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NEWS
von der AVA und aus der Branche
EU-Schlachtschweinemarkt: Sorge wegen ASP in Spanien
Auf den europäischen Märkten für Schlachtschweine ist der ganz große Preissturz nach Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Barcelona bislang ausgeblieben.
In Spanien, Frankreich, Belgien und Dänemark gab es zwar teils deutlich Preisrückgänge. Andererseits konnten sich die Schlachtschweinepreise in Deutschland und Österreich auf dem Vorwochenniveau halten. Stabilisierend wirkt weiterhin die Nachfrage durch ein starkes Weihnachtsgeschäft.
In Deutschland blieb der Leitpreis der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) am Mittwoch (10.12.) bei unverändert 1,60 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (SG). Das Angebot entspreche der vorweihnachtlichen Nachfrage; die Preise entwickelten sich entsprechend stabil, kommentiert die VEZG. Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berichtet, werden aktuell große Mengen Schweinefleisch abgesetzt. Der Einzelhandel fahre vielfach Verkaufsaktionen, zudem laufe die Herstellung von Wurst- und Fleischwaren auf Hochtouren. Preislich blieben die Konditionen fast für alle Fleischteile dennoch stabil. Lediglich bei Filets bewegten sich die Preise nach oben.
Auch in Österreich verharrten die Preise auf dem Vorwochenniveau. Der österreichische Verband landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) hielt seine Notierung bei 1,54 Euro/kg SG. Laut VLV arbeiten alle Kapazitäten an der Kapazitätsgrenze, um den Bedarf des Fleischhandels für die bevorstehenden Weihnachts- und Silvesterfeiertage decken zu können. Weiterhin Sorge bereitet das ASP-Geschehen in Südeuropa. Spanische Unternehmen würden durch in Teilen "erhebliche Preisnachlässe" versuchen, Ware am EU-Binnenmarkt abzusetzen, da viele Drittstaaten kein spanisches Schweinefleisch mehr abnehmen.
Dänen stemmen sich gegen den Preisdruck
In Belgien bewegte sich der Preis nach unten. In der aktuellen Woche zahlte die Danis-Gruppe 1,020 Euro/kg Lebendgewicht (LG) und damit 3 Cent weniger als in der Vorwoche.
Auch Danish Crown (DC) nahm den Preis für die Kalenderwoche 51 um umgerechnet 5 Cent auf 1,31 Euro/kg SG zurück. In seinem Marktkommentar verwies DC ebenfalls darauf, dass spanische Schlachthöfe deutlich mehr Produkte insbesondere in Italien und Osteuropa verkaufen würden. Man tue alles, "um dem Preisdruck standzuhalten", berichtete die dänische Schlachtgenossenschaft. Der Absatz an Schweinefleisch laufe dennoch gut, insbesondere bei edlen Teilstücken wie Filets.
Preis fällt in Spanien weiter
Am Marché du Porc Français ging die Notierung am Donnerstag um 1,6 Cent auf nun 1,474 Euro/kg SG nach unten. Nach wie vor angespannt blickt man auch von Frankreich aus Richtung Spanien. Die Marktlage sei wegen der ASP schwierig, gleichzeitig würden noch nicht alle Drittländer, mit denen Regionalisierungsabkommen ausgehandelt wurden, diese auch umsetzen.
Nach dem Preiseinbruch der vergangenen Woche ging es an der Agrarbörse von Bellpuig im Nordosten von Spanien zuletzt weiter bergab. Dort kosten Schlachtschweine nun mit 1,10 Euro/kg LG 4 Cent weniger als in der Vorwoche. Ähnlich sieht es in Italien aus. Dort notierten frei vermarktete Schlachtschweine mit einem Gewicht von 144 bis 152 Kilogramm am Donnerstag bei 1,560 Euro/kg LG und damit 4 Cent niedriger als in der Woche davor. Der Preis für Vertragsschweine derselben Kategorie sank um 4 Cent auf nun 1,700 Euro/kg LG.
EU-Durchschnittspreis im Rückwärtsgang
Auf europäischer Ebene setzte sich der Abwärtstrend beim Durchschnittspreis weiter fort. In der Woche zum 7. Dezember wurden Schlachtschweine der Handelsklasse E im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten nach Angaben der EU-Kommission für 163,46 Euro/100 kg SG gehandelt. Das entsprach einem Rückgang um 1,93% gegenüber der Vorwoche. Das Vorjahresniveau wurde um 15,56% verfehlt.
