionen fast für alle Fleischteile dennoch stabil. Lediglich bei Filets bewegten sich die Preise nach oben.
Auch in Österreich verharrten die Preise auf dem Vorwochenniveau. Der österreichische Verband landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) hielt seine Notierung bei 1,54 Euro/kg SG. Laut VLV arbeiten alle Kapazitäten an der Kapazitätsgrenze, um den Bedarf des Fleischhandels für die bevorstehenden Weihnachts- und Silvesterfeiertage decken zu können.
Weiterhin Sorge bereitet das ASP-Geschehen in Südeuropa. Spanische Unternehmen würden durch in Teilen „erhebliche Preisnachlässe“ versuchen, Ware am EU-Binnenmarkt abzusetzen, da viele Drittstaaten kein spanisches Schweinefleisch mehr abnehmen.
Dänen stemmen sich gegen den Preisdruck
In Belgien bewegte sich der Preis nach unten. In der aktuellen Woche zahlte die Danis-Gruppe 1,020 Euro/kg Lebendgewicht (LG) und damit 3 Cent weniger als in der Vorwoche. Auch Danish Crown (DC) nahm den Preis für die Kalenderwoche 51 um umgerechnet 5 Cent auf 1,31 Euro/kg SG zurück. In seinem Marktkommentar verwies DC ebenfalls darauf, dass spanische Schlachthöfe deutlich mehr Produkte insbesondere in Italien und Osteuropa verkaufen würden. Man tue alles, „um dem Preisdruck standzuhalten“, berichtete die dänische Schlachtgenossenschaft. Der Absatz an Schweinefleisch laufe dennoch gut, insbesondere bei edlen Teilstücken wie Filets.
Preis fällt in Spanien weiter
Am Marché du Porc Français ging die Notierung am Donnerstag um 1,6 Cent auf nun 1,474 Euro/kg SG nach unten. Nach wie vor angespannt blickt man auch von Frankreich aus Richtung Spanien. Die Marktlage sei wegen der ASP schwierig, gleichzeitig würden noch nicht alle Drittländer, mit denen Regionalisierungsabkommen ausgehandelt wurden, diese auch umsetzen.
Nach dem Preiseinbruch der vergangenen Woche ging es an der Agrarbörse von Bellpuig im Nordosten von Spanien zuletzt weiter bergab. Dort kosten Schlachtschweine nun mit 1,10 Euro/kg LG 4 Cent weniger als in der Vorwoche. Ähnlich sieht es in Italien aus. Dort notierten frei vermarktete Schlachtschweine mit einem Gewicht von 144 bis 152 Kilogramm am Donnerstag bei 1,560 Euro/kg LG und damit 4 Cent niedriger als in der Woche davor. Der Preis für Vertragsschweine derselben Kategorie sank um 4 Cent auf nun 1,700 Euro/kg LG.
EU-Durchschnittspreis im Rückwärtsgang
Auf europäischer Ebene setzte sich der Abwärtstrend beim Durchschnittspreis weiter fort. In der Woche zum 7. Dezember wurden Schlachtschweine der Handelsklasse E im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten nach Angaben der EU-Kommission für 163,46 Euro/100 kg SG gehandelt. Das entsprach einem Rückgang um 1,93% gegenüber der Vorwoche. Das Vorjahresniveau wurde um 15,56% verfehlt.
Den größten Preisabschlag gab es in Estland mit 11,5%, gefolgt von Spanien mit 7,2%. Nach unten ging es auch in den Niederlanden, Österreich und Portugal mit jeweils 4,2%, 2,4% und 1,1%. Nennenswerte Preisaufschläge gab es lediglich in Kroatien mit 2,2% und in Polen mit 1,8%.
Besonders tiergerechte Schweineställe: GAK-Förderung knüpft nahtlos an
Besonders tiergerechte Schweineställe: GAK-Förderung knüpft nahtlos an
Im kommenden Jahr soll der Bau tierwohlgerechterer Schweineställe wieder über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) finanziert werden.
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Landwirte gehen auf die Barrikaden
Rund um Wasbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) müssen sich Autofahrer ab Sonntagabend auf Verkehrsbehinderungen einstellen.
Mit einer dreitägigen Mahnwache vor dem Zentrallager eines Discounters wollen Landwirte gegen den aus ihrer Sicht ruinösen Preisdruck im Lebensmittelhandel protestieren. «Das werden ein paar Hundert», sagte die Landesvorsitzende des Vereins «Land schafft Verbindung», Uta von Schmidt-Kühl, im Vorfeld der Deutschen Presse-Agentur. Es würden zudem 100 bis 150 Fahrzeuge erwartet. Zuvor hatten Medien berichtet.
Protestaktionen seien in jedem Bundesland geplant, sagte von Schmidt-Kühl. In Schleswig-Holstein sei dies die einzige Aktion. «Das wird schon relativ voll.» Im Fokus der Landwirte stünden aktuell die ihrer Ansicht nach zu niedrigen Butterpreise bei Discountern. Dies sei der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringe. Die Mahnwache soll am Sonntag um 20.15 Uhr starten. Autofahrer sollten den Bereich Industriestraße besser umfahren.
Butter ist hierzulande so günstig wie lange nicht. Die Handelsketten reduzierten die Preise kürzlich erneut. Ein 250-Gramm-Stück Deutscher Markenbutter der Eigenmarken kostet nun 99 Cent. Grund ist der gesunkene Weltmarktpreis für Milch. Bei den Molkereien wurde zuletzt mehr Milch angeliefert als im Vorjahreszeitraum, zudem ist der Fettgehalt gestiegen.
Preise am Milchmarkt unter Druck
Die Großhandelspreise für Milchprodukte haben sich in Deutschland zuletzt erneut schwächer gezeigt.

