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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Kennen Sie schon den neuen QM-Milch Geschäftsbericht 2025 ?
QM-Milch e.V. veröffentlichte vor kurzem den Geschäftsbericht 2025
„Das Jahr 2025 stand für den QM-Milch e.V. ganz im Zeichen der Weiterentwicklung. QM-Milch hat seine Rolle als zentraler Partner für Produkt- und Prozessqualität in der Milchwirtschaft weiter gefestigt, die bewährten Strukturen an neue Anforderungen angepasst und praxisnahe Lösungen für eine moderne Milchproduktion bereitgestellt. Welche Schritte dabei im Detail umgesetzt wurden, zeigt der heute veröffentlichte Geschäftsbericht 2025…“.
Der aktuelle Report zum QS-Antibiotikamonitoring 2025
Die Ergebnisse zeigen, dass QS-Betriebe verantwortungsvoll mit dem Einsatz von Antibiotika umgehen
Der aktuelle Report zum Antibiotikamonitoring im QS-System ist da. Die Ergebnisse zeigen: QS-Betriebe gehen weiterhin verantwortungsvoll mit dem Einsatz von Antibiotika um. Während das staatliche Monitoring für 2024 einen Anstieg von 6 Prozent meldet, liegt der Zuwachs im QS-System bei lediglich 3,5 Prozent – in einigen Tiergruppen ist der Verbrauch sogar rückläufig. Trotz Schwankungen bleiben die Mengen auf einem niedrigen Niveau.
Das Ziel bleibt klar: Antibiotikaeinsatz auf das therapeutisch notwendige Minimum reduzieren und Resistenzen vermeiden. Gesunde Tiere brauchen weniger Antibiotika – deshalb ist Tiergesundheit ein zentraler Baustein im QS-System. Dank transparenter Daten kann QS für viele Tierarten über mehr als zehn Jahre belegen, dass die Mengen erheblich reduziert wurden und das niedrige Niveau gehalten wird.
Den ausführlichen Bericht finden Sie hier.
Kennen Sie schon den neuen QM-Milch Geschäftsbericht 2025 ?
QM-Milch e.V. veröffentlichte vor kurzem den Geschäftsbericht 2025
„Das Jahr 2025 stand für den QM-Milch e.V. ganz im Zeichen der Weiterentwicklung. QM-Milch hat seine Rolle als zentraler Partner für Produkt- und Prozessqualität in der Milchwirtschaft weiter gefestigt, die bewährten Strukturen an neue Anforderungen angepasst und praxisnahe Lösungen für eine moderne Milchproduktion bereitgestellt. Welche Schritte dabei im Detail umgesetzt wurden, zeigt der heute veröffentlichte Geschäftsbericht 2025…“.
Wichtige Hinweise zur Blauzungenkrankheit (BTV), Epizootische Hämorrhagische Krankheit (EHD) und Lumpy Skin Krankheit (LSD)
Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz informiert
Blauzungenkrankheit
Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine virusbedingte, hauptsächlich akut verlaufende Krankheit bei der Schafe und Rinder, aber auch Ziegen, Kameliden (bspw. Lamas und Alpakas) und Wildwiederkäuer sind empfänglich. Betroffene Tiere, vor allem Schafe, aber auch Rinder leiden mitunter schwer. Erkrankte Tiere können wieder ausheilen, jedoch kann es auch zu Todesfällen führen. Übertragen wird das Virus durch kleine blutsaugende Stechmücken, sogenannte Gnitzen.
Im vergangenen Jahr führten Infektionen durch das Blauzungenvirus Serotyp 3 (BTV-3) zu enormen Verlusten in niedersächsischen Schaf- und Rinderhaltungen. Vor allem aufgrund einer positiven Entwicklung der Impfquote, insbesondere bei Schafen, wurden in Niedersachsen 2025 weitaus weniger Ausbrüche der Blauzungenkrankheit festgestellt.
Verschiedene Serotypen des Virus der Blauzungenkrankheit sind in ganz Europa nachweisbar. So zirkulieren beispielsweise in Frankreich die Serotypen 3, 4 und 8, in der Schweiz die Serotypen 3 und 8, in Österreich hauptsächlich Serotyp 3 und 8. Jedoch wurde dort, sowie auch in Norditalien, auch der Serotyp 4 bereits nachgewiesen.
