Rufen Sie uns an: +49 (0) 2551-78 78
NEWS
von der AVA und aus der Branche
Bauernproteste: Frankreich greift durch
Proteste gegen Tierseuchenschutz und Handelsabkommen: Französische Landwirte blockieren Straßen, doch die Regierung kündigt an, keine weiteren Blockaden mehr zu dulden.
Frankreich will die Bauernblockaden von Autobahnen und Straßen vor dem Weihnachtsreiseverkehr räumen.
Gemeinsam mit dem Polizeipräfekten der betroffenen Regionen werde eine Aufhebung aller Blockaden vorbereitet, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Paris am Morgen. Bereits seit 48 Stunden seien neue Blockaden von Autobahnen und Verkehrsachsen durch die Ordnungskräfte auf Anordnung von Innenminister Laurent Nuñez unterbunden worden.
«Die Franzosen müssen in Ruhe zu ihren Familien zurückkehren können», sagte Regierungssprecherin Maud Bregeon dem Sender RTL. «Wir werden keine weiteren Blockaden mehr tolerieren und alles Notwendige unternehmen.» Die Polizei sei aber angewiesen worden, «mit Bedacht» vorzugehen.
Proteste vor Macrons Privathaus
Am Donnerstagabend gab es laut Ministerium frankreichweit rund 80 Protestaktionen mit rund 3.600 beteiligten Landwirten. Am Freitagmorgen protestierten Landwirte auch vor dem Privathaus von Präsident Emmanuel Macron im nordfranzösischen Badeort Le Touquet-Paris-Plage.
Die Bauern protestieren dagegen, dass nach vermehrten Ausbrüchen der Rinderkrankheit Lumpy Skin Disease (LSD) ganze Tierbestände getötet werden. Zudem richtet sich der Protest gegen die von der EU angestrebte und nach Widerstand insbesondere aus Frankreich auf Januar verschobene Unterzeichnung des Mercosur-Handelsabkommens.
Tierhaltungskennzeichnungsgesetz: Hier besteht noch dringender Reparaturbedarf!
Bis das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz praxistauglich ist, gilt es noch einige Kontruktionsfehler auszubessern
Der Bundestag hat gestern (18.12.) in erster Lesung über die erneute Verschiebung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetz beraten. Sobald die Verschiebung von Bundestag und Bundesrat endgültig beschlossen ist, ist es wichtig, dass die zahlreichen Konstruktionsfehler des THKG schnellstmöglich behoben werden. Nachfolgend haben wir aufgezeigt, wo die wichtigsten Knackpunkte liegen.
Das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz soll nun doch erst Anfang 2027 starten. In seiner gestrigen Sitzung hat der Bundestag in erster Lesung über einen entsprechenden Gesetzentwurf beraten und diesen anschließend in den Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat überwiesen. Aus Sicht der ISN ist es höchste Zeit zu handeln. Die Verschiebung der Umsetzungsfrist auf den 01. Januar 2027 ist genau richtig und muss kommen. Sobald die Verschiebung von Bundestag und Bundesrat endgültig beschlossen ist, müssen die zahlreichen Konstruktionsfehler des THKG umgehend korrigiert werden.
Überarbeitung muss zügig beginnen
Wir erwarten, dass praxistaugliche Regelungen entwickelt werden, die auch tatsächlich bis ins Detail funktionieren. Und das ziemlich zügig und vor allem gemeinsam mit den betroffenen Akteuren von Seiten der Wirtschaft!, fordert ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack. Angesichts der notwendigen Anpassungen und Erweiterungen ist das Zeitfenster bis zum 1. Januar 2027 deutlich knapper, als es wirkt. Wer das Gesetz verbessern und gleichzeitig ausweiten will, muss jetzt zügig handeln.
Das sind die wichtigsten Knackpunkte:
Auf bestehende Systeme setzen
Bestehende und funktionierende privatwirtschaftliche Systeme wie z.B. die Initiative Tierwohl und die Haltungsform-Kennzeichnung des Handels haben sich als transparente und verbraucherorientierte Kontrollmechanismen bewährt. Die Anforderungen der höheren Haltungsformen können daher weiterhin zuverlässig über diese etablierten Systeme überprüft werden.