Die Süddeutsche Butter- und Käsebörse in Kempten meldete am Mittwoch (11.12.) für kontraktgebundene geformte Markenbutter einen Preis von 4,30 bis 4,25 Euro/kg, ein Abschlag von 40 Cent am unteren und oberen Ende des Preiskorridors. Für lose Butter verringerte sich die Preisspanne auf 4,05 bis 4,25 Euro/kg, was einen Abschlag von 20 Cent am unteren und 65 Cent am oberen Ende der Spanne bedeutete.
Die Vollmilchpulvernotierung verschob sich gegenüber der Vorwoche um 2 Cent nach unten auf 2,95 bis 3,08 Euro/kg. Bei Magermilchpulver erzielte Ware in Nahrungsmittelqualität laut der Süddeutschen Butter- und Käsebörse Preise zwischen 1,98 und 2,13 Euro/kg. Das bedeutete einen Abschlag von 2 Cent an beiden Enden der Preisspanne. Für Futtermittelqualität wurde ein Kurs von 1,81 bis 1,83 Euro/kg gemeldet, was ebenfalls jeweils 2 Cent weniger sind als in der Vorwoche.
Die Discounter Aldi und Lidl haben erneut ihre Preise für Butter gesenkt, ein Päckchen Butter wird nun für 99 Cent angeboten. Der Süddeutschen Butter- und Käsebörse zufolge bewegt sich die Auslieferungsmenge bei abgepackter Butter nach wie vor auf einem hohen Niveau. Auch die Konsumnachfrage bleibt demnach stabil.
5 Jahre Nutri-Score - Nach wie vor Vertrauensdefizite
Die vor fünf Jahren in Deutschland auf freiwilliger Basis eingeführte Lebensmittelampel Nutri-Score wird in der Bevölkerung breit befürwortet. Allerdings wünscht sich eine Mehrheit der Konsumenten eine verpflichtende Kennzeichnung aller Ernährungsprodukte mit dem System.
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Wo stehen wir nach zehn Jahren Pariser Klima-Abkommen?
Vor genau zehn Jahren hat die Weltgemeinschaft das als historisch gefeierte Pariser Klima-Abkommen beschlossen - nun ziehen Wissenschaftler und Umweltschützer eine ernüchterte und teils auch düstere Bilanz.
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Sinkende Butterpreise - Landwirte schlagen Alarm
Angesichts der stark gesunkenen Butterpreise schlagen nun auch Sachsens Bauern Alarm. «Wir verurteilen natürlich, dass derart wichtige Lebensmittel zu diesen Preisen regelrecht verramscht werden», sagte die Hauptgeschäftsführerin des sächsischen Landesbauernverbands, Diana Henke.
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Stammzellenbehandlung für Pferde: Coburger Startup setzt auf Innovation
Ein innovatives Familien-Startup aus Coburg entwickelt eine bahnbrechende Stammzellenbehandlung für Pferde. Diese Technologie könnte die Tiermedizin revolutionieren und langfristig auch auf den Menschen angewendet werden. Die Smets-Familie hat sich zum Ziel gesetzt, die Heilungschancen für Pferde mit Gelenkproblemen erheblich zu verbessern.
In Coburg hat ein Familien-Startup eine vielversprechende Innovation in der Tiermedizin entwickelt: eine Stammzellenbehandlung speziell für Pferde. Diese Technologie zielt darauf ab, die Heilung von Gelenkproblemen bei Pferden zu verbessern und könnte langfristig auch auf die Humanmedizin ausgeweitet werden. Die Idee entstand ursprünglich unter dem Weihnachtsbaum und hat sich seitdem zu einem ernstzunehmenden Geschäftsmodell entwickelt.
Die Smets-Familie, die hinter diesem Projekt steht, hat sich intensiv mit den Möglichkeiten der Stammzellentechnologie auseinandergesetzt. Stammzellen sind bekannt für ihre Fähigkeit, sich in verschiedene Zelltypen zu entwickeln, was sie zu einem wertvollen Werkzeug in der regenerativen Medizin macht. In der Veterinärmedizin könnten sie insbesondere bei der Behandlung von Gelenkproblemen und Verletzungen eine entscheidende Rolle spielen…. .
Bauernproteste: Butterpreis und Import-Fleisch: Deswegen kündigen Landwirte Proteste an
Viele Landwirte sind verärgert über die Rabattschlachten im Lebensmittelhandel. Jetzt kündigen sie bundesweit Protestaktionen an
LSV Deutschland kündigt wegen Preisdumping und Mercosurabkommen Protestwelle an. Das Bundeskabinett hat dem Freihandelsabkommen zugestimmt.
Die jüngsten Rabattschlachten im Lebensmittelhandel und das Mercosurabkommen, das spätestens im kommenden Jahr, auf EU-Ebene endgültig beschlossen werden soll, lässt den Unmut der Bauern steigen. Erst am Mittwoch (10.12.) hat das Bundeskabinett dem Freihandelsabkommen zugestimmt. Gleichzeitig ringen viele europäische Mitgliedstaaten noch immer um eine klare Haltung zum Mercosur-Abkommen. Die Bundesregierung wertet das Abkommen als „deutliches Zeichen für regelbasierte internationale Zusammenarbeit in einer Zeit globaler Umbrüche“. Mit dem Abkommen würden unter anderem Zölle auf Autoexporte aus der EU in die Mercosur-Länder fallen, hieß es nach der Kabinettssitzung in einer offiziellen Verlautbarung.
Die Landwirte seien nicht weiter bereit, leere Versprechen zu akzeptieren, heißt es in einer Pressemitteilung.
Bundesweit fanden schon erste Protestaktionen des Bauernverbandes, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen, statt. Auch im Emsland und in Dresden kam es bereits zu Demonstrationen… .