Aufgrund der Seuchenlage in Bezug auf BTV in den Nachbarländern besteht ein erhöhtes Risiko für einen Eintrag anderer Serotypen als BTV-3 nach Deutschland, so dass BTV-8 im Oktober 2025 erstmals wieder seit 2021 in Deutschland – zunächst am 08.10.2025 in Baden-Württemberg und kurze Zeit später auch in Bayern – nachgewiesen werden konnte. Am 06.11.2025 wurde BTV-8 schließlich auch im Saarland und am 26. November 2025 in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Auch in Bayern und vor allem Baden-Württemberg erfolgten seitdem weitere Feststellungen. Entsprechend befinden sich nach aktuellem Stand nun ganz Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland, die Regierungsbezirke Oberbayern und Niederbayern sowie Teile Hessens in einer Sperrzone. Für Verbringung von Tieren empfänglicher Arten aus der BTV- 8-Sperrzone heraus gelten strenge Vorgaben (siehe tierseucheninfo.niedersachsen.de).
Aufgrund dieser Ausbrüche ist davon auszugehen, dass auch für niedersächsische Betriebe spätestens mit steigenden Temperaturen mit einem erhöhten Risiko der Einschleppung anderer Serotypen, vor allem BTV-8 und BTV-4, gerechnet werden muss. Die Erfahrungen aus dem letzten Jahr und auch bei den vorherigen Blauzungengeschehen in Deutschland haben wiederholt eindrucksvoll gezeigt, dass durch die Impfung ein wirksamer Schutz der empfänglichen Tiere gegen das Virus erreicht werden kann. Die Impfung bietet den einzigen Schutz der Tiere vor einem schweren Krankheitsverlauf und wirtschaftlichen Verlusten, so dass eine Impfung empfänglicher Wiederkäuer gegen die Serotypen 3, 4 und 8 auch dringend in Regionen empfohlen wird, in denen die Serotypen aktuell noch nicht nachgewiesen wurden.
Halterinnen und Haltern von Rindern, Schafen und Ziegen wird daher erneut die Impfung gegen den immer noch zirkulierenden Serotyp 3 und gegen den Serotyp 4 und 8 empfohlen. Es besteht keine Kreuzimmunität zwischen den Serotypen, Impfungen gegen einen der Serotypen bieten keinen Schutz gegen die anderen Serotypen. Im Falle der Impfung gegen BTV 4 und 8 kann jedoch ein Kombinationsimpfstoff eingesetzt werden.
Die Tiere sollten einen vollständigen Immunschutz vor dem Beginn der Vektorsaison (Gnitzen) entwickelt haben. Die Verfügbarkeiten der Impfstoffe sind bei den jeweiligen Impfstoff-Herstellern zu erfragen.
In der Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts vom 15.05.2025 wird das Risiko der Übertragung von BTV-4 und BTV-8, jedoch auch vom Virus der Epizootischen Hämorrhagischen Krankheit (EHDV, hier vor allem von EHDV-8) nach Deutschland durch Windverdriftungen von Gnitzen in Kombination mit legalem Handel in den Monaten
- Dezember bis März als vernachlässigbar,
- April und November als mäßig und
- Mai bis Oktober als hoch eingeschätzt.
Epizootische Hämorrhagische Krankheit (EHD)
Bei der Epizootischen Hämorrhagischen Krankheit (EHD) handelt es sich um eine virale Infektionskrankheit mit gleichem Wirtsspektrum und ähnlichem Verlauf wie die Blauzungenkrankheit. Allerdings sind von den Nutztieren Rinder am stärksten betroffen. Das EHD-Virus ist eng verwandt mit BTV und wird ebenfalls von Gnitzen übertragen. Seit 2022 tritt die EHD in Europa auf. Seither wurden Fälle in Italien (Sardinien, Sizilien) und Südspanien gemeldet. In 2023 folgten weitere Erkrankungen in Portugal, Nordspanien und Frankreich. In Frankreich ist aktuell vor allem der Südwesten des Landes betroffen (s. Tierseucheninfo.niedersachsen.de)
Entsprechend der Leitlinien der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) ist eine Impfung die einzige Möglichkeit zum Schutz vor einer Infektion. Seit Juni 2025 gibt es in Deutschland einen Impfstoff gegen EHDV-8 mit einen zugelassenen Impfstoff.