Den größten Preisabschlag gab es in Estland mit 11,5%, gefolgt von Spanien mit 7,2%. Nach unten ging es auch in den Niederlanden, Österreich und Portugal mit jeweils 4,2%, 2,4% und 1,1%. Nennenswerte Preisaufschläge gab es lediglich in Kroatien mit 2,2% und in Polen mit 1,8%.
Bundesumweltminister, Carsten Schneider (SPD), gegen Lockerung von Gentechnik-Regeln
Deutschland wird den geplanten lockereren EU-Regeln für Gentechnik nach Worten von Bundesumweltminister Carsten Schneider nicht zustimmen. Entscheidend sei für ihn eine klare Kennzeichnung für Verbraucher, machte er in der Sendung «Frühstart» von RTL/ntv deutlich.
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Umgang mit dem Wolf
Das Kabinett hat heute den Gesetzentwurf zum Umgang mit dem Wolf verabschiedet. Dazu eine Pressemeldung des umweltpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Mark Helfrich
| „Der Kabinettsbeschluss zeigt, dass die Bundesregierung hinter den Weidetierhaltern und Menschen im ländlichen Raum steht. Es ist nicht zuletzt ein Erfolg des Artenschutzes, dass sich eine Population derart positiv entwickeln konnte, dass sie wieder reguliert werden muss, um ein Gleichgewicht der Arten zu gewährleisten. Mit dem Gesetzentwurf sollen deshalb klare und praxistaugliche Regeln für den Umgang mit dem Wolf geschaffen werden, wie wir es immer gefordert haben. So sollen die Länder künftig in den Regionen, in denen der Wolf überhand genommen hat und nicht vom Aussterben bedroht ist, ein Bestandsmanagement einführen können. In Gebieten, in denen kein praxistauglicher Herdenschutz betrieben werden kann, z.B. auf Deichen oder Almen, soll der Wolf auch zur Vermeidung von Weidetierrissen entnommen werden können. Wir streben ein schnelles parlamentarisches Verfahren an, um Rechtssicherheit für alle Beteiligten sicherzustellen.“ Pressemitteilung der CDU·CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag |
OÖ: Der Schlachtrinder- und Kälbermarkt von 15. bis 21. Dezember 2025
EU-weit ist bei den Schlachtrindern eine differenzierte Marktentwicklung gegeben.
Schlachtrinder:
In Deutschland herrschen relativ stabile Marktverhältnisse, wobei hier regionale Unterschiede am Markt auftreten. Im Norden sind bei Jungstieren und Schlachtkühen die Preise stabil, im Süden ist das Angebot steigend und beide Kategorien sind leicht unter Druck.
In Österreich ist die Vermarktung von Jungstieren weitgehend ausgeglichen. Das Angebot entspricht im Wesentlichen der Nachfrage. Die Schlachtungen für Weihnachten werden bis Mitte der Woche abgeschlossen sein, danach wird die Nachfrage etwas rückläufig sein. Zwischen den Feiertagen sollte trotzdem eine relativ stabile Marktsituation gegeben sein. Bei Redaktionsschluss konnte noch keine Einigung mit allen Marktpartner erzielt werden.. .
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Ktn. Markbericht der 51. Woche
Rinderpreise vom 15. bis 21. Dezember 2025
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| RINDER | lebend | geschlachtet | ||
| R bis U/FKL 2 u.3 | ||||
| Preis | €-von | €-bis | €-von | €-bis |
| Ochsen | 3,77 | 3,88 | 6,99 | 7,06 |
| Stiere* | 3,77 | 3,88 | 6,99 | 7,06 |
| Kalbinnen | 3,46 | 3,57 | 6,66 | 6,74 |
| Kühe | 2,32 | 2,78 | 5,04 | 5,35 |
| Schlachtkälber | 5,61 | 6,03 | 9,85 | 10,05 |
Alle angeführten Preise sind Nettopreise ab Hof ohne MwSt. und ergeben sich aus der Entwicklung des Marktgeschehens in Kärnten. *AMA - Gütesiegelzuschlag unter 20 Monate 17 Cent/kg.