Ausländische Ware gleichstellen
Für deutsche Schweinehalter ist es einer der wichtigsten Punkte: Keine Benachteiligung gegenüber den ausländischen Mitbewerbern. Ausländische Ware muss daher entsprechend berücksichtigt werden.
Weitere Vertriebswege einbinden
Bestehende Regelungslücken bei der Tierhaltungskennzeichnung müssen geschlossen und die Kennzeichnungspflicht die weiteren relevanten Vertriebswege, z.B. den Außer-Haus-Verzehr, ausgeweitet werden.
Downgrading ermöglichen
Damit die Vermarktung der Schweine aus höheren Haltungsformen u.a. in schwierigen Marktphasen oder bezogen auf bestimmte Teile vom Schlachtkörper nicht unnötig zusätzlich behindert wird, muss eine unkomplizierte Herabstufung der Ware in eine niedrigere Haltungsstufe möglich sein.
Begrenzung der Bürokratie
Die Meldeverpflichtung muss auf das notwendige Mindestmaß begrenzt werden. Ställe, für die keine Meldung abgeben wird, sollten automatisch der Haltungsform Stall entsprechend dem deutschen gesetzlichen Mindeststandard zugeordnet werden.
Anpassung der Kriterien
Damit die Kriterien der Haltungsstufen aufeinander aufbauen und praktikabler umgesetzt werden können, müssen Anpassungen erfolgen. Beispielsweise sollten Schweinehalter bei der Bodengestaltung oder bei der Aufteilung der Platzvorgaben mehr Flexibilität erhalten.
Weniger Betriebe, mehr Schweine - Erste Viehzählungsergebnisse zeigen regionale Unterschiede

Nach und nach veröffentlichen in diesen Tagen die Bundesländer die Ergebnisse der Viehzählung vom 03.11.2025. Aus Niedersachsen war bereits ein leichtes Plus beim Schweinebestand (+ 1,3 %) sowie ein deutlicher Zuwachs bei den Sauenzahlen (+ 6,1 %) gemeldet worden. Nun liegen auch die Daten aus Nordrhein‑Westfalen, Baden‑Württemberg und Brandenburg vor. Während die Zahl der Betriebe in allen Bundesländern weiter rückläufig ist, zeigen sich bei den Tierzahlen Unterschiede.
Nordrhein‑Westfalen: Leichter Zuwachs beim Schweinebestand
In Nordrhein‑Westfalen hielten am Stichtag 5.050 Betriebe Schweine, was einem Rückgang von 2,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt wurden rund 5,90 Millionen Schweine registriert, ein leichtes Plus von 0,5 %. Besonders stark wuchsen die Bestände bei Jungschweinen (+ 24,7 %) und Ferkeln (+ 4,2 %), während die Zahl der Mastschweine über 50 kg um 10,4 % sank. Die Zahl der Sauen stieg leicht auf 336.300 Tiere (+ 2,6 %).
© Statistisches Landesamt B-W
Baden‑Württemberg: Rückgang bei Betrieben und Zuchtsauen
In Baden‑Württemberg lag der Schweinebestand am Stichtag bei rund 1,25 Millionen Tieren. Das ist ein leichter Rückgang von 1,0 % gegenüber 2024. Hauptgrund für die Abnahme ist der deutlich reduzierte Mastschweinebestand auf 495.500 Tiere (−5,3 %), der durch steigende Zahlen bei Ferkeln und Jungschweinen nicht kompensiert werden konnte. Die Zahl der Zuchtsauen sank leicht auf 99.700 Tiere (−1,7 %), und die Anzahl der schweinehaltenden Betriebe verringerte sich auf 1.470 Betriebe (−1,6 %).
Brandenburg: Schweinebestand wächst, Sauen leicht rückläufig
In Brandenburg wurden am 3. November 585.000 Schweine gezählt, ein Plus von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Sauen sank leicht auf 61.000 Tiere (−1,8 %). Angaben zu den Betriebszahlen liegen für Schweine und Sauen noch nicht vor.