Immunologische Arzneimittel nebst Zulassungsinhaber, darunter Impfstoffe für Rinder, finden Sie HIER, immunologische Arzneimittel nebst Zulassungsinhaber, darunter Impfstoffe für Schafe HIER.
Die Verfügbarkeiten des Impfstoffes ist bei den jeweiligen Impfstoff-Herstellern zu erfragen.
Bisher ist das Virus nicht in Deutschland aufgetreten. Bei Vorliegen eines Verdachts ist eine Untersuchung zur Abklärung zu veranlassen, um mögliche Infektionen mit dem EHD-Virus schnell erkennen zu können.
Lumpy Skin Krankheit (LSD)
Die Lumpy Skin Krankheit (Lumpy Skin Disease, LSD) ist eine unmittelbar zu bekämpfende Seuche. Die Viruserkrankung betrifft überwiegend Rinder und wird hauptsächlich durch blutsaugende Insekten (Arthropoden Vektoren) mechanisch übertragen. Sie breitet sich seit einigen Jahren zunehmend in Europa und Südostasien aus. Im Juni 2025 meldete Italien erste Ausbrüche von LSD in Sardinien und Norditalien (Mantua, Lombardei). Ende Juni 2025 meldete dann auch Frankreich seinen ersten LSD Ausbruch in der Region Savoie nahe der Grenze zur Schweiz, gefolgt von Spanien (Katalonien) Anfang Oktober 2025 (s. auch Tierseucheninfo.niedersachsen.de). Entsprechende Impfkampagnen werden durchgeführt. Die Entwicklung der Seuche zeigt, dass das LSD-Virus fähig ist, überraschend in neue Gebiete einzudringen.
Deutschland ist bisher frei von der Seuche. Aufgrund der momentanen Ausbreitung der Krankheit ist es jedoch wichtig, verdächtige Symptome bei Rindern abklären zu lassen. Bei Verdacht ist umgehend das zuständige Veterinäramt zu informieren.
Landvolk: Preissenkung ist ein „Tritt in die Kniekehle“
Landvolk Vizepräsident Frank Kohlenberg: „Dialog beruht auf Gegenseitigkeit. Wenn unsere Bauern feststellen müssen, dass es nur inhaltsleere Phrasen sind, die dort getätigt werden, dann wäre es nur folgerichtig, den Agrardialog auszusetzen und nicht mehr mit dem Handel zu sprechen.
Milchbauern empört über Preispolitik des LEH
Die Stimmung auf den Höfen ist zum Zerreißen gespannt. Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat Landvolk-Vizepräsident und Milchbauer Frank Kohlenberg die großen Lebensmittelhändler (LEH) scharf attackiert. Der Grund: drastische Preissenkungen bei Butter und weiteren Milchprodukten, die die Einkommenslage der Betriebe weiter verschärfen. Kohlenberg spricht von einem „Tritt in die Kniekehle aller landwirtschaftlichen Betriebe und gerade der Milchproduzenten“. In einem Video-Statement wirft er den Handelsketten vor, ein „desaströses Preisdumping“ zu betreiben – und dabei mit zweierlei Maß zu messen.