Lesen Sie hier
Information von QS: Neuerungen im QS-Antibiotikamonitoring
Mit dem Jahreswechsel treten die revidierten Leitfäden zum QS-Antibiotikamonitoring in Kraft:
• Leitfaden Antibiotikamonitoring Rind /• Leitfaden Antibiotikamonitoring Geflügel /• Leitfaden Antibiotikamonitoring Schwein

QS Qualität und Sicherheit GmbH wendet sich an alle Tierärzte im QS-Antibiotikamonitoring
Hier die wichtigsten Änderungen:
- Leitfaden Antibiotikamonitoring Rind: Aufnahme der Mastrinder in die Sperrautomatik bei fehlenden Monitoringdaten. Dies bedeutet, dass mit dem Stichtag 1. August 2026 Mastrinder haltende Betriebe automatisch für die Rindermast gesperrt werden, wenn für das vorangegangene Halbjahr weder Antibiotikabelege noch eine Nullmeldung vorliegen. Werden diese Daten ergänzt, erfolgt die Entsperrung ebenfalls automatisch.
- Leitfaden Antibiotikamonitoring Geflügel: neben den Wartezeiten in der Tabelle des Wirkstoffkatalogs Geflügel gelten auch die Hinweise außerhalb der Tabelle.
- Alle Leitfäden: in Antibiotikabelegen kann jetzt der Union Product Database Package Identifier (UPD) erfasst und an die HIT-TAM-Datenbank gesendet werden, wenn Tierärzte die Weiterleitung ihrer Belege durch QS eingerichtet haben. Der UPD ist ein Code, der in der staatlichen Antibiotikadatenbank (HIT-TAM) zur Identifizierung einer Packungs-/Produktaufmachung dient, alternativ kann dort die Packungs-ID zu diesem Zweck gemeldet werden. Sie können den UPD ab sofort auch in der QS-Antibiotikadatenbank in Ihren Antibiotikabelegen freiwillig erfassen. Wenn Sie eingerichtet haben, dass QS Ihre Belege an die HIT-TAM-Datenbank weiterleitet, muss die Packungs-ID oder der UPD im Beleg enthalten sein, damit der Beleg dort angenommen wird.
Ausführlichere Informationen zu den Revisionen finden Sie in den Revisionsinformationen auf den letzten Seiten der Leitfäden.
Zusätzlich wurde die QS-Antibiotikadatenbank angepasst, um Sie künftig besser bei der Erfüllung der Meldevorgaben im staatlichen Antibiotikamonitoring zu unterstützen: Wenn Sie eingerichtet haben, dass QS Ihre Antibiotikabelege an die HIT-Datenbank meldet, können wir künftig auch Belege für Präparate weiterleiten, die nicht in der staatlichen Antibiotikadatenbank gelistet sind, weil sie z.B. aus dem Ausland stammen. Sie müssen diese also nicht mehr zusätzlich in die HIT-TAM-Datenbank eingeben. Diese Weiterleitungsmöglichkeit gilt ab sofort für alle neuen oder geänderten Belege in der QS-Antibiotikadatenbank.
Wenn Sie Fragen haben, hilft das QS-Team gerne weiter.
QS Qualität und Sicherheit GmbH
Tel.: +49 (0) 228 35068-280 | Fax: +49 (0) 228 35068-10
E-Mail: tiergesundheit@q-s.de / Webseite: www.q-s.de
Rinderpreise voll im Höhenrausch – Mehr Geld für Bullen und Kühe vor Weihnachten
In der vorigen Woche zahlten die Schlachter für Jungbullen der Handelsklasse R3 im Bundesmittel 7,23 Euro je kg SG. Das waren nochmals 1 Cent mehr als in der Woche zuvor und gleichzeitig die höchsten Bullenpreise überhaupt. (Olaf Zinke)

Olaf Zinke: In der vorigen Woche zahlten die Schlachter für Jungbullen der Handelsklasse R3 im Bundesmittel 7,23 Euro je kg SG. Das waren nochmals 1 Cent mehr als in der Woche zuvor und gleichzeitig die höchsten Bullenpreise überhaupt.
Dabei sind die Bullenpreise im Jahresverlauf 2025 um fast 1,50 Euro je kg SG gestiegen, auf ein Niveau, das es zuvor noch nicht gegeben hat. Bei Schlachtkühen verlief die Entwicklung bis Ende September ähnlich. Ende September waren Schlachtkühe so teuer wie nie zuvor. Danach dürfte der scharfe Rückgang der Milchpreise jedoch eine verstärket Selektion und eine Zunahmen der Schlachtung ausgelöst haben.