Anstieg der Sauenzahlen ist überraschend
In den vier Bundesländern, die bisher Ergebnisse veröffentlicht haben, befinden sich mehr als zwei Drittel der gesamten deutschen Schweinebestände und über 60 % der Sauen. Daraus lässt sich bereits ein vorläufiges Bild für das gesamte Bundesgebiet ableiten, auch wenn die vollständigen Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes noch nicht verfügbar sind: Die Zahl der Betriebe geht weiter zurück, während der Schweinebestand insgesamt leicht zunimmt. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg der Sauenzahlen, der deutschlandweit ein Plus von etwa 2–3 % ergeben könnte. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen in der Ferkelerzeugung ist dies überraschend.
→ Viehzählungsergebnisse Niedersachsen: Schweinebestand stabil - Deutliches Plus bei Sauen
Rinderseuche LSD in Frankreich: Bauern protestieren gegen Schlachtungen von Kühen
Frankreichs Regierung geht radikal gegen die Rinderkrankheit Lumpy-Skin-Desease (LSD) vor. Landwirte reagieren mit Blockaden gegen Notschlachtungen und Impfungen der Tiere.
Seit Montag, 16.12.2025, blockieren Rinderzüchter im französischen Südwesten (Occitanie) mehrere Autobahnen. Sie protestieren damit gegen das von der Regierung in Paris beschlossene Vorgehen im Kampf gegen eine Rinderseuche, der Knötchenkrankheit, auch unter dem Namen Lumpy-Skin bekannt.
Seit dem Sommer dieses Jahres wurden in mehreren Landwirtschaftsbetrieben Erkrankungen von Kühen diagnostiziert. Zuerst in Savoyen an der italienischen und schweizerischen Grenze und danach in der an Spanien angrenzenden Region entlang der Pyrenäen. Auslöser ist die Lumpy-Skin-Desease, ein Erreger aus der Familie der Pockenviren…
Gesetze & Verordnungen für den Tierarzt: Fünf wichtige Änderungen in 2026
Tierarzneimittelgesetz, Gebührenordnung, Tierschutzreform – welche Änderungen kommen im nächsten Jahr auf Tierärztinnen und Tierärzte zu?
Während manch einer noch an den guten Vorsätzen für 2026 feilt, hält der Gesetzgeber bereits einige neue Regelungen bereit, an die wir uns ab dem kommenden Jahr halten müssen. Neben der Anpassung von Gesetzen an geltendes EU-Recht steht auch die Evaluierung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) 2026 auf dem Programm.
Antibiotikameldungen beim Pferd ab 2026
Bereits 2023 trat die Meldepflicht für Antibiotikaverbrauchsmengen bei Tierarten der Stufe 1 (Rinder, Schweine, Hühner, Puten) in Kraft. Ab dem 1. Januar 2026 müssen nun auch die Antibiotikamengen für Tierarten der Stufe 2 erhoben und bis zum 14. Januar 2027 erstmals gemeldet werden. Zu diesen zählen:
- Pferde (inkl. Nicht-Schlachttiere)
- Schafe, Ziegen
- Enten, Gänse
- Kaninchen, die der Lebensmittelgewinnung dienen
- Fische (Atlantischer Lachs, Regenbogenforelle, Goldbrasse, Wolfsbarsch und Karpfen)
Auch die Gebührenordnung für Tierärzte wird 2026 evaluiert; der Auftrag für eine unabhängige Evaluation war bis zum 1. Dezember 2025 ausgeschrieben
Während derzeit noch ein generelles Versandverbot für verschreibungspflichtige Tierarzneimittel gilt, soll dieses mit dem neuen TAMG gelockert werden. Mit §44a soll der Versand von verschreibungspflichtigen Tierarzneimitteln und verschreibungspflichtigen veterinärmedizinischen Produkten unter bestimmten Bedingungen im Einzelfall möglich sein… .
Mikroplastik stört Darmmikrobiom und Fermentation
Mikroplastik beeinträchtigt die Fermentation im Pansen von Rindern und beeinflusst das Darmmikrobiom.