Während die Vorstände der Handelsriesen in Dialogformaten Fairness und Preistransparenz betonten, werde in der Praxis das Gegenteil sichtbar, kritisiert Kohlenberg. „Auf der einen Seite versucht der LEH mit der Landwirtschaft in und über Agrardialogen ins Gespräch zu kommen. Da fordern sie Nachhaltigkeit, da bieten sie Fairness und Preistransparenz an.“ Doch sobald es um Margen und Listungen gehe, seien all diese Versprechen vergessen. „Das treibt die Zornesröte in die Gesichter der Landwirte – das bringt das Fass zum Überlaufen.“
Die Worte des Landvolk-Vizepräsidenten erinnern bewusst an die Situation von vor zwei Jahren. Damals hatten überbordende Auflagen und wirtschaftlicher Druck die landwirtschaftlichen Betriebe zu massiven Protesten auf die Straßen gebracht – es war die größte Bauernbewegung seit Jahrzehnten. Kohlenberg sieht klare Parallelen und warnt den Handel: „Reizen Sie es nicht aus! Wertschätzen Sie das tolle Produkt Milch, und wertschätzen Sie die Arbeit der landwirtschaftlichen Betriebe und Familien.“
Für die Bauern sei diese Wertschätzung nicht nur ein betriebswirtschaftliches Thema, sondern auch ein emotionales. Gerade die Milchbetriebe, die ohnehin mit hohen Kosten und zunehmender Regulierung zu kämpfen haben, fühlen sich durch die aktuellen Preisrunden im Handel erneut an den Rand gedrängt. Und für Kohlenberg folgt aus dieser Entwicklung eine klare Konsequenz: „Dialog beruht auf Gegenseitigkeit. Wenn unsere Bauern feststellen müssen, dass es nur inhaltsleere Phrasen sind, die dort getätigt werden, dann wäre es nur folgerichtig, den Agrardialog auszusetzen und nicht mehr mit dem Handel zu sprechen.“
Dass die Lage ernst ist, bestätigt der aktuelle Situationsbericht der Branche. Die Gewinne der landwirtschaftlichen Betriebe stagnieren. Im Wirtschaftsjahr 2024/25 erzielten sie im Durchschnitt 78.500 Euro – zu wenig, um Arbeitszeit, Kapital und Boden angemessen zu entlohnen. Der Bericht spricht von einer „Seitwärtsbewegung“, die längst nicht mit der allgemeinen Preissteigerung Schritt hält. Zudem verschärfen ein massiver Einbruch der Erzeugerpreise bei pflanzlichen und tierischen Produkten sowie steigende Lohnkosten den Druck weiter.
In vielen Betrieben wächst deshalb die Sorge, dass die Preispolitik der Händler nicht nur die aktuellen Einkommen gefährdet, sondern die Zukunftsfähigkeit ganzer Regionen. Kohlenberg bringt die Gefühlslage auf den Punkt: „Die Bauern wollen faire Preise – und endlich ernst gemeinte Wertschätzung für ihre Arbeit.“
DBV-Situationsbericht: Landwirtschaft mit stagnierenden Gewinnen
DBV-Präsident Joachim Rukwied: "Sinkende Erzeugerpreise und steigender Lohndruck belasten Betriebe"
Laut dem aktuellen Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes stagnieren die wirtschaftlichen Ergebnisse der Landwirtschaft im zurückliegenden Wirtschaftsjahr 2024/25. Das Unternehmensergebnis der Haupterwerbsbetriebe lag bei 78.500 Euro je Betrieb und entspricht damit dem Vorjahresniveau. Abgesehen von der Milcherzeugung zeigten nahezu alle Betriebsformen einen Rückgang der Ergebnisse.
Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, sieht die wirtschaftliche und agrarpolitische Lage daher weiterhin als äußerst herausfordernd: „Die Betriebsergebnisse zeigen eine Seitwärtsbewegung und können mit der allgemeinen Preissteigerung nicht Schritt halten. Im Durchschnitt aller Betriebe reicht das Einkommen nicht aus, um Arbeit, Kapital und Boden angemessen zu vergüten. Im laufenden Wirtschaftsjahr verstärkt der massive Einbruch der Erzeugerpreise bei zentralen pflanzlichen und tierischen Produkten sowie der Anstieg der Lohnkosten den Druck auf die landwirtschaftlichen Betriebe zusätzlich.“
Bauernpräsident Joachim Rukwied mahnt daher zu weiteren strukturellen politischen Reformen: „Ohne weitere entschlossene politische Reformen droht ein beschleunigter Strukturwandel, der die Wertschöpfung im ländlichen Raum schwächt und dringend notwendige Zukunftsinvestitionen ausbremst. Die Politik muss verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, die Wettbewerbsfähigkeit stärken, Bürokratie abbauen und Leistungen für Klima-, Biodiversitäts- und Tierwohl angemessen honorieren.“
Den aktuellen Situationsbericht finden Sie online unter www.situationsbericht.de.
Tiernavigation: Wurde das geheimnisvolle »Kompass«-Organ der Vögel endlich gefunden?
Neue Experimente legen nahe, dass Tauben das Erdmagnetfeld über ihr Innenohr wahrnehmen können. Damit ist ein jahrzehntaltes Rätsel der Tiernavigation endlich gelöst
Tauben können offenbar das Magnetfeld der Erde wahrnehmen, indem sie winzige elektrische Ströme in ihrem Innenohr registrieren und auswerten. Ein solcher innerer Kompass könnte die Erklärung dafür sein, warum manche Tiere in der Lage sind, über große Entfernungen hinweg erstaunlich präzise zu navigieren. Ein Forschungsteam um David Keays von der Ludwig-Maximilians-Universität München berichtet davon in der Fachzeitschrift »Science«.