Die Rinderpreise sind vor Weihnachten kräftig gestiegen. Hintergrund ist ein europaweit kleines Angebot. Trotz der hohen Preise schrumpft der Rinderbestand in Deutschland weiter. Der Grund liegt in den hohen Investitionskosten, die Rinderhalter für die Tierwohlauflagen erfüllen müssen, aber auch den bürokratischen Hindernissen und den hohen Kosten. Trotzdem bringen die hohen Rinderpreise eine gewisse Entlastung für die Rinderhalter… .
Die Preise für Bullen übertreffen kurz vor dem Jahresende die letzten Höchststände von Ende September 2025. Bei Kühen steigen die Preise aktuell ebenfalls wieder an, obwohl die letzten Rekordpreise von Ende September nicht erreicht werden. Wie zu erwarten, kommt die Preisrally bei Rindfleisch aber kurz vor dem Jahreswechsel zum Stillstand. Zudem hatte sich der Preisanstieg mit dem Beginn des Weihnachtsgeschäfts noch einmal beschleunigt. Dabei sind die Bullenpreise im Jahresverlauf 2025 um fast 1,50 Euro je kg SG gestiegen, auf ein Niveau, das es zuvor noch nicht gegeben hat… .
Teurer Tierarztbesuch: Was dahintersteckt und wie Halter Kosten vermeiden können
„Für viele ist ein Haustier nicht einfach nur ein Tier, sondern ein Familienmitglied. Umso belastender ist es für einige Halter, dass die Tierarztkosten in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen sind.
Heute werden circa 15 bis 25 Prozent mehr als noch vor drei Jahren für tierärztliche Leistungen fällig. Grund dafür ist eine umfassende Überarbeitung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die 2022 vorgenommen worden ist. Die Anpassung der Gebührenordnung war notwendig… ".
Agrarsubventionen 2025: 344 Millionen Euro in Baden-Württemberg vor Weihnachten ausgeschüttet
„Die Wertstellung der insgesamt 344 Millionen Euro EU-Direktzahlungen auf den Konten der landwirtschaftlichen Betriebe wird planmäßig noch vor Weihnachten erfolgen.
Rund 98 Prozent der Direktzahlungsanträge konnten bereits bei den ersten Bewilligungen berücksichtigt werden. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die mit Ihrem großen Einsatz dazu beigetragen haben, dass die Auszahlungen von rund 420 Millionen Euro rechtzeitig noch in diesem Jahr erfolgen können“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Montag (15. Dezember) in Stuttgart.
Auch die Auszahlungen für weitere Förder- und Ausgleichsleistungen aus dem Gemeinsamen Antragsverfahren 2025 seien angelaufen: Ab Mitte Dezember 2025 erfolgen die ersten Auszahlungen für die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (AZL), die Steillagenförderung für Grünland (SLG), die Landschaftspflegerichtlinie (LPR-A) und den Erschwernisausgleich Pflanzenschutz (EAPS). „Bei all diesen Maßnahmen konnten zwischen 95 und über 98 Prozent der Anträge zu diesem frühen Zeitpunkt bedient werden. Auch bei der Pheromonförderung im Weinbau konnten fast alle Anträge bereits beginnend im November noch in diesem Jahr bewilligt werden“, betonte Minister Hauk.
Weitere Bewilligungs-/Auszahlungstermine folgen ab Mitte Januar 2026 im zweiwöchigen Rhythmus
Die Direktzahlungen, die rechtlich bis zum 30.06. des Folgejahres auszuzahlen sind, können damit auch dieses Jahr für fast alle Antragssteller wieder im EU rechtlich frühestmöglichen Monat Dezember realisiert werden. Die Gesamtsumme der für Baden-Württemberg ausgezahlten Direktzahlungen wird dieses Jahr aufgrund der bundesweit einheitlich niedrigeren Einheitsbeträge (Prämie je Hektar) geringer ausfallen, als im Vorjahr. Grund dafür ist die bundesweit starke Inanspruchnahme der Öko-Regelungen und die planmäßigen Umschichtungen von der 1. in die 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik.