Das zeigt eine neue gemeinsame Studie der Universitäten Helsinki, Zürich, Hohenheim und der TU München. Die Forschenden inkubierten Flüssigkeit aus dem Pansen – der ersten Magenkammer von Rindern – mit verschiedenen gängigen Mikroplastikarten und stellten fest: Alle getesteten Kunststoffe veränderten die mikrobielle Aktivität, reduzierten die Gasproduktion und wurden teilweise abgebaut.
„Wir müssen besser verstehen, wie sich Mikroplastik auf die Tiergesundheit und die Lebensmittelsicherheit auswirkt – insbesondere, da die weltweite Kunststoffproduktion weiter steigt“, erklärt Studienleiter Daniel Brugger, Associate Professor in Companion and Monogastric Production Animal Nutrition der Universität Helsinki, das Ziel der Forschung.
„Unsere Studie zeigt, dass Mikroplastik nicht einfach durch den Pansen von Rindern hindurchgeht“, so Jana Seifert, Professorin für Funktionelle Mikrobiologie bei Nutztieren an der Universität Hohenheim. Vielmehr wirke der Verdauungstrakt als „Bioreaktor“, der Plastik fragmentiert und damit potenziell neue Risiken schafft. Ein gestresstes Mikrobiom könne die Tiergesundheit beeinträchtigen. Kleinere Kunststofffragmente könnten zudem leichter ins Gewebe gelangen – und damit auch in die Lebensmittelkette.
Die Forschenden unterstreichen die Bedeutung eines besseren Plastikmanagements in der Landwirtschaft, etwa bei Folien, Verpackungsmaterialien und Klärschlamm auf Feldern. „Plastikverschmutzung hat direkte biologische Folgen für Nutztiere und möglicherweise auch für den Menschen über die Nahrungskette“, betont Cordt Zollfrank, Professor für Biogene Polymere an der Technischen Universität München.
Die Studie liefert auch eine Grundlage für künftige Risikobewertungen und Überwachungen. Dies muss bei der Festlegung von Kontaminationswerten und bei der Entwicklung von Methoden zum Nachweis von Kunststoffen in Futtermitteln, Gülle und tierischen Produkten berücksichtigt werden… .
Brauchen wir Tiere um uns zu ernähren? Tierhaltung in Konkurrenz zur direkten Lebensmittelproduktion
"Fleischi" entdeckt nachhaltige Kreislaufwirtschaft
Die bayerische Landwirtschaft sieht sich häufig dem Vorwurf ausgesetzt, dass Tierhaltung in Konkurrenz zur direkten Lebensmittelproduktion stehe. In der neuen Folge von „Fleischi entdeckt“ räumt Reporter Bernhard „Fleischi“ Fleischmann mit diesem Missverständnis auf. Er zeigt, dass es nicht um einen Wettkampf zwischen Teller und Trog geht, sondern um ein durchdachtes System der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Er nimmt die Zuschauer:innen mit auf eine Reise vom Acker über den Stall bis ins Labor und spricht mit einem Landwirt und Wissenschaftler:innen darüber, wie Pflanzenbau, Tierhaltung und Energieerzeugung zusammenwirken, um Bodenfruchtbarkeit, Nahrung und Energie nachhaltig zu sichern…. .