Es gibt insbesondere zwei führende Hypothesen dazu, wie Vögel Magnetfelder wahrnehmen. Eine davon ist, dass Vögel dank eines quantenphysikalischen Effekts in ihren Netzhautzellen Magnetfelder »sehen«. Die zweite besagt, dass mikroskopisch kleine Eisenoxidpartikel im Schnabel als winzige Kompassnadeln dienen, die sich entlang der Magnetfeldlinien ausrichten. Es war bislang jedoch weitgehend unbekannt, wo im Gehirn der Tiere die magnetischen Informationen wahrgenommen werden und wie sensorische Neuronen die Empfindlichkeit für elektromagnetische Veränderungen vermitteln… .
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Schwere Falschdarstellung der Schweinezucht: BBC entfernt Podcast
Die BBC hat nach einer Klage des Verbands der britischen Schweineproduzenten einen Podcast entfernt. Grund seien schwere Falschdarstellungen der Schweinebranche.
Wie die britische National Pig Association (NPA) berichtet, hat der Sender BBC einen Podcast-Clip aus dem Radio entfernt. Zuvor hatte die NPA eine formelle Beschwerde dagegen eingereicht.
Der Clip, der auf Radio 4 lief, sei irreführend gewesen. Darin wurde behauptet, dass britische Schweinezuchtbetriebe mittlerweile Herden von 100.000 Tieren halten. Dies stelle nach Meinung der NPA eine schwerwiegenden Falschdarstellung der Branche dar.
Falsche Informationen zur Landwirtschaft in Schulbüchern
Britische Schweinezucht sei „riesiges Industrieunternehmen“
Die Behauptung erschien im Podcast „Radical“ am 24. November mit Amol Rajan. Darin meinte der Landwirt und Autor James Rebanks, dass es „vier oder fünf Schweinefarmen in Großbritannien gibt, die 90 % unserer Produkte herstellen“. Er fügte hinzu, dass „100.000 Schweine keine große Farm mehr sind“.
In dem Interview deutete er weiter an, dass man „nicht im Geschäft“ sei, wenn man weniger Schweine hätte. Schweinezucht sei „ein riesiges Industrieunternehmen“, so Rebanks weiter. .. .
Hormonfleisch und Rückstände: EU kontrolliert Agrarimporte strenger
Beim Import von Agrarrohstoffen und Lebensmitteln soll die Einhaltung der EU-Standards schärfer überwacht werden, kündigt die EU-Kommission an.
Brüssel will in den kommenden zwei Jahren verhindern, dass niedrigere Produktionsstandards bei Fleisch oder Getreide, zum Beispiel in der Ukraine oder den Mercosur-Staaten, zu Einfuhren belasteter Lebensmittel auf den Binnenmarkt führen.
Daher will die Europäische Kommission Importe von Lebensmitteln, tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen schärfer kontrollieren, und das bereits ab 1. Januar 2026. Das hat Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi am Dienstag (10.12.) angekündigt.
Mit diesen Maßnahmen will Várhelyi sicherstellen, dass die EU-Bürger weiterhin von einem Höchstmaß an Lebensmittelsicherheit profitieren, während die EU-Landwirte gleiche Wettbewerbsbedingungen gegenüber ihren globalen Wettbewerbern haben.
Der EU-Kommissar hat daher mehrere Maßnahmen in den kommenden zwei Jahren vorgesehen, die Sie im Beitrag lesen können.
Alle eingeführten Tiere, Nahrungs- und Futtermittel sowie Pflanzen und pflanzlichen Produkte müssten die geltenden Gesundheits- und Hygienevorgaben sowie bestimmte Tierwohlstandards erfüllen, betont die Brüsseler Behörde. Diese Anforderungen seien „nicht verhandelbar und gelten für alle Handelspartner“.

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) wies am Mittwoch (3.12.) gegenüber AGRA-Europe darauf hin, dass aktuell nicht einmal bekannt sei, welches regionale Ausmaß der ASP-Ausbruch in Spanien habe. So sei unklar, ob es bei einem lokalen Geschehen bleibe. Hier seien weitere Analysen wichtig.