Einheitsbeträge bei den Direktzahlungen
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| Maßnahme | 2024 | 2025 |
| EGS | Einkommensgrundstützung | 157,63 | 152,44 |
| UES1 | Umverteilungseinkommensstützung | 72,36 | 68,05 |
| UES2 | Umverteilungseinkommensstützung | 43,41 | 40,83 |
| JES | Junglandwirte | 126,58 | 120,64 |
| ÖR1a1 | Brache Stufe 1 | 1.410,83 | 1.300,00 |
| ÖR1a2 | Brache Stufe 2 | 542,62 | 500 |
| ÖR1a3 | Brache Stufe 3 | 325,57 | 300 |
| ÖR1b | Blühstreifen Acker | 217,05 | 200 |
| ÖR1c | Blühstreifen Dauerkulturen | 217,05 | 200 |
| ÖR1d1 | Altgrasstreifen Stufe 1 | 976,72 | 900 |
| ÖR1d2 | Altgrasstreifen Stufe 2 | 434,1 | 400 |
| ÖR1d3 | Altgrasstreifen Stufe 3 | 217,05 | 200 |
| ÖR2 | Vielfältige Kulturen | 65,11 | 60 |
| ÖR3 | Agroforst | 217,05 | 200 |
| ÖR4 | Extensives Dauergrünland | 108,52 | 100 |
| ÖR5 | 4 Kennarten DGL | 260,46 | 225 |
| ÖR61 | PSM-Verzicht Acker, Dauerkultur | 162,78 | 150 |
| ÖR62 | PSM-Verzicht Ackerfutter | 54,26 | 50 |
| ÖR7 | Natura 2000 | 43,41 | 40 |
| ZMK | Zahlung Mutterkühe | 84,76 | 89,37 |
| ZSZ | Zahlung Schafe/Ziegen | 37,88 | 36,14 |
Die weiteren Maßnahmen des Gemeinsamen Antrags werden planmäßig zu den üblichen Terminen im neuen Jahr ausgezahlt, so ist die Auszahlung für FAKT für März /April geplant, ebenso die Zahlungen im Rahmen der SchALVO und weiterer Maßnahmen.
Weitergehende Informationen zum Gemeinsamen Antragsverfahren
Insgesamt nehmen an den im Gemeinsamen Antragsverfahren 2025 angebotenen Förderprogrammen rund 40.800 Landwirte teil. Mit den Mitteln aus diesen Förderprogrammen werden unsere landwirtschaftlichen Betriebe sowie deren gesellschaftlichen Leistungen unterstützt.
Neben den EU-Direktzahlungen werden zum Beispiel mit der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete oder der Förderung für steiles Dauergrünland die Bewirtschaftung besonders schwieriger Standorte gefördert, um deren Erhalt für die Kulturlandschaft zu sichern.
„Die nachhaltige Bewirtschaftung und der Erhalt unserer Kulturlandschaft ist der Landesregierung ein wichtiges Anliegen und gut investiertes Geld“, sagte Minister Peter Hauk MdL.
Afrikanische Schweinepest: Videos zur Prävention
Um Jägerinnen und Jäger, Landwirtinnen und Landwirte sowie die breite Öffentlichkeit für die Gefahren des ASP-Eintrags zu sensibilisieren, hat die Niedersächsische ASP-Sachverständigengruppe, in der auch das Landvolk vertreten ist, drei Aufklärungsvideos produziert
ASP-Prävention: "nur ein totes Wildschwein ist ein gutes Wildschwein..."
Landvolk beteiligt sich an Präventionsfilmen für Jäger, Landwirte und Verbraucher
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bleibt eine der größten Bedrohungen für die Schweinehaltung in Niedersachsen. Der Vizepräsident des Landvolk Niedersachsen, Jörn Ehlers, betont die Bedeutung von Prävention und Aufklärung: „Wir müssen alles tun, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. Es geht um den Schutz unserer Betriebe und um das Wohl der Tiere. Dabei sind nicht nur die landwirtschaftlichen Betriebe gefragt, sondern alle, die im ländlichen Raum unterwegs sind.“
Das Virus hat in den vergangenen Jahren immer wieder große „Sprünge“ gemacht. Die landwirtschaftlichen Konsequenzen sind enorm: Neben wirtschaftlichen Verlusten für die Schweinebauern droht auch großes Tierleid. Das Landvolk setzt sich für eine noch intensivere Präventionsarbeit und eine verstärkte Zusammenarbeit aller Beteiligten ein. „Prävention ist die einzige Möglichkeit, um die Weiterverbreitung in Deutschland und den Eintrag der ASP in Niedersachsen zu verhindern. Wir dürfen nicht aufhören, auch die Bevölkerung hierfür zu sensibilisieren“, betont Ehlers.