Öko-Tierhaltung: Kurskorrektur fällt aus
DBV kritisiert mutlosen Vorschlag zum „Öko-Basisrecht“
Die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Stefanie Sabet, kritisiert die Vorschläge der Kommission zur Anpassung des Ökorechts scharf: „Mit diesem Vorschlag versäumt es die EU-Kommission, etwas wirklich Substanzielles für die Öko-Tierhalter zu verbessern, insbesondere für die Milchviehbetriebe. Leider soll es lediglich in der Geflügelhaltung ein absolutes Minimum an Änderungen geben. Wir haben keinerlei Verständnis dafür, wenn im Verordnungsentwurf Umstellungsfristen für Wachteln geregelt werden sollen, aber keine Erleichterungen im Bereich der Öko-Weidepflicht vorgesehen sind. Damit wird ein weiterer Rückgang der Öko-Tierhaltung in Kauf genommen und so die Zukunft des Ökolandbaus insgesamt riskiert“, so Sabet. Ohne Tiere ist die für den Ökolandbau zentrale Kreislaufwirtschaft auf Dauer nicht aufrechtzuerhalten, die langfristig auf vielen Flächen auftretenden Nährstoffdefizite sind auch mit Zwischenfrüchten oder Leguminosen nicht zu stoppen. Perspektivisch könnten unter langjähriger ökologischer Wirtschaftsweise in Ackerbaubetrieben die Humusgehalte sogar abnehmen. „Es ist daher an der Zeit, das Öko-Tierrecht endlich an die agronomischen Realitäten anzupassen“, fordert Sabet. Hier seien nun das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten gefragt, entscheidend nachzubessern.
Hintergrund: Aufgrund einer sehr engen Auslegung der aktuellen Öko-Basisverordnung sind allein im zu Ende gehenden Jahr mehrere Hundert Betriebe aus der Öko-Milchviehhaltung ausgestiegen, da sie die nachträglich verschärften Anforderungen nicht mehr erfüllen können. Für sehr viele Schweine- und Geflügelhalter ist eine ähnliche Entwicklung in den nächsten Jahren zu erwarten, da auch hier praxisferne Regelungen im Öko-Basisrecht zukünftig durchgesetzt werden sollen. Die Entwicklungen der Öko-Tierbestände in anderen europäischen Ländern sind ähnlich, so dass langfristig ein Rückgang der ökologisch bewirtschafteten Fläche droht.
Riesige Restriktionszone wegen Blauzungenkrankheit eingerichtet
Erstmals seit 2009 ist der BTV-8-Typ der Blauzungenkrankheit in Sachsen nachgewiesen worden. Eine Restriktionszone im Umkreis von 150 Kilometern wurde eingerichtet.
Blauzungenkrankheit: Zunge einer erkrankten Kuh
Nachdem bei einem Rind im sächsischen Meißen Anfang der Woche die Blauzungenkrankheit festgestellt wurde, gelten auch für einige Gebiete in den angrenzenden Bundesländern Restriktionen.
Wie das Landwirtschaftsministerium Brandenburg mitteilte, sind von der sogenannten Restriktionszone neben großen Gebieten im südlichen Brandenburg auch Teile von Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen betroffen. Aus der Zone dürfen für das Blauzungenvirus empfindliche Tiere wie Rinder, Schafe oder Ziegen nur unter bestimmten Bedingungen in virusfreie Regionen innerhalb Deutschlands und der EU gebracht werden.
Erster Fall vom Typ BTV-8 seit 2009
Anfang der Woche hatte das Friedrich-Loeffler-Institut bei einem Rind aus Meißen die Blauzungenkrankheit festgestellt. Es ist nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums der erste Nachweis des Typs BTV-8 seit 2009 in Sachsen. Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind bereits betroffen.
Die Blauzungenkrankheit ist eine durch bestimmte blutsaugende Stechmücken übertragbare Virusinfektion. Die Krankheit, die vor allem Rinder und Schafe, aber auch Ziegen oder Hirsche betrifft, kann großes Leid hervorrufen. Betroffene Tiere leiden laut Landratsamt an Appetitlosigkeit und Fieber, sie produzieren weniger Milch. In schweren Fällen könne die Blauzungenkrankheit tödlich enden. Als Schutz empfehlen Fachleute den Landwirten, ihre Tiere zu impfen. Der Erreger ist den Angaben zufolge für Menschen ungefährlich.
Schweinebestand in Brandenburg erreicht Dreijahreshoch
Agrarbetriebe in Brandenburg halten um die 585.000 Schweine - so viele wie seit Jahren nicht.
Brandenburgs Bauern halten wieder deutlich mehr Schweine. Der Bestand ist mit rund 585.000 Tieren (Stichtag 3. November) so hoch wie in den vergangenen drei Jahren nicht, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte.
| ||||