Leider wurde das Virus der ASP immer wieder durch menschliches Verschulden in zuvor ASP-freie Länder und Gebiete eingetragen. „So konnte durch das Friedrich-Löffler-Institut nachgewiesen werden, dass die Virusvariante aus Nordrhein-Westfalen eine hohe Übereinstimmung mit ASP-Viren aus der italienischen Region Kalabrien zeigte“, erklärt Ehlers die Gefahr, die von kontaminierten, fleischhaltigen Produkten ausgehen kann, wenn diese achtlos an Raststätten oder in der Natur entsorgt werden. Ehlers appelliert an alle Verbraucher, Lebensmittel stets sachgerecht über bereitstehende Mülleimer zu entsorgen, sodass Wildschweine damit nicht in Berührung kommen können.
Das Virus bleibt in der Umwelt lange stabil und kann zum Beispiel durch Kleidung, Gegenstände, Fahrzeuge oder Schuhe übertragen werden. „Hier ist auch die Jägerschaft gefragt“, sagt Ehlers. Jäger, die in ASP-Gebieten gejagt haben, müssen Jagdkleidung oder Fahrzeuge gründlich reinigen und desinfizieren, um das ASP-Virus nicht zu verschleppen. Auch die Mitnahme von Jagdtrophäen aus ASP-Gebieten stellt ein Eintragsrisiko dar.
„Natürlich stehen auch wir Schweinehalter in der Pflicht, unsere Tierbestände vor der ASP zu schützen“, betont der Landvolk-Vizepräsident. „Wir sind aufgefordert, wirksame Biosicherheitsmaßnahmen auf unseren Betrieben umzusetzen, zu kontrollieren und zu optimieren. Das Niedersächsische Biosicherheitskonzept für schweinehaltende Betriebe, das das Landvolk gemeinsam mit der Niedersächsischen Tierseuchenkasse initiiert hat, hilft dabei diese Managementmaßnahmen umzusetzen“, empfiehlt Ehlers, der gleichzeitig Vorsitzender der Niedersächsischen Tierseuchenkasse ist.
Um Jägerinnen und Jäger, Landwirtinnen und Landwirte sowie die breite Öffentlichkeit für die Gefahren des ASP-Eintrags zu sensibilisieren, hat die Niedersächsische ASP-Sachverständigengruppe, in der auch das Landvolk vertreten ist, drei Aufklärungsvideos produziert. „Die Videos geben einfache, aber effektive Tipps, wie man den Viruseintrag verhindern und Betriebe schützen kann – vom richtigen Reinigen der Ausrüstung bis zum richtigen Verhalten beim Umgehen mit Wildtieren“, führt Ehlers aus.
Landesjägerschaft Niedersachsen, Landwirtschaftsministerium Niedersachsen sowie der Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) und das Landvolk haben die Videos finanziert. Diese sind auf youtube abrufbar.
Immunsystem hält Pilz auf Schleimhaut in Schach
Der Hefepilz Candida albicans besiedelt die Schleimhäute und ist meist harmlos. Doch unter bestimmten Bedingungen kann er gefährliche Infektionen auslösen. Ein Forschungsteam der Universität Zürich hat nun herausgefunden, wie das Immunsystem die Verwandlung von einem harmlosen Besiedler zu einem Krankheitserreger verhindert. Dies geschieht unter anderem durch den Entzug von Zink.
Das Mikrobiom besteht nicht nur aus Bakterien, sondern auch aus Pilzen. Die meisten von ihnen fördern die Gesundheit von Mensch und Tier. Einige Pilze haben jedoch auch das Potenzial zum Krankheitserreger. So kann beispielsweise der Hefepilz Candida albicans unkontrolliert auf der Mundschleimhaut wachsen und Soor auslösen.
In schweren Fällen kann dieser Pilz durch Ausbildung von fadenförmigen Hyphen auch in den Blutkreislauf gelangen und systemische Infektionen verursachen. Diese wiederum sind für jährlich über eine Million Todesfälle verantwortlich. Das passiert vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf der Intensivstation − beispielsweise, wenn sie aufgrund einer Transplantation oder Krebserkrankung immunsupprimiert sind.
Balance zwischen Freund und Feind
«Die Mechanismen, welche den Pilz auf unserer Schleimhaut unter Kontrolle halten und eine Infektion verhindern, sind nach wie vor kaum verstanden», sagt Salomé LeibundGut-Landmann, Professorin für Immunologie an der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich. Ihr Team hat nun zwei wichtige Entdeckungen gemacht: Sie zeigen auf, wie das Gleichgewicht durch ein feines Zusammenspiel zwischen Candida albicans und dem Epithel einerseits sowie dem Immunsystem andererseits aufrechterhalten wird. Für die Studien verwendeten die Forschenden verschiedene Stämme von Candida albicans und von Mäusen…. .